Events, Trends und Reportagen für die Rhein-Ruhr-Region
Aufrufe
vor 9 Monaten

Oktober 2017 - coolibri Düsseldorf und Wuppertal

  • Text
  • Wuppertal
  • Jazz
  • Dortmund
  • Musik
  • Festival
  • Krefeld
  • Bochum
  • Solingen
  • Lesung
  • Neuss

SZENE D Ü S S E L D O R

SZENE D Ü S S E L D O R F Mirosław Bałka im Museum Morsbroich „Bei meiner Arbeit geht es mehr um das, was man verbirgt, als um das, was man zeigt.“ – Bałka zählt zu den international bekanntesten polnischen Künstlern. In seiner Ausstellung Die Spuren wirft er mit minimalen Eingriffen und reduzierten Gesten existentielle Themen auf. Die gezeigten Skulpturen und Soundarbeiten überführen Bałkas persönliche Erfahrungen oder konkrete Historie in fundamentale menschliche Fragestellungen von Leben und Tod. Das Zeigen der Spuren, ihre Sichtbarkeit in den Werken sowie der Assoziationsraum, den sie eröffnen, bilden den Schlüssel für eine spannende Lektüre. 24. Sept. – 7. Jan., Museum Morsbroich, Leverkusen; www.museum-morsbroich.de Entscheidend ist das Nicht-Gezeigte: Pornotopia Foto: Das meschanische Auge Begehrenswert „Fragen. Keine Antworten“ kündigt die Kampagne zur neuen Spielzeit des FFT an. Einfach machen es sich die Theatermacher damit aber keinesfalls. Denn nach wie vor werden gesellschaftsrelevante Themen sorgsam aufgedröselt. Das Ziel: neue Ansätze zu finden, ohne dem Tunnelblick anheim zu fallen. 16 Genauso verhält es sich mit dem Stück „Pornotopia“ von Morgan Nardi. Geschlechterrollen spielen im Wirken des Choreografen und Tänzers eine große Rolle. Für das Bühnenwerk, das im Oktober in den FFT Kammerspielen zu sehen ist, hat er mit einem Team aus Kreativen monatelang recherchiert. „Wie eine Pandorra-Dose“ gestaltete sich das Thema, so Nardi. „Wenn man unfickbar ist, ist man unsichtbar“, beschreibt er den gesellschaftlichen Status Quo. Nackte Körper und sexuelle Handlungen seien immer verfügbar, auf verschiedensten Geräten. „Die Pornoindustrie zeigt alles, in jedem Detail“, so der Choreograf. Nacktheit ist im Stück deshalb nicht vorgesehen. Das bloße Zeigen soll durch das Geheimnis, das Begehren, oder wie Nardi es nennt, die „Schattenmomente“ ersetzt werden. Entstehen soll eine „Utopie des Sehens“. Wichtig ist dem Choreografen auch, dass keine Multimedia-Hilfen auf der Bühne zu finden sind. Der Zuschauer solle das Geschehen „realistisch konkret erfahren“, anhand der tanzenden Körper. Während in Pornos stets ein Darsteller den Part des Subjekts und der andere den des Objekts übernimmt, soll diese Rollenverteilung im Stück kritisch hinterfragt werden, auf einer respektvollen Basis. „Männlichkeit und Weiblichkeit sollen auf einer Stufe stehen“, so Nardi. Viele Theorien zu Körper und Geschlecht hat er gelesen, mit Fachleuten und Pornodarstellern gesprochen. In „Pornotopia“ wird er zusammen mit HipHop- Tänzer Lin Verleger, Annika B. Lewis und Mirko Filziani auf der Bühne stehen. Vor einer weißen Leinwand versuchen die Performer dann, die Vorstellung der Zuschauer anzukurbeln. Nicht mit Offensichtlichem, sondern indirekt, durch Schatten: „Das Nicht-Gezeigte ist das Wichtige“, sagt Nardi. Handlungsbedarf ist dringend notwendig, wissen die Kreativen. Sie haben herausgefunden: Rund 36 Prozent des Internets ist Pornografie. Mit Workshops geht Nardi deshalb auch in Schulen, um darüber aufzuklären, dass die gezeigte, zugängliche und anonyme Sexualität nicht der Praxis entsprechen muss - und soll. Nardis Mission: „Die Einsamkeit der digitalen Welt vernichten.“ NaB; Pornotopia: 18. (20 Uhr), 19.+20. (11 Uhr)+21.10. (20 Uhr), FFT Kammerspiele, Düsseldorf; fft-duesseldorf.de

SZENE N R W - W E I T coolibri präsentiert Seitenwechsel im Junges Schauspiel Kultur mit König Fußball Zeit, dass sich was dreht! König Fußball zeigt im Oktober, wieviel Kultur in ihm steckt. Er macht während der Fußballkulturtage vom 7. bis zum 21. Oktober ganz NRW zu seiner Bühne und schlüpft dabei in unterschiedliche Rollen. Als Zweikämpfer flimmert er in Oberhausen über die Kinoleinwand, den in Auschwitz ermordeten Nationalspieler Julius Hirsch lässt er im Gelesenkirchener Musiktheater wieder lebendig werden und als Franz Jacobi erzählt er im Dortmunder Roxy von den ersten Tagen im Leben des jungen BVB. Regie führen die Verantwortlichen der verschiedenen Fanprojekte. Sie möchten mit einem abwechslungsreichen Programm ganz bewusst Grenzen sprengen und die scheinbar fremden Welten einander näher bringen. „Unser Ziel ist, neue Verbindungen zu schaffen und die Menschen auch auf anderen Wegen zu erreichen“, sagt Sandra Giertz von der Landesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte NRW. Die Veranstaltungen sollen bewusst Themen wie Homophobie, Gewalt und Rechtsextremismus aufgreifen, die während des Spiels häufig im Abseits stehen. Sie könnten Diskussionen anstoßen – das hoffen zumindest die Organisatoren. „Wir wünschen uns, dass darüber gesprochen wird und sich daran auch ein breiteres Publikum beteiligt“, betont Sandra Giertz. Dazu lädt auch das Stück Seitenwechsel ein, das am 12. Oktober im Düsseldorfer Junges Schauspiel zu sehen ist. Was Markus Wiebusch bereits in seiner Hymne „Der Tag wird kommen“ besang, bringt das Westfälische Landestheater Castrop-Rauxel im Rahmen der Fußballkulturtage auf die Bühne. Die Geschichte eines englischen Fußballspielers, der sich in seinen Trainer verliebt, belegt exemplarisch, wo die bisherigen Grenzen der Toleranz liegen, obgleich die Fanprojekte stetig daran arbeiten, diese aufzubrechen. Mit der Vereinsarbeit und ihrer Nachhaltigkeit beschäftigt sich auch Autor Ronny Blaschke. Er lädt zu einem sprachlichen Schlagabtausch im Anschluss an seine Lesung am 10. Oktober in der Volkshochschule Gelsenkirchen ein. In seinem Buch Gesellschaftsspielchen kommen eine Vielzahl gemeinnütziger Projekte in den Vereinen auf den Prüfstand. Sein Fazit: Spitzenclubs und Sponsoren reagieren vor allem auf Schlagzeilen, langfristige Angebote macht eher die Basis. Insgesamt: eine spannende Art, sich mit dem runden Leder zu beschäftigen.. ds; NaB Das ganze Programm gibt‘s auf: fussballkulturtage-nrw.de Foto: Volker Beushausen Finde heraus, was in Dir steckt! Training for life by training on stage! Bereichere Dein Leben durch Tanz, Gesang, Schauspiel und Performance! bei der STAGE ACADEMY [JAS] in Essen! STAGE ACADEMY [JAS] heißt alle jungen Talente zwischen 3 und 18 Jahren willkommen! Vereinbare einen Schnuppertermin undfindeheraus, wasDukannst! STAGE ACADEMY [JAS] Essen 0800-442 55 36 www.jas-stage.academy/essen An alle Steuersparer! Probleme mit der Steuererklärung? Anrufen! 02159 - 535 00 10 STROMS &GOSCHAU STEUERBERATER -PARTNERSCHAFT Meerbuscher Str. 58-60 40670 Meerbusch www.rheinsteuer.de kostenlose Parkplätze ÖPNV:2Minuten zum Bahnhof Osterath Alter 3-18 J. 17

coolibri Magazine 2018

coolibri Magazine 2017

edition coolibri

Backmagazin
Ruhrgebeef No5 - Leseprobe
Ruhrgebeef No4 - Leseprobe
Leseprobe: Ruhrgebeef - Vol 2
Landtagswahl NRW 2017
coolibri Campus NO 02