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Oktober 2017 - coolibri Bochum

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E S S E N THEATER Den

E S S E N THEATER Den Aufstand proben Katharina Leonore Goebel, Jaëla Carlina Probst, Silvia Weiskopf sind „Pussy Riots“ Foto: Diana Küster Erst kürzlich wurde in einer Studie festgestellt, dass die Mädchen in Sachen Schulbildung den Jungs voraus sind. Was allerdings nichts daran ändert, dass sie im Arbeitsleben dann weniger verdienen als ihre männliche Konkurrenz. Dies allein wäre Grund genug, sich für die Gleichstellung der Geschlechter weiterhin einzusetzen. Nennt man die Forderung nach Gleichberechtigung dann Feminismus, sieht man sich mit allerlei Klischees konfrontiert. Die russischen Aktivistinnen „Pussy Riots“ sind bekennende Feministinnen und sie haben sich gegen Ungerechtigkeiten in ihrem Land aufgelehnt – Polizeigewalt, Straflager, Hungerstreik mussten sie erdulden. Die Bilder von ihrem Kurzauftritt in der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau vor fünf Jahren sind um die Welt gegangen. Regisseurin Magz Barrawasser zeigt, wie aus einer naiv pubertären Wut ein gefährlicher Kampf gegen den russischen Staat wird. Dabei wird das Publikum permanent angesprochen: „Was muss passieren, damit Du auf die Straße gehst?“ Das famose Darstellerinnentrio (Katharina Leonore Goebel, Jaëla Carlina Probst, Silvia Weiskopf) schlüpft unter die Sturmhauben und nimmt den Kampf auf. Leise Momente mit Schilderungen der unsäglichen Haftbedingungen gehen in krachende Gitarrenriffs über. Der biblische Sündenfall kommt als Kasperle-Spiel daher, eine Rede 50 an das Patriarchat räumt mit Stereotypen auf. Ironischer Höhepunkt ist der Auftritt des Feminismus im galanten Ganzkörper-Body, der sich auf einem riesigen aufblasbaren Plastik-Einhorn räkelt. Im Hintergrund der von Johanna Denzel detailreich eingerichteten Kammerspielbühne prangt das Foto des russischen Aktionskünstlers Pjotr Pawlenski, der sich als Reaktion auf die Festnahme der Pussy Riots den Mund zugenäht hat. Links wird eine Fotomontage von Putin ausgestellt, der mit freiem Oberkörper auf einem Hai reitet. „Wie kann man denn gegen so viel Scheiße auf einmal Aktion machen?“ bringt es eine der drei Schauspielerinnen auf den Punkt. Der episodenhafte und teils aufklärerisch-lehrhaft wirkende Text überzeugt in der Uraufführung dann doch durch die Mut machende Kraft des Widerstands und findet nicht nur bei der jungen Generation im Publikum großen Beifall. Ariane Schön „Pussy Riots“: 6., 14.10., Box, Schauspiel Essen Katharina Leonore Goebel, Silvia Weiskopf, Jaëla Carlina Probst sind „Pussy Riots“

THEATER PREMIEREN IM OKTOBER BOCHUM 14.10. Lindbergh – Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus nach Torben Kuhlmann (R: Martina van Boxen), Schauspielhaus 20.10. Istanbul von Selen Kara, Torsten Kindermann, Akin E. Sipal (R: Selen Kara), Kammerspiele 21.10. Der Mann ohne Vergangenheit von Aki Kauriskmäki (R: Christian Brey), Schauspielhaus 25.10. Club-Expertus: Das Glück hatte ich mir anders vorgestellt nach Aglaja Veteranyi, Theater Unten 31.10. Der Liebe Lust, der Liebe Schmerz von Karsten Riedel (R: Karsten Riedel), Kammerspiele CASTROP-RAUXEL 12.10. Elmar, der bunt karierte Elefant von David McKee (R: Rike Reiniger), Westfälisches Landestheater 12.10. Das München-Komplott von Wolfgang Schorlau, Thomas Tiberius Meikl (R: Thomas Tiberius Meikl), Westfälisches Landestheater 22.10. Die Schöne und das Biest von Jeanne-Marie Leprince de Beaumont (R: Tankred Schleinschock), Westfälisches Landestheater DORTMUND 21.10. Hairspray von Marc Shaiman (R: Melissa King), Opernhaus 22.10. Wunderland nach Lewis Carroll von Anno Schreier, Alexander Jansen (R: Ilaria Lanzino), Operntreff DUISBURG 3.10. Gullivers Reise von Gerald Resch (R: Marcelo Diaz), Theater Duisburg 14.10. Backfisch und Mauerblümchen von Rainer Besel (R: Rainer Besel), Theater Duisburg 14.10. Ballett am Rhein – b.32 von Martin Schläpfer (Ch: Martin Schläpfer), Theater Duisburg ESSEN 14.10. Die verkaufte Braut von Bedrich Smetana (R: Martin Kukucka, Lukás Trpisovsky), Aalto-Theater GELSENKIRCHEN 28.10. Mathis der Maler von Paul Hindemith (R: Michael Schulz), Musiktheater im Revier HAGEN 7.10. Wie im Himmel nach Kay Pollak (R: Thomas Weber- Schallauer), Theater Hagen 28.10. Tosca von Giacomo Puccini (R: Roman Hovenbitzer), Theater Hagen MÜLHEIM 15.10. Hänsel und Gretel nach den Gebrüdern Grimm (R: Maria Neumann), Theater an der Ruhr MOERS 20.10. Sand und Asphalt. Geschichten von Flucht (R: Barbara Wachendorff), Schlosstheater Moers OBERHAUSEN 1.10. TRASHedy von Performing Group (R: Performing Group), Theater Oberhausen 6.10. Antigone von Sophokles (R: Babett Grube), Theater Oberhausen URBANE KÜNSTE RUHR 2017 OKTOBER WWW.URBANLIGHTSRUHR.DE LICHT STA DT UTOPIE URBAN LIGHTS RUHR 12—29 / 10 / 2017 LICHTPARCOURS IN MARL 51 KEY VISUAL I AM HERE & KONTER — STUDIO FÜR GESTALTUNG

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