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Rund ums Bermudadreieck

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M U S I K Z E N T R U M

M U S I K Z E N T R U M U r b a n v e r a n k e r t Die Kirche St. Marien und der Neubau Foto:Yuriy Ogarkov 16

M U S I K Z E N T R U M Am 28. Oktober um Punkt 20 Uhr wird im großen Saal des Anneliese Brost Musikforums Ruhr offiziell die Musik die Oberhand übernehmen – dort, wo momentan noch Baustellenlärm vorherrscht, sind dann die Bochumer Symphoniker angekommen – im Herzen der Stadt. In der neu renovierten Kirche St. Marien hängt sie schon bereit: eine der größten Kirchenglocken der Region aus viereinhalb Tonnen Bochumer Stahl, gegossen 1957, in der Glanzzeit der Schwerindustrie. Sie wird beim Eröffnungskonzert des Anneliese Brost Musikforums Ruhr am 28. Oktober das erste Mal zur Pause schlagen. Und man stellt sich vor, wie dann nicht nur die Konzertbesucher im großen Saal aufhorchen, sondern der Schall bis ins Bermudadreieck getragen werden könnte. „Einen Prozess anstoßen, der die Entwicklung des Musikforums zu einem lebendendigen urbanen Organismus begleitet.“ Dort, wo nur einige hundert Meter entfernt, Nachtschwärmer und Partygänger neugierig werden und in Richtung des von Martin Bez und Thorsten Kock entworfenen Musikzentrums blicken. Bereits in den 1960er Jahren wurde der Bau eines Konzerthauses erwogen. Doch erst anno 2016 dürfen die Bochumer Symphoniker an einem Ort heimisch werden – fast 100 Jahre nach ihrer Gründung. Daher war bereits im April 2016 bei der Programmvorstellung die Vorfreude groß, auch wenn zu diesem Zeitpunkt noch von einer lebendigen Baustelle gesprochen werden musste. Aber trotz Lärm und Zeitdruck war „das Ergebnis greifbar in Form der Kunst“, so Stadtdirektor Michael Townsend. Und für Intendant Steven Sloane war dieser Moment ein „historischer Tag in der Entwicklung unseres Musikforums“.Wenn der Gong im Oktober dann einsetzt, werden 15 Jahre Arbeit hinter und ambitionierte Ziele vor den Initiatoren des heutigen Musikforums liegen: Denn das Haus soll sowohl eine Heimat für die Bochumer Symphoniker als auch ein Magnet für die Region werden. „Mit dem Konzertprogramm der Eröffnungssaison wollen wir eine Richtung weisen, einen Prozess anstoßen, der die Entwicklung des Musikforums zu einem lebendendigen urbanen Organismus begleitet“, so Sloane. Das soll mit einer flexiblen Programmstruktur, jungen Formaten und zahlreichen Kooperationen gelingen – und natürlich mit dem neuen zentralen Standort. Denn umarmt von Bermuda3Eck und ViktoriaQuartier habe das Orchester endlich den Platz, wo es hingehört: im „Herzen der Stadt“, wie Christiane Peters von den Bochumer Symphonikern betont. Damit bleiben die ‚BoSys‘, die 1919 als das „Städtische Orchester Bochum“ ihr erstes Konzert gaben, ihrer ureigenen Tradition treu: mit der Stadt und seinen Bewohnern verankert sein, wie es mit dem Berufspendeln zwischen dem Audimax der Ruhr-Universität, Jahrhunderthalle und dem Schauspielhaus, aber auch mit dem jährlichen Open-Air- Konzert im Bermudadreieck und den Stadtteilkonzerten aktiv gelebt wurde. Und auch das Musikforum will mehr als nur Herberge sein. Mit einem entscheidenden Vorteil: „Der neue Raum gibt uns jetzt die Möglichkeit, das Programm selbst zu bestimmen“, so Peters. Mit dem neu gewonnen festen Ort geht der Wunsch einher, dass sich die neue Spielstätte und die direkte Umgebung gegenseitig positiv beeinflussen. Auf der einen Seite will das Konzerthaus neue Zielgruppen für sinfonische Musik begeistern. Mit einem aus dem Theater bekannten Last-Minute-Ticket für alle unter 30, oder durch Formate wie dem BoSy-Salson und der BoSy-Lounge können neue ungezwungene Begegnungsräume entstehen. Gleichzeitig will das Konzerthaus auch dem Bermudadreieck ein Publikum verschaffen, das dort nicht so häufig anzutreffen ist. „Viele kennen sinfonische Musik aus Werbung, Kinofilmen oder Videospielen und sind sich darüber gar nicht bewusst.“ Das Ziel, ein kultureller Ankerplatz sowohl für die direkte Nachbarschaft als auch für der Region sein zu wollen, spiegelt sich zudem in den Kooperationen wider. So besteht unter anderem eine Zusammenarbeit mit dem Chorwerk Ruhr, dem Klavierfestival Ruhr, sowie mit dem Theater Rottstraße5, der Literarischen Gesellschaft Bochum e.V, und der Zeche Bochum. Des Weiteren soll es einen engen Austausch mit der Musikschule Bochum geben. Damit das Musikforum ein „Symbol für alle jungen Leute“ wird, so Michael Townsend. Einfach „den Schritt ins Konzerthaus wagen“, das wünscht sich Peters, insbesondere für all jene, die sich bisher wenig mit sinfonischer Musik auseinandergesetzt haben. Sie erinnert aber daran: „Viele kennen sinfonische Musik aus Werbung, Kinofilmen oder Videospielen und sind sich darüber gar nicht bewusst.“ Mit Reihen wie den „Symphonic Selections: Video Game Music in Concert“ soll für Abhilfe gesorgt werden. Stefanie Roenneke Eröffnung: 27.10. Preview, 28.10. Eröffnungskonzert, 29.10. Konzertinsel 1, 30.10. Konzertinsel 2; Annelesie Brost Musikforum; bochumer-symphoniker.de Ausgesuchte Marken wie LeaLeks, Ray Ban, Reiz, Andy Wolf, Götti ... Fassungen von lokalen Designern und ein sehr persönlicher Service. Spezialistin für Gleitsichtbrillen und Kontaktlinsen. Weil gutes Sehen Ehrensache ist. Mo. 11.00 - 19.00 Uhr Di. - Fr. 10.00 - 19.00 Uhr Sa. 10.00 - 14.00 Uhr und nach Vereinbarung Alte Hattinger Str. 28 - 30 44789 Bochum Ehrenfeld T. 0234 . 32 52 44 27 www.fraufeller.de 17

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