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September 2017 - coolibri Düsseldorf und Wuppertal

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THEMA Foto Manuela

THEMA Foto Manuela Giusto Zum mittlerweile 27. Mal laden Christiane Oxenfort, Andreas Dahmen und ihr Team zum düsseldorf festival! Vom 13.9. bis zum 2.10. bespielen sie verschiedenste Orte der Stadt mit Tanz, Theater, Musik und Nouveau Cirque. Das Epizentrum des Ganzen ist, wie auch schon in den Jahren zuvor, das Zelt auf dem Burgplatz. Die NoGravity Dance Company eröffnet das Festival. coolibri präsentiert Schwebezustand D Ü S S E L D O R F Europa-, Deutschland und NRW-Premieren gibt es beim düsseldorf festival! zu sehen. Um diese Perlen zu finden, reisen Oxenfort und Dahmen um die Welt, besuchen Festspiele, entdecken Straßenkünstler und spannen so ihr Netzwerk in der internationalen Szene. Oxenfort ist, wie ihr Kompagnon Dahmen, seit dem Geburtsjahr für das Programm verantwortlich. Während ein festes Team die beiden unterstützt, können diese sich ganz der Talentsuche hingeben. Bühnenschätze haben sie wieder reichlich ausfindig gemacht. „Es ist immer ganz schwer, nicht eine Lieblingsproduktion zu haben“, schmunzelt Oxenfort. „Ich könnte über jedes Ensemble Stunden schwärmen.“ Schwerelos Den Auftakt macht die NoGravity Dance Company am 13.9. Das Ensemble aus Rom verbindet barocke Musik mit Akrobatik und spektakulären Kostümen. In 13 kleinen Sequenzen schweben die Artisten, begleitet von zwei Sängern und einem Barock-Orchester in aufwendigen Gewändern, durch das Festzelt. Ihr Stück „Aria“ feiert am Burgplatz Deutschlandpremiere. „Das Ganze ist sehr italienisch, opulent, sinnlich. Und auch witzig“, berichtet Dahmen. Am 16.9. ist Kader Attou mit seiner Compagnie Accrorap an selber 20 Stelle zu Gast. Schon zum zweiten Mal bringt er zusammen mit 16 weiteren Tänzern seine Interpretation von Breakdance auf die Bühne des Festival-Zeltes. Ursprünglich entstanden in den Banlieues, den Vorstädten französischer Metropolen, ist die Gruppe mittlerweile eine etablierte Größe in der HipHop- und Street-Culture-Szene. „Opus 14“ zeigt Momentaufnahmen. „Attou versucht immer, die neusten Strömungen im Hip- Hop aufzunehmen“ berichtet Oxenfort. „Different People“ Foto: Young Mo Choe Die koreanische Choreografin Eun-Me Ahn ist berühmt für ihre exzentrischen und provokanten Stücke. Am 26. und 27.9. präsentiert sie den Auftakt zu ihrer neuen Trilogie erstmals in Europa. „Different People“ heißt das Werk, in dem sehende und blinde Tänzer gemeinsam auf der Bühne agieren. Gospel-Feeling am Rhein Auch die Musik kommt nicht zu kurz: Cory Henry, Organist der Jazz-Senkrechtstarter Snarky Puppy, beehrt am 21.9. das rheinische Publikum. „Wir wünschen uns seit Jahren, Snarky Puppy buchen zu können. Leider sind die mittlerweile eine Kragenweite zu groß“, erzählt Dahmen lachend. Henry entlockt seiner Hammond B3, ein so großes Spektrum an Klängen, dass man sich mal in einer Gospelkirche im tiefsten Brooklyn wähnt, dann wieder in einem Jazzclub in New Orleans. Dimitri de Perrot indes macht in seinem Stück „MYOUSIC“ das Publikum zum Teil seiner Komposition. Zusammen mit Drummer Julian Sartorius installiert er Klangkörper und Klangerzeuger im Raum und lässt diesen lebendig werden. Gastgeber für diese Performance am 14., 15. und 16.9 ist das tanzhaus NRW. toc; düsseldorf festival: 13.9.-2.10., verschiedene Orte, Düsseldorf; duesseldorf-festival.de; coolibri verlost 3x2 Tickets für Cory Henry am 21.9. und 2x2 Tickets für Eun-Me Ahn am 26.9 auf coolibri.de

THEMA Deutschland im Durchschnitt Am Tag der Deutschen Einheit zog Dirk Gebhardt aus, um seine Heimat zu erkunden. Sein Ziel: etwas über die Menschen in Erfahrung zu bringen. Um in ihre gute Stube und so manchen Kochtopf schauen zu können, quartierte sich der Professor für Bildjournalismus nicht im Hotel ein, er ging auf Herbergssuche. Gemeinsammit einemKollegennächtigte er auf Klappsofas,inJagdhüttenund Dorfkneipen. „Abgeblitzt sind wir eigentlich nirgendwo“, berichtetder 47-Jährige.ImOsten öffneten sich dieTürenoft zögerlicher als im Westen.„Wirwarenzur Zeit derPegida-Demonstrationendort undhaben dieVorbehalteJournalistengegenüber schonzuspürenbekommen.“ Abgesehendavon warendie Unterschiede geringerals erwartetund dieProblemevielerortsdie gleichen.„Gerade im ländlichenRaumsindeinige GebieteinOst wieWestgleichermaßen strukturschwach.“ Je kleinerdie Orte,umsogrößer erlebteerden Zusammenhalt. Jederkennt jedenund weiß auch um dieSorgenhinter schmucken Fassaden.„Armut istein Thema, dasuns quer durchdie Republik begleitethat.“ EinArmutsanteilvon mitunter 20 Prozentsei eine Realität,ander auch diePolitik vielfach vorbeischaue. DamitmehrMenschenvon ihrem Lohn lebenkönnen, müssten ein paar Wenige auf dasNoch-mehr- Funkengarde Heggen Geld-Verdienen verzichten.„Denn sozialeSchichten werden vererbt“,betontDirk Gebhardt.Für ihnwar seineReise auch eine Sozialstudie.Inden vielen Fotosund kleinenGeschichtenseinesBuchesQuerdurch zeichnet er sein Bild vonDeutschland. DenindividuellenErfahrungenund Eindrücken setzternackteStatistik entgegen. DieZahlen belegenein sichtbares Lohngefälle von22,39 Euro StundenlohnimWestenzu15, 22 Euro im Osten. Auch derLohnunterschied zwischen Frauen undMännernwurde ihm vorAugen geführt.Ererreichtenach819 Kilometerninelf EtappenamTag derDeutschen Einheitein Jahr später denöstlichsten Punkt Deutschlands. UnterdreiEichendirekt an der Neißeendeteseine Reise. DemDurchschnittsdeutschenist derHeimatentdecker nichtbegegnet. In kleinenOrten haterdie große Welt getroffen.InKorbach ist derStadtkantor einbekennender Homosexuellerund in Witzenhausen gibteseineNiederlassung derTransitionTown, dieeineessbare Stadt zumZielhat.„Das hatten wir nichterwartet. Deutschlandist bunter,als wir alleglauben.“ Dominique Schroller Foto]: Dirk Gebhardt Photo ©: Leslie Taylor Schon jetzt herzlich willkommen zur Tanzplattform Deutschland in Essen: 14.—18.03.2018 Das Programm & weitere Vorhaben werden im Dezember 2017 unter www.tanzplattform2018.de veröffentlicht. Förderer: Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nord rhein-Westfalen, Stadt Essen, Regional verband Ruhr, Kulturstiftung Essen, Gut für Essen — Stiftung der Sparkasse Essen Kooperationspartner: Stiftung Zollverein, Theater und Philharmonie Essen, Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, Folkwang Universität der Künste, Kultur Ruhr GmbH Medien- und Kulturpartner: coolibri, K.West — Magazin für Kunst, Kultur, Gesellschaft, tanz — Zeitschrift für Ballett, Tanz und Performance, WDR 3 Veranstalter:

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