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Oktober 2017 - coolibri Düsseldorf und Wuppertal

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THEATER D Ü S S L D O R

THEATER D Ü S S L D O R F Wahnsinniges Zoë Dobrileit und Marika Rockstroh alias DOBSTROH Theater Marika Rockstroh und Zoë Dobrileit haben sich 2005 kennengelernt. Schon damals, als Schülerinnen, verband sie die Liebe zum Theater. Mitte dieses Jahres haben sie das Duo DOBSTROH gegründet. Was die beiden planen und welche Rolle Heinz Strunk für ihr erstes gemeinsames Stück spielt, verrieten sie Nadine Beneke im Interview. Foto: Jakob Wagner „Machen ist geil“, meint Rockstroh und wirft ihre Locken nach hinten. Man spürt den Elan, mit dem die Regisseurin und die Schauspielerin zu Werke gehen. In ihrer Inszenierung des Nikolai Gogol-Klassikers „Aufzeichnungen eines Wahnsinngen“ verknüpfen sie die Geschichte des Büro-Angestellten, der langsam den Verstand verliert, mit Heinz Strunks Titanic-Kolumne „Intimschatulle“. Um dessen Texte für das Stück nutzen zu dürfen, schrieb Dobrileit kurzerhand eine E-Mail an Strunk: „Er antwortete, von ihm aus sei es okay. Wir haben uns gefreut wie junge Hunde“, so die 26-Jährige. Beide Textvorlagen verbindet, so sind sich die Künstlerinnen sicher, eine „Würstchenhaftigkeit“ der Protagonisten. Während Gogols Poprischtschin in Tagebuchform schildert, wie gerne er zur Gesellschaft gehören würde, kokettiert Strunks Ich-Erzähler mit seiner Andersartigkeit. „Ein Anti-Held“, 50 meint Rockstroh. Die Geschichte des „liebenswerten Würstchens“, der mit der Außenwelt hadert und einfach nicht gesehen wird, spielt Dobrileit im Oktober solo in einem Kammerspiel in der Theaterfabrik. Das Publikum soll dabei die Möglichkeit bekommen, „mit ihm zu verzweifeln“, so die Schauspielerin. Kennengelernt haben sich die beiden Künstlerinnen, als Rockstroh mit zarten 17 Jahren eine Billy Idol-Hommage namens „Ready, Steady, Go“ im Düsseldorfer Theatermuseum inszenierte. Dobrileit wurde durch einen Flyer darauf aufmerksam, der um Schauspieler warb: „Da bin ich mal reingestiefelt“, erzählt sie. Die DOBSTROH- Freundschaft und -Zusammenarbeit begann. Mit kleinen Unterbrechungen. Ein zweites gemeinsames Stück scheiterte, „weil ich Hausarrest hatte“, erzählt die Schauspielerin lachend. In den folgenden Jahren probierte sie sich innerhalb Düsseldorfs aus, am tanzhaus NRW und am FFT. Rockstroh verschlug es zwischenzeitlich ins tiefste Bayern. An der Burghausener Athanor Akademie studierte sie Theater- und Filmregie. 2014 wurde sie Mutter einer kleinen Tochter. Als sich beide Künstlerinnen vor anderthalb Jahren vor dem Düsseldorfer KIT Café zufällig wiedertrafen, verstanden sie sich so gut wie eh und je. Im Juni dieses Jahres beschlossen sie, künstlerisch auch offiziell gemeinsame Wege zu gehen. Logisch, denn, wie Rockstroh sagt: „Wir brennen gleich viel.“ Bei Strunk ist das angekommen – und zwischen den Auftritten in der Theaterfabrik ist das Stück auch bei einem Theater-Festival in Kärnten zu sehen. Ein vielversprechender Anfang. Aufzeichnungen eines Wahnsinnigen: 14.,15.,26.+28.10. Theaterfabrik, Düsseldorf; dobstroh.com

THEATER N E U S S © Mordillo Foundation, all rights reserved, 2007 The Very Optimistic Pessimist 24. 9. 2017 – 7. 1. 2018 Halsbrecherisch: Compagnie Hervé Koubi Foto: Didier Philispart Global Player Tanzenthusiasten erwarten sehnsüchtig die Herbst- und Wintermonate. Deren Höhepunkte sind die Internationalen Tanzwochen in Neuss: Zwischen Oktober und März stehen sechs Gastspiele hochkarätiger Compagnien aus aller Welt auf dem Programm, darunter drei Deutschlandpremieren. Jahr für Jahr ausgebucht, Jahr für Jahr nimmt ein großer Teil des Publikums weite Wege in Kauf: Seitdem die Internationalen Tanzwochen 1983 ins Leben gerufen wurden (zur Eröffnung der frisch renovierten Stadthalle), hat sich die Reihe zu einer der profiliertesten ihrer Art entwickelt. Spitzenensembles aller Kontinente präsentieren aktuelle Produktionen aus dem Bereich des Modern Dance. Den Saison-Auftakt am 3. Oktober bestreiten Acosta Danza aus Kuba, die erst im letzten Jahr von Startänzer Carlos Acosta, dem „Étoile“ des Londoner Royal Ballett, gegründet wurden. Mit kubanischen und internationalen Arbeiten gibt die Truppe ihr Debüt in Deutschland; der Meister selbst tanzt u. a. in einer Choreographie von Sidi Larbi Cherkaoui. Nach zweijähriger Pause ist am 22. November wieder die algerische Compagnie Hervé Koubi zu Gast. Erstmals bringt sie hierzulande „Les nuits barbares ou les premiers matins du monde“ zur Aufführung, ein Stück über die mehr als 3000-jährige Geschichte des Mittelmeerraums. Ein Tanzwochen-Novize ist das National Dance Theatre of Wales, deren künstlerische Leiterin Caroline Finn gern mit internationalen Kollegen kooperiert. In Neuss kombiniert sie ihr eigenes „Folk“ mit Roy Assafs „Profundis“ und Lee Johnstons „Seek“ (1.12.). Die dritte Deutschlandpremiere begibt sich am 23. Januar: Das renommierte New Yorker Ballett Hispanico demonstriert die Vielfalt der Latinokulturen Europas und Amerikas. Gleichfalls aus NYC kommt am 17. Februar die legendäre Martha Graham Dance Company. Sie zeigt u. a. die nicht minder legendäre Arbeit „Chronicle“ – Grahams rigorose Verweigerung des Appells Adolf Hitlers, an der Eröffnungsfeier der Olympiade von 1936 mitzuwirken. Das Finale der Tanzwochen am 17. März bestreitet das berühmte Hong Kong Ballett: Unter der Direktion von Madeleine Onne entfaltet es sein Können in drei sehr konträren Choreographien. bk Internationale Tanzwochen Neuss: Oktober 2017 bis März 2018, Stadthalle Neuss; tanzwochen.de www.ludwiggalerie. de | www.ludwiggalerie.blogspot.de | Tel. 0208 41249 28 51

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