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September 2017 - coolibri Dortmund

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DORTMUND B O R S I G P L

DORTMUND B O R S I G P L A T Z DIY – Do it Yourself. Das ist Punk, das ist alternativ, das ist cool. Es ist der Geist aus dem die Idee des Craft-Bieres geboren wurde. Der Dortmunder Ferdinand Laudage hat diesen Spirit in einem Buch eingefangen. „Craft Bier - Einfach selber brauen“. Ferdinand Laudage ist Bierexperte. Er braut selbst und zeigt auch anderen, wie es geht. Foto:Dominic Krause aus „Craft-Bier einfach selber brauen“, Verlag E. Ulmer Anleitung zum Hausgebräu 22 In den USA hat es angefangen. Riesige Brauereien produzierten immer mehr immer gleiches Bier. Monopolistisch, massenkompatibel, medioker. Mittelmäßige Plörre für alle. Doch die Craft- Beer-Bewegung gab nicht auf, Bier-Idealisten brauten auf. Kleine Mengen, schicke Etiketten, eigene Geschmäcker, das Indie-Bier wurde cool. Längst ist die Bewegung weltweit aktiv, auch der zwischenzeitig ebenfalls eingeschlafene deutsche Markt entkam ihr nicht. Denn auch hier war die Welt der vielen kleineren, individuellen Brauereien, vor allem in Bayern und im Ruhrgebiet, längst nicht mehr in Ordnung. Doch inzwischen ist die Bierwelt im Ruhrgebiet wieder wunderbar in Bewegung, Bergmann in Dortmund, Mücke in Essen, Pottbrew in Oberhausen, Biermuda und die Trinkhalle in Bochum – nur um einige wenige Protagonisten zu nennen. Und in der Trinkhalle in Bochum, Hot Spot der gastronomisch-kulinarischen Verkostung, arbeitet Ferdinand Laudage am Tresen. Der gelernte Journalist und Diplom-Biersommelier kann jede Frage zum Bier beantworten, hilft beim Ausbau der Trink- und Geschmackskultur. Kein Wunder also, dass der 34-jährige Borusse mit dem Bierwissen seine Berufung zum Beruf macht. Seminare, Kurse, Verkostungen sind das eine, die bietet er über seine Bieragentur (Sitz am Borsigplatz) an. Zudem hat er nun ein Buch geschrieben, eine erste kleine Bibel für den den Hausgebrau. Bier zu brauen ist kein Hexenwerk Es ist ein Buch für Anfänger, für Einsteiger, für Doofe. Lässig und ohne viel Geschwurbel erklärt „Ferdi“, wie man eigenes Bier macht. „Ich möchte den Menschen zeigen, dass es kein Hexenwerk ist, ein einfaches Bier zu brauen“ sagt er dazu. Er schreibt einfach hin (für einen studierten Germanisten ist einfach ja eigentlich nicht so einfach), was man braucht, was das kostet, wo man besser ein paar Groschen investiert, wie hoch der Zeitaufwand ist und wo der Spaß liegt. Einfach, ehrlich, selbst erlebt (er braut seit 2013) und direkt. Der Leser lernt, dass das eigene Bier schon für rund 200 bis 250 Euro Erstanschaffungskosten zu haben ist und dass er mit einem einfachen Brief den Zoll besänftigen kann. Das Buch ist dabei schick und praktisch gebunden, schön und nützlich illustriert, nicht zu teuer – und sogar abwaschbar. Schnell kann ein jeder damit sein eigenes Pale Ale herstellen, was allein schon dadurch bewiesen ist, dass das Werk auf den Anleitungen beruht, die der Brauer Laudage für seine sehr erfolgreichen Seminare verwendet hat. Eine von Herzen kommende Anleitung, um Freunden und Verwandten eine Freude zu machen und den Bier-DIY-Virus weiter zu verbreiten. Mache das Ruhrgebiet als Biergebiet wieder groß. Tom Thelen Ferdinand Laudage: „Craftbier einfach selber brauen“, Eugen Ulmer Verlag, 15,90 Euro.

DORTMUND W E S T F A L E N H A L L E N S T A D T G E B I E T Kleidung und Acessoires können nicht nur chic, sondern auch fair sein. Faire Messe Nachhaltigkeit ist hip. Bio-Lebensmittel, fair gehandelte Shirts und Elektromobilität sind längst nicht mehr den Weltverbesserern aus der Öko- Ecke vorbehalten. Sie sind ein Markt, der immer mehr und vor allem junge Leute anzieht. Den möchte auch die Messe Fair Friends vom 7. bis zum 10. September in den Westfalenhallen bedienen. Kleidung, Genuss und Mobilität stehen dabei im Fokus. Design-Studenten der Uni Paderborn zeigen auf dem Laufsteg, dass Mode auch bewusst sein kann, Slow Food Dortmund setzt in seiner Geschmacks-Schule auf ein sinnliches Erlebnis und die Agentur Ruhrgebiet dmc stellt ihre Pläne vor, den Pott zum Motor der Elektromobilität zu machen – Testfahrten vom E-Rad bis -Rennwagen inklusive. Neugierige sind täglich von 10 bis 18 Uhr willkommen. ds fair-friends.de Foto: Andreas Weber BVB-Fans zahlen dem Verein zuliebe auch gerne fünf Cent mehr. Echte Liebe Echte Fans tragen ihren Verein nicht nur im Herzen, sie sind ihm auch im Alltag treu. Sogar beim Einkaufen zählt echte Liebe mehr als der Preis. Borussen-Anhänger kaufen gerne, wenn sie am Ende neun Cent ausgeben müssen, Fans der Königsblauen zücken das Börse dagegen bei vier Cent am Ende. Das hat zumindest Dr. Sören Köcher von der TU Dortmund beobachtet. Gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Markus Husemann-Kopetzky von der Uni Paderborn hat er 214 Getreue befragt und das Ergebnis war eindeutig. Nicht nur bei Vereinsdevotionalien, auch im Restaurant oder am Waffelstand hatte der Betrag hinter dem Komma entscheidenden Einfluss auf den Kauf. Die Wissenschaftler haben dafür eine einfache Erklärung: „Durch Preis-Endungen lassen sich unterbewusst positive oder negative Assoziationen wecken, die sich auf die Produkte übertragen.“ ds Foto: Esther Schönfeld Foto:Oliver Schaper/TU Dortmund Karlsbader Straße 1a | 44225 Dortmund | 0231 71 00-111 | www.cielo-restaurant.de | Di-Sa ab 18:00 Uhr

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