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Oktober 2017 - coolibri Recklinghausen, Gelsenkirchen, Herne

SZENE H E R N E R E C K

SZENE H E R N E R E C K L I N G H A U S E N Daniela Schönemann: Wild Foto: DAniela Schönemann, Kuboshow Recklinghausen leuchtet. Foto: Lina Niermann Frische Eindrücke Genug von alten Meistern, wuchtigen Goldrahmen und verstaubten Museen? Dann auf zu den Flottmannhallen in Herne. Dort versammelt die KU- BOSHOW Kunstmesse seit über zwei Jahrzehnten alljährlich die internationalen Sahnestücke der jungen Kunstszene. Dabei ist die Messe weit weg von elitärem Gehabe. Sich online bewerben und seine Werke einreichen kann nämlich jeder. In den Hallen ausgestellt werden dann Bilder und Skulpturen von etwa 100 Künstlern. Noch ein freies Fleckchen über dem Küchentisch? Im Gegensatz zu den großen Auktionen ist die hier angebotene Kunst auch für Normalverdiener erschwinglich. Die Preisspanne liegt bei etwa 75 bis 4 000 Euro. Wer vorab einen Blick auf die Arbeiten werfen möchte, kann in dem Messe-Katalog auf der Website blättern. KUBOSHOW: 14/15.10. Flottmannhallen, Herne; kuboshow.de Lichtmalereien Über der Altstadt von Recklinghausen werden alljährlich die Farbtöpfe ausgeleert. Durch die installierte Lichttechnik erstrahlen die historischen Gemäuer ab dem 20. Oktober in allen Schattierungen des Regenbogens. Insgesamt 50 illuminierte Gebäude sind bei Recklinghausen leuchtet zu bestaunen. Es werden aber nicht nur Farbakzente gesetzt, spezielle Projektoren malen auch bewegte und unbewegte Bilder an die Wände. Rund um das Lichtspektakel gibt es Musik, Tanz und einen Charity-Lauf. Am 5. 11. flackert die Stadt schließlich noch ein letztes Mal auf, denn dann steigt das knallbunte Abschlussfeuerwerk. Danach legt sich die Dunkelheit über Recklinghausen und der Ort erlischt bis zum nächsten Jahr. Recklinghausen leuchtet: 20.10.-5.11., Innenstadt Recklinghausen; re-leuchtet.de W E S T F A L E N D O R T M U N D Autoren stellen ihre Lieblingsorte vor Lesung über Lieblingsplätze Ein Café, in das man sich bei herbstlichem Schmuddelwetter zurückzieht, um einen heißen Kakao zu trinken, eine Parkbank am Kanal, auf der einem die warme Morgenbrise entgegenweht oder eine stille Ecke im Garten, in der man zur Ruhe kommt, während draußen das Leben wütet. Jeder kennt Orte, die er immer wieder aufsucht, weil irgendetwas an ihnen gut tut oder zu Herzen geht. Was ist dein persönlicher Lieblingsort? Das wurden Autoren aus Westfalen gefragt. Herausgekommen ist das Buch „Schön hier! Lieblingsplätze & Herzensorte in Westfalen“. Die Autoren haben nicht nur Gedichte und Geschichten, sondern auch Fotos ihrer liebsten Fleckchen beigesteuert. Lesung: 26.10. (19.30 Uhr), Stadt- und Landesbibliothek, Dortmund. bibliothek.dortmund.de 24 Foto: Pressefoto Ksenija Sidorova Junge Wilde coolibri präsentiert Mit der Reihe „Junge Wilde“ präsentiert das Konzerthaus Dortmund junge klassische Musiker, die auf neuen Wegen wandeln und die Methoden der älteren Generationen kritisch hinterfragen. Eine Akkordeonistin als Frontfrau ist wohl auch nicht der Regelfall: Ksenija Sidorova, 1988 in Riga geboren, liefert maßgeschneiderte Arrangements der „Carmen“ und kitzelt aus ihrem Handzuginstrument dabei Flamenco-Rhythmen, Gypsy-Jazz und romantische Balladen. Vor dem Konzert am 17. Oktober führt Ulrich Schardt in das Konzept der Jungen Wilden ein. Nach dem Klassikerlebnis steht die international ausgezeichnete Musikerin Sidorova für Gespräche und Fragen zur Verfügung. Ksenija Sidorova: 17.10., Konzerthaus Dortmund; konzerthaus-dortmund.de; coolibri verlost 2x2 Karten auf coolibri.de Foto: Gavin Evans

SZENE E S S E N E S S E N coolibri präsentiert Klarinettist Jörg Widmann kommt zum Now!-Festival. Grenzgänger Sein gewohntes Terrain verlassen, um neue Inspirationen zu erhalten, das tun viele Künstler. Sie übertreten Grenzen, mischen das Eigene mit dem Fremden und kreieren daraus etwas noch nie Dagewesenes. Die Philharmonie Essen hat diesen Grenzgängern jetzt eine Ausgabe des Now!-Festivals gewidmet. Im Zentrum stehen Musiker des 21. Jahrhunderts wie Michel van der Aa oder Jörg Widmann. Sie bewegen sich im Grenzbereich von klassischer Komposition und Jazzimprovisation oder überwinden Gattungsgrenzen, indem sie Musik, Film und Tanz in ihrem Werk vereinigen. Im Oktober machen die Virtuosen die Stadt unsicher und fallen in die Folkwang Universität, die Philharmonie oder die Kokerei Zollverein ein. Es gibt auch Workshops und Symposien. Now!-Festival: ab 18.10., verschiedene Orte, Essen; philharmonie-essen.de E S S E N Silvie Felgueiras: Porträt C.A.R. auf Zollverein Moderne Kunst in alten Hallen: Zum bereits elften Mal ziehen Kunstinteressierte zur Herbstausgabe der C.A.R., der innovativen Kunstmesse der contemporary art ruhr. Am letzten Oktoberwochenende präsentieren sich auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein neue und bekannte Talente zeitgenössischer Kunst. Vertreten sind dieses Jahr verstärkt die Kunstszenen aus Leipzg und Warschau. Bei der Kunstschau und Verkaufsmesse steht durch die open space-Gestaltung die Kommunikation zwischen Künstlern, Ausstellern und Besuchern im Fokus. Sonderausstellungen, eine Video- Lounge und ein Rahmenprogramm mit Aktionen und Workshops erweitern das Event zudem um den Performanceaspekt. Tipp: Am Samstag ist Super Saturday mit Kunstführungen, Special-Aktionen und Schnäppchenkauf. c.a.r.:27.-29.10., Zeche Zollverein, Essen; contemporaryartruhr.de Foto: Veranstalter Foto: Marco Borggreve Design-Gipfel-Macherinnen: Katherina Lindenblatt (l.) und Anna Zeh. Treffpunkt für Kreatives Katherina Lindenblatt (*1982) und Anna Zeh (*1978) sind die Gründerinnen des Kreativmarkts Design-Gipfel, der 2010 in Münster seinen Anfang nahm und mittlerweile auch im Ruhrgebiet stattfindet. Wie aus den Designstudentinnen Eventmanagerinnen wurden, hat Julia Hubernagel von Katherina erfahren. Was ist der Design-Gipfel? Der Design-Gipfel ist ein Markt für Besonderes und Kleinkunst und bietet kleinen Labels eine Plattform. Dabei ist er Designmarkt und Messe in einem. Wir hoffen, dass bei unseren Märkten auch vermehrt Ladenbesitzer mit den kleinen Ständen in Kontakt geraten. Wie hat alles angefangen? Anna und ich haben damals selbst Kunst verkauft: Ich ausgefallene Kuscheltiere und Anna Schmuck. Kreativmärkte gab es nur in großen Städten, in den kleineren sah es schlecht aus. Dann hatte ich ein sehr frustrierendes Erlebnis, als ich auf einer Kleinkunstmesse war und überall nur spießige Leute waren, die meine Sachen viel zu schräg fanden. Da hab ich Anna eine SMS geschickt: Wir müssen selbst etwas machen, nichts wie raus hier. Der erste Design-Gipfel fand 2010 mit etwa 20 Leuten statt. Wir hatten Glück, dass so was gerade gefragt war. 2011 hatten wir 80 Leute. Nach Dortmund und Essen sind wir 2012 gegangen, in Essen waren wir von 2012 bis 2014 und sind seit 2016 wieder da. Wir würden gerne mehr in kleineren Städten machen, aber mit unserer anderen Veranstaltung, dem Mädelsflohmarkt Kleiderwirbel, haben wir auch erstmal genug zu tun. Was ist das Besondere an dem Design-Gipfel? Es gibt viele Kunsthandwerkmärkte, aber das sind meistens Holz-Handwerker, die dort ihre Sachen anbieten und das hauptberuflich machen. Beim Design-Gipfel ist alles kreativer, da kommen auch Leute, die das nebenher machen. Alles ist jünger, lockerer. Und wir haben immer ein Rahmenprogramm mit Live-Musik und einem DJ. Wir wollen keine cleane Messe veranstalten, bei uns ist das eher ein Gesamterlebnis. Wie sieht der typische Design-Gipfel-Besucher aus? Den gibt’s gar nicht. Wir dachten erst, es würden hauptsächlich Hipster kommen. Das Publikum ist aber ganz gemischt, auch Rentner besuchen den Design-Gipfel. Was gefällt dir am meisten an deiner Arbeit? Ich organisiere und plane sehr gern. Und ich muss gestehen, ich mache auch gerne Buchhaltung. Das darf man ja eigentlich gar nicht sagen. Also gar nicht mehr das Kreative an sich, sondern wirklich die Planung. Das ist ganz verrückt, das hätte ich früher niemals gedacht. Design-Gipfel:14./15.10. Depot, Dortmund; 21./22. Zollverein, Essen 25 Ftoto: Julia Kuhnike

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