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September 2017 - coolibri Düsseldorf und Wuppertal

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THEMA M Ö N C H E N G L

THEMA M Ö N C H E N G L A D B A C H Es tut sich wieder was in Rheydt. S c h a f f e n s - r ä u m e Foto: Ralf Krawietz Rheydt hat sich in letzter Zeit nicht gerade einen Ruf als Shopping- und Erlebnismetropole gemacht. Leerstände beherrschen das Panorama. Doch damit soll ab September für mindestens vier Wochen Schluss sein. Barbara Schwinges und Quartiersmanager Markus Offermann haben einen vielversprechenden Plan, der die Innenstadt attraktiv für Unternehmer und Passanten machen soll. Vom 2.-30.9.2017 findet die zweite Schauzeit in verschiedenen derzeit unbewohnten Lokalen statt. 22 Unter dem Motto „Goodbye Leerstand, Hello Rheydt!“ werden Kreative, Vereine und Startup-Unternehmen unter dem Dach der „Sozialen Stadt Rheydt“ vereint. Dass das Projekt mehr als die Summe seiner Teile ist, zeigte sich schon 2015, als das Initiatoren-Duo einen ersten Erfolg mit dem Pop-Up-Konzept Schauzeit verbuchen konnte. 15 Leerstände wurden Schaffensräume für 44 teilnehmenden Einzelaussteller und Kollektive, darunter Mode- und Produktdesigner, Künstler, Fotografen, Online-Händler und frisch gebackene Uni-Absolventen. Das Label „Woodel“ und das Designer-Kollektiv „Harmonie 20“ sind in die Verlängerung gegangen und fühlen sich in ihren ehemaligen Testdomizilen bis heute wohl. Da die Rheydt-Flucht seit 2015 aber kein Ende genommen hat, entschieden Schwinges und ihr Team, dieses Jahr weiteren Interessenten die Chance zum Austesten des Standortpotenzials zu geben und die Geisterstadt ordentlich aufzumischen. Als kleinen Vorgeschmack hat Ende Mai bereits eine Skaterhalle das Projekt ins Rollen gebracht. Der „Rollmarkt“ des Vereins „Rollbrettunion“ haucht nun den verlassenen Hallen der ehemaligen Kik-Filiale an der Hauptstraße 1 neues Leben ein und hat sich zum echten Szenetreffpunkt gemausert. Im September folgen 43 weitere Aussteller und Kollektive, die von einer Jury in sorgfältiger Kleinstarbeit ausgewählt und auf die 14 vorhandenen Räumlichkeiten verteilt wurden. „Die Ladenlokale werden zu kulturellen Begegnungsstätten.“, so Schwinges, denn die unterschiedlichen Disziplinen sollen die Möglichkeit zur internen Vernetzung haben und gleichzeitig Besucher zum Erkunden und Stöbern einladen. Neben dem Tagesgeschäft bietet die Schauzeit Rheydt-Entdeckern außerdem mehrere Specials in Form von DIY-Workshops, Kunden-Events, kleinen Konzerten und einem Begegnungs- Frühstück. Los geht es am 2. September um 10:30 Uhr mit der symbolischen Überreichung des ersten Lokal-Schlüssels durch den Bürgermeister. icd Schauzeit: 2.-30.9., Mi-Fr 11-18 Uhr; Sa 11-15 Uhr, Rheydt, Mönchengladbach schauzeit-rheydt.de

SZENE D Ü S S E L D O R F Das Regenbogenland in Gerresheim Raum und Zeit Am 9. Juli war feierliche Eröffnung: Im Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland wurde ein neuer Trakt für Jugendliche und junge Erwachsene eingeweiht. Was diese brauchen, wissen sie selbst am besten – ihre Ideen und Wünsche flossen als wertvolle Hinweise in die Planung mit ein. Seit 2004 existiert in Düsseldorf das Regenbogenland, ein Haus für lebensverkürzend erkrankte Kinder und Jugendliche. Anders als ein Erwachsenenhospiz ist es nicht zwangsläufig eine Endstation. „Familien kommen zu uns, aber sie gehen auch wieder nach Hause“, sagt Mitarbeiterin Katja Schweeberg. „Wir begleiten sie auf ihrem sehr schweren Weg und helfen ihnen, die verbleibende Zeit so positiv und erfüllend wie möglich zu gestalten.“ Gemäß dem Leitbild aller Kinderhospize: „Nicht dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben geben.“ Foto: Kerstin Gierse September 2017 auch als ePaper Schloss Special Schauspiel Zu Besuch auf Reuschenberg Ausbildung Theater starten in neue Saison Ab 31.8. im Kino STADTMAGAZIN für Düsseldorf und Wuppertal MAGICAL MYSTERY ODER: DIE RÜCKKEHR DES KARL SCHMIDT Veranstaltungstermine im Ausgabe Oktober 2017 bis zum 18.09. • 12.00 Uhr terminator@coolibri.de Fax 02 34 /93737-97 Dank des medizinischen Fortschritts werden die betroffenen Kinder immer älter, entwickeln sich zu Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Als solche stellen sie natürlich andere Ansprüche an ihr Wohnumfeld, was der Grund für den Bau eines eigenen Jugendhospizes war. In nur 14 Monaten entstand der komplett spendenfinanzierte Anbau: fünf helle, geräumige Apartments mit Blick in den Garten, eigenen Bädern und einer kleinen Sitzecke. „Damit bieten wir unseren jugendlichen Gästen eine Umgebung, in der sie sich ein bisschen wie zuhause fühlen können.“ Für Eltern und Geschwister gibt es separate Wohneinheiten im ersten Stock, ferner verfügt das Haus über eine große Dachterrasse sowie Seminar- und Veranstaltungsräume. Zwar hat man viele Fachleute konsultiert, die besten Experten waren jedoch die Jugendlichen selbst. Bei der Planung hatten sie ein Mitspracherecht: So gibt es zum Beispiel Kühlschränke in den Zimmern oder höhenverstellbare Herdplatten in der Küche im gemeinsamen Aufenthaltsraum. Norbert Hüsson, Vorstandsvorsitzender des Fördervereins Kinder- und Jugendhospiz Düsseldorf, bezeichnet das neue Gebäude prosaisch als „Zweckbau“. Die Räumlichkeiten „sollen so wenig wie möglich an ein Krankenhaus erinnern“ und den Bewohnern trotz ihrer Erkrankung einen weitgehend normalen Alltag ermöglichen. Ende September, Anfang Oktober ziehen die ersten Gäste ein. bk Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland, Düsseldorf; kinderhospiz-regenbogenland.de 05. ‒ 08.10.17 Medien Kunst Festival Fiktiva.eu Altstadt Düsseldorf 23

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