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September 2016 - coolibri Ruhrgebiet

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T H E A T E R

T H E A T E R Spielzeitübersicht Aktuelle gesellschaftspolitische Themen durchziehen das Programm an den Theatern: Geschichten über Flucht, Heimat, Extremismus. Daneben buhlen für die Bühne aufbereitete Bestsellerromane um die Gunst des Publikums. „Mephisto“ nach dem Roman von Klaus Mann am Bochumer Schauspielhaus Foto: Thomas Aurin In Bochum, Oberhausen und Hagen heißt es Abschied nehmen von Intendanz und Ensemblemitgliedern. Bevor Bochums Theaterchef Anselm Weber nach Frankfurt geht, gibt es noch eine stattliche Anzahl an Neuproduktionen. Zunächst Dostojewskis „Verbrechen und Strafe“, gefolgt von Laura Neumanns „Manchmal hat die Liebe regiert…“. Das Musical „Weekend im Paradies“ will an den Erfolg von „Monty Python’s Spamalot“ anknüpfen. Mit Molière und Kafka bleibt das Programm auf Zuschauerfang, am Jahresende geht es um die Auswirkungen von Kapitalismus und Extremismus in „Die Unsichtbare Hand / Am Boden“. Politische Themen in Oberhausen Politische Themen dominieren den Oberhausener Musentempel. Kurz vor der Sommerpause faszinierte das Gastspiel „Imitation of Life“ mit einer schonungslosen Analyse der Lebenssituation ungarischer Roma. Der scheidende Theaterchef Peter Carp eröffnet mit der Uraufführung von „GB 84“ vom Bestsellerautor David Peace. Der auf historischen Ereignissen im England der 80er Jahre beruhende Politthriller beschreibt einen eskalierenden Bergarbeiterstreik. Von einer Abschiebung einer Minderjährigen erzählt das Stück „Deportation Cast“, für das Autor Björn Bicker den Deutschen Jugendtheaterpreis erhielt. Aktuelle Bezüge finden sich in „Neue Heimat“ und „Kriegerin“, inhaltlich flankiert von Workshops und Schauspielclubs der Bürgerbühne, die zuletzt mit Jan Tellers Existenzdrama „Nichts. Was im Leben wichtig ist“ beeindruckte. Dramen in Hagen Die Dramen am Theater Hagen spielen sich leider nicht nur auf der Bühne ab. Nach jahrelangem Kürzungsmarathon ist die Situation eskaliert, wie der Schriftverkehr auf der Website („Klartext“) bezeugt. Der Verein „art but fair“ meldet sich dort ebenfalls zu Wort: „Kultur ist ein Wirtschaftsfaktor und bringt mehr Geld in die Kassen als deren Investitionssumme!“. Intendant Norbert Hilchenbach und GMD Florian Ludwig planen ihre letzte Spielzeit und nach hochgelobten modernen Opern startet das Team zunächst mit Traditionstiteln wie „Die Hochzeit des Figaro“ und „Die Csárdásfürstin“, bis dann der Jugendtheaterdauerbrenner „Tschick“ seine Uraufführung als Road-Opera feiert. Die Tanzsparte beschäftigt sich mit den „Vier Jahreszeiten“, im Schauspiel sorgen die „Blues Brothers“ als Rhythm-&-Blues-Musicalshow für Ablenkung vor grassierenden Existenzsorgen. BOCHUM 16.9. Verbrechen und Strafe von Fjodor M. Dostojewski (R: Jan Klata), Schauspielhaus 18.9. Manchmal hat die Liebe regiert und manchmal einfach niemand von Laura Naumann (R: Jan Gehler), Kammerspiele 46 Premieren im September 24.9. Weekend im Paradies von Franz Arnold, Ernst Bach (R: Christian Brey), Schauspielhaus CASTROP-RAUXEL 9.6. Beat-Club von Tankred Schleinschock (ML: Tankred Schleinschock), WLT DORTMUND 8.9. Infinity von Charles Way (R: Andrea Kramer), Kinder/Jugendt. 16.9. La Révolution #1 – Wir schaffen das schon von Joël Pommerat (R: Ed. Hauswirth), Schauspielhaus 17.9. Faust (Margarethe) von Charles Gounod (R: John Fulljames), Opernhaus 18.9. Bei einem Tee à deux, Operettengala (ML: Philipp Armbruster), Opernhaus 18.9. Kasimir und Karoline von Ödön von Horváth (R: Gordon Kämmerer), Megastore 23.9. Die Simulanten von Philippe Heule (R: Claudia Bauer), Megastore 30.9. Rico, Oskar und die Tieferschatten von Andreas Steinhöfel (R: Antje Siebers),Kinder/Jugendt. DUISBURG 17.9. Mädchen wie die von Evan Placey (R: Katharina Böhrke), Foy-

T H E A T E R Starker Start in Dortmund Frankreichs Erfolgsautor Joël Pommerat ist in Dortmund gleich mit zwei Stücken vertreten („La Revolution #1“, „Die Wiedervereinigung der beiden Koreas“) und diverse Künstlerkollektive mischen mit: CORRECT!V recherchiert zu aktuellen Bürgerthemen, das Peng! Collective schickt Geheimmitarbeiter raus, Laokoon zeigt ein philippinisches Passionsspiel. Am Jahresende ist die Wiedereröffnung des umgebauten Schauspielhauses mit Bertolt Brechts „Furcht und Elend des dritten Reiches“. Im Opernhaus erklingt Charles Gounods „Faust“, gefolgt von Webbers „Sunset Boulevard“ und Mozarts „Zauberflöte“. Das Musiktheater im Revier punktet mit dem Opernthriller „The Turn oft he Screw“, dem Mammutwerk „Tristan und Isolde“ und um die aufrüttelnde Geschichte einer Auschwitz-Überlebenden geht es in „Die Passagierin“. Die zweifach mit dem Faust-Preis geehrte Ballettchefin Bridget Breiner verantwortet eine Handvoll neuer Choreografien am Gelsenkirchener Haus. Romanvorlagen am WLT Ins Krimi-Genre begibt sich das Westfälische Landestheater mit einer Dramatisierung von Sebastian Fitzeks „Passagier 23“. Der mysteriöse Mordfall dürfte eine große Fangemeinde nach Castrop-Rauxel locken. „Maria, ihm schmeckt’s nicht“, eine Hommage an die deutsch-italienische Freundschaft, ist die nächste Bühnenadaption eines Romans. Das Klassenzimmerstück „Malala“ wiederum erzählt das Schicksal der gleichnamigen Friedensnobelpreisträgerin aus Pakistan, die bereits als Kind in einem Blog über die Gewalttaten der Taliban geschrieben hat. Mülheim und Moers warten mit modernen Klassikern auf : Büchners „Leonce und Lena“, Slawomir Mrozeks „Polizei“ und Dürrenmatts „Physiker“ sind in dem von Roberto Ciulli geleiteten Theater zu erwarten. Das Schlosstheater Moers eröffnet Intendant Ulrich Greb mit Ibsens „Hedda Gabler“. Wagner in Essen Shakespeares „Othello“ liefert die Motive für „Das Prinzip Jago“ am Essener Schauspiel in der Regie von Volker Lösch. In der Casa erhalten drei israelische Frauen das Wort („Ichglaubeaneineneinzigengott“) und es folgt „Parzival“ nach Richard Wagner mit einer Livemusik-Installation des Trompeters John-Dennis Renken. Aus dem Aalto-Musiktheater erklingen anspruchsvolle Titel: „Norma“ und „Lohengrin“, das Ballett widmet sich zunächst „Don Quichotte“. Die „Duisburger Akzente“ im März 2017 widmen sich dem Thema „Umbrüche“ und das dazugehörige Theatertreffen kann bereits mit Michael Thalheimers „Penthesilea“ aufwarten. Kleists „Michael Kohlhaas“ stimmt seinen Rachefeldzug an, während der Jugendclub sich mit dem Gegenwartsstück „Mädchen wie die“ befasst. Ambitioniertes Programm auch am Theater Duisburg. Ariane Schön er, Theater Duisburg 23.9. Tanzen für ein besseres Leben – Exile (Ch: Royston Maldoom), Theater Duisburg GELSENKIRCHEN 10.9. The Turn of the Screw von Benjamin Britten (R: Rahel Thiel), Musiktheater im Revier MÜLHEIM 15.9. Leonce und Lena von Georg Büchner (R: Philipp Preuss), Theater an der Ruhr MOERS 8.9. Hedda Gabler von Henrik Ibsen (R: Ulrich Greb), Schlosstheater OBERHAUSEN 17.9. Die unendliche Geschichte von Michael Ende (R: Michael Schachermaier), Theater Oberhausen 30.9. Deportation Cast von Björn Bicker (R: Christopher-Fares Köhler), Theater Oberhausen

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