Events, Trends und Reportagen für die Rhein-Ruhr-Region
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September 2017 - coolibri Dortmund

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DORTMUND D O R T M U N D

DORTMUND D O R T M U N D In Dortmund unterwegs: Stadtschreiberin Melanie Huber Die Stadtschreiberin Foto: Simona Bednarek Im Mittelalter gab es die Position des Stadtschreibers. In Anlehnung an diese Tradition ist das Projekt „Stadt.Land.Text“ entstanden. Von Juli bis Oktober 2017 sind zehn AutorInnen aus der Republik in NRW unterwegs und halten ihre Erlebnisse und Eindrücke schriftlich fest. Melanie Huber aus Kiel ist eine von ihnen und berichtet aus Dortmund. Im Gespräch mit Tossia Corman erzählt sie, wie es läuft. Welchen Eindruck hast du von Dortmund und dem Pott? Der Pott scheint mir ein bodenständiges, schwarzhumoriges, liebenswertes Fleckchen Deutschland zu sein. Was waren deine Vorstellungen, vielleicht auch Vorurteile? Meine Vorstellungen vom Ruhrgebiet waren vor allem durch andere geprägt. Da hieß es: Der Pott sei hässlich, dreckig und nicht gerade künstlerisch oder intellektuell aufgestellt. Hat sich natürlich als Quatsch erwiesen. Wie eigentlich jedes Städtevorurteil – so etwas hält sich aber in der Regel hartnäckig. Wenn ich erzähle, dass ich in Hannover gelebt habe und ich es da sehr schön fand, wird mir diese Erfahrung sofort abgesprochen. Über Saarbrücken will mit mir auch niemand ernsthaft reden – nur Kiel, das geht. Da gibbet ja Meer. Dass Kiel jetzt auch nicht die schönste unter den deutschen Städten ist, ist dann relativ egal. Was wurde bestätigt, wo wurdest du vielleicht überrascht? Auf die Kunst- und Kulturszene habe ich mich im Vorfeld gefreut – und wurde bislang nicht enttäuscht. Ich fiebere der Ruhrtriennale entgegen. Überrascht: Der Pott ist viel grüner als ich dachte (und ich hatte schon relativ grüne Vorstellungen). Die Menschen, die ich bislang getroffen habe, waren alle unglaublich nett, sympathisch und lustig. Ich mag diesen trocken-sarkastischen Humor, der hier anscheinend vorherrscht. Das ist genau mein Ding. Und Die Gastfreundlichkeit finde ich super! Wenn ich ausgehe, bin ich nie lange alleine. Das ist wohl eine positive Reaktion auf mich. 20 Warum ist die Region spannend für dich? Das Ruhrgebiet wird nach außen hin als eine Metropole beworben. Man sei vielen großen Städten ganz nah. Das stimmt – in gewisser Hinsicht. Man lebt hier mit sehr vielen Menschen auf relativ kleinem Raum zusammen, aber trotzdem macht jede Stadt und jeder Ort sein eigenes Ding. Dieser selbstbewusste Eigensinn – das finde ich extrem spannend. Nach welchen Kriterien suchst du aus, worüber du schreibst? Ich suche gezielt nach öffentlichen, urbanen Orten, die viel frequentiert werden im Alltag. Haltestellen, Cafés, Museen, Parks, Parkplätze, rote Ampeln, Trinkhallen, Imbissbuden – oder aktuell: die Cranger Kirmes. Da, wo sich die meisten freiwillig oder unfreiwillig aufhalten (viele müssen ja arbeiten – das finde ich auch immer spannend). Auch möchte ich das grüne Ruhrgebiet kennenlernen, schauen, wie man an Ruhr und Emscher so lebt. Geplant habe ich auch eine Haldentour. Worin besteht für dich das Abenteuer? „Leben heißt, von einem Raum zum anderen gehen“ – Das steht in einem der Bücher des französischen Schriftstellers Georges Perec. Ich find es schon abenteuerlich, morgens aus dem Haus zu gehen. Insofern habe ich ein abenteuerliches Leben – vorausgesetzt, ich wechsle auch regelmäßig die Räume. Hast du eine Lieblingsepisode? Was war die überraschendste, lustigste, abgedrehteste Situation bis jetzt? Mit gefühlt 40 Männern und sieben Frauen im Reisebus die Drehorte von „Bang Boom Bang“ abfahren. Ich finde den Film ja auch ganz gut, aber dass er so ein Kult im Pott ist, das verstehe ich nicht. Wobei ich es dann wieder ultrakomisch fand, als wir auf einer echt abgerockten Brachfläche irgendwo in Unna standen und der Tourleiter von „Bang Boom Bang – Die Tour“ meinte, das sei einmal der Sportplatz gewesen, der im Film vorkäme und alle so: „Uh, klasse.“ und: „Da muss Til Schweiger entlang gejockelt sein.“ Ja nee, is klar. Die Beiträge sind zu lesen auf stadt.land.text.de „Der Pott ist viel grüner, als ich dachte!“

DORTMUND R U H R G E B I E T R U H R G E B I E T Partys und Musik machen die Nacht zum Tag. Für Nachtschwärmer Nachtfrequenz – Die Nacht der Jugendkultur wächst. Dieses Jahr findet sie zum achten Mal statt und es nehmen so viele Orte und Initiativen teil wie nie zuvor – 78 Städte und Gemeinden in ganz NRW stemmen zusammen rund 170 Veranstaltungen. In Bochum bringt das Musikbüro unter dem Motto „Dorette kann heute nicht…“ junge Bands wie Youth In Retrospect in die neu eröffnete Rotunde. In Dortmund sucht das temporäre „Living Room“ im Dortmunder U noch Auftretende und der Vorplatz wird zur „Startrampe“ für Skateboarder, Balance Boarder, Menschenkicker und Tänzer. Im JFS-Schüren treten außerdem fünf Bands beim Schüler- und Jugendband-Contest an und im Jugend- und Kulturcafé JKC gibt es einen Sketchbattle – also einen Wettbewerb der zeichnerischen Entwürfe. Mitmachen ist also an vielen Stellen erwünscht! fkü Infos: nachtfrequenz.de Foto: Gerd Dubiel Der Deilbachhammer in Essen. Gebaute Geschichte Denkmäler sind steinerne Zeugen vergangener Epochen. Manchmal schlummern sie im Verborgenen, manchmal weisen die braunen Autobahnschilder Neugierigen den Weg. Manche Türen öffnen sich nur einmal im Jahr zum Tag des offenen Denkmals. Der 10. September steht diesmal unter dem Motto „Macht und Pracht“. Die zeigt sich nicht nur an Schlössern und Kirchen, auch an den Industriedenkmälern ist das Streben nach Größe nicht spurlos vorbeigegangen. „Bei der Architektur der Industrialisierung lässt sich wunderbar das Selbstbewusstsein der Bauherren erkennen“, erklärt Carolin Kolhoff von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Ein Ziel des Tages ist es, diese versteckten Bedeutungen hervorzuheben. Der Besucher erfährt und sieht Dinge, die er sonst nicht entdecken könnte.“ . pt Weitere Infos: tag-des-offenen-denkmals.de Foto: Ruhr Museum Foto: Jim Rakete Axel Prahl & sein Inselorchester 06.10.2017 Theater Marl (Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Theater der Stadt Marl.) Foto: Robert Grischek präsentiert: Rudelsingen 21.09.2017 KAUE, Gelsenkirchen Foto: Guido Schröder Vorbeikommen und mitsingen! Jürgen B. Hausmann 19.10.2017 Theater Marl (Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Theater der Stadt Marl.) Foto: Boris Breuer Foto: Thorsten Jander Foto: Sebastian Niehoff Bodo Wartke 25.09.2017 Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen Die Geschichte des deutschen Schlagers Mary Roos & Wolfgang Trepper 05.11.2017 Emscher-Lippe-Halle, Gelsenkirchen Foto: Danny Frede René Steinberg 30.09.2017 KAUE, Gelsenkirchen Foto: Charlie Spieker Klaus Lage & Gute Gesellschaft 07.11.2017 KAUE, Gelsenkirchen Foto: Robert Recker STOPPOK Solo mit GAST 16.11.2017 Christuskirche Bochum Paul Panzer 25.11.2017 Emscher-Lippe-Halle, Gelsenkirchen Johann König 01.12.2017 Emscher-Lippe-Halle, Gelsenkirchen Michael Mittermeier 15.12.2017 Hans-Sachs-Haus, Gelsenkirchen Karten erhalten Sie an allen bekannten Vorverkaufsstellen! emschertainment GmbH, Ebertstraße 30, 45879 Gelsenkirchen Ein Unternehmen der Stadtwerke Gelsenkirchen GmbH www.emschertainment.de Weiterer Termin: 14.12.2017 Theater Marl

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