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Oktober 2016 - coolibri Düsseldorf

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K U L T U R N E W S

K U L T U R N E W S Stephan Becker und Kenny Wesley Fotos: Jay Dexter (Wesley) / Christa Becker (Stephan Becker) Olaf Joachimsmeier Ansicht von Wolfgang Schmitz Foto: Veranstalter Foto: Olaf Joachimsmeier Nach einer längeren Pause präsentieren sich 16 Bildende Künstlerinnen der GEDOK Wuppertal e. V. aktuell und bis zum 13. November im Rahmen einer Gemeinschaftsausstellung zum Thema „insight – outsight“ im Schwelmer Haus Martfeld. Einen vielfältigen Überblick ihres Leistungsspektrums geben die beteiligten Künstlerinnen Brigitte Beier, Marlies Blauth, Sabine Bohn, Shahin Damidazeh, Cornelia Ernenputsch, Johanna Faber, Sabine Gille, Anita Herzog-Graf, Ulle Huth, Astrid Kirschey, Petra Korte, Anja Kreitz, Liane Lonken, Duda Voivo, Daniele Werth und Eva Witter-Mante (Sa+ So 12–17 Uhr). Im Wuppertaler Café du Congo fällt am 1. Oktober der Startschuss für eine neue Ausstellung. Während in der Vergangenheit bereits wechselnde Videoausstellungen gezeigt worden sind, folgt nun unter dem Titel „Die Mandelbrot-Menge“ eine Kombination aus Fotos von Olaf Joachimsmeier und Filmporträts von Kai Fobbe. Während der Fotokünstler sein eigenes Gesicht inszeniert hat, schuf Videoartist Fobbe entsprechende Portäts von Joachimsmeier. Dieser spannende Kunst-Mix ist bis 5. November im Innen- und öffentlichen Raum zu sehen. Der Eduard von der Heydt-Preisträger und Professor für Künste, Wolfgang Schmitz, zeichnete in den Jahren 1973 bis 1981 seine Wahlheimat, das Sanierungsgebiet Elberfelder Nordstadt. Mit Metallplatte und Radiernadel dokumentierte er das alte Stadtviertel, nahm Bestand auf, notierte Veränderungen und protokollierte Zerstörungen. „Wolfgang Schmitz zeichnete die gegenständlich vorhandene Realität mit einer Präzision und Virtuosität, wie sie nur durch unentwegte Tätigkeit erreichbar ist. Hinter seinen gezeichneten Ansichten der Wirklichkeit erscheinen ‚die Ansichten‘ des Wolfgang Schmitz über die von ihm dargestellten Realitäten. Aus bloßen Aufzeichnungen der Umwelt werden Plädoyers für eine menschliche Umwelt, Anklage gegen Zerstörung, Flugblätter für die Erhaltung gewachsener Stadtviertel“, so die Kulturjournalistin Anne Linsel zur Ausstellungseröffnung Mitte September. Aktuell und noch bis zum 16. Oktober widmet „DruckStock, Ort für freie Grafik“ in Wuppertal, Friedrich-Engels-Allee 173 , dem Künstler die Ausstellung „Stadtansichten“ mit Radierungen und Lithografien. Öffnungszeiten der Galerie : 50 Freitags 15–18 Uhr, samstags 11– 14 Uhr und nach Absprache: druckstock-hagemeier.de. Schon seit 1993 steht der Kabarettungsdienst unter der Leitung von Michael Brischke für intelligentes Schülerkabarett mit Wortwitz, Schärfe und Tiefgang, ohne erhobenen Zeigefinger, aber Lachmuskeltraining inklusive. Jetzt ist die Truppe mit ihrem 25. Programm „Wir schaffen das – WILLKOM- MEN ab“ unterwegs. Politische und gesellschaftliche Schieflagen werden von dem Schüler-Ensemble der Jahrgänge 9–12 humorvoll gerade gerückt: Mit Anti-Terror-Kämpferin von der Leyen nach Syrien; AfD & Pegida feiern die Flüchtlinge; „Mann-TV“ zu Flüchtlingen & Frauenrechten... kabarettungsdienst.de Eine zufällige Begegnung während einer Session auf der Bühne des Jazzclubs Jamboree in Barcelona brachte Stephan Becker und Kenny Wesley zusammen. In der klassischen Musik und im Jazz liegen ihre gemeinsamen Wurzeln, die sie zu einem aufregenden Stil verschmelzen und der auch mal einen Abstecher in den Funk und die experimentelle Musik macht. Kenny Wesley, Finalist des Gesangswettbewerbs beim Montreux Jazz Festival 2013, ist bekannt für seine hochenergetischen Auftritte und seine vier Oktaven umfassende Stimme. Durch seine elektrisierende Bühnenpräsenz und unnachahmliche Improvisationsfähigkeit genießt er in den USA als Jazz- und Soulsänger hohe Anerkennung. „Akustische Superlative“, „beeindruckend“, „einfallsreich und virtuos“, „überzeugend“, „bezaubernd“, so beschreibt die Presse die Konzerte des Stephan Becker Trios aus Köln. Seitdem es im April 2015 eingeladen wurde, sein Projekt auf der Fachmesse Jazzahead mit einem Konzert vorzustellen, tritt das Trio regelmäßig mit dem amerikanischen Sänger auf. Neben den Kompositionen von ihm spielt das Quartett Stücke von Stephan Becker, zu denen Kenny Wesley eigene Texte singt. In diesem Jahr wird das Trio zusammen mit Wesley eine CD aufnehmen und in ganz Deutschland auf Tour sein. Am 1. Oktober sind sie in der Wuppertaler Börse zu Gast. kanimi

K U N S T V O N D E R H E Y D T M U S E U M Lutz Fritsch: Bibliothek im Eis, Antarktis, 2005 Kunst auf Kurs Es ist wohl eh mehr Berufung als Beruf, ein renommiertes Museum zu leiten. Gerhard Finckh, seit 2006 Museumsdirektor des Von der Heydt-Museums Wuppertal, wird jedenfalls auch über seinen 65. Geburtstag im Jahr 2017 hinaus das Kunstmuseum steuern. Sein Vertrag wurde bis 2019 verlängert. In den vergangenen zehn Jahren zogen die Ausstellungen des Wuppertaler Museums überregional und international Aufmerksamkeit auf sich. Kunstkritiker wählten die Ausstellungen bereits mehrfach zur „Ausstellung des Jahres“, so die Schau zu Monet (2009), Bonnard (2010), Sisley (2011), „Der Sturm“ (2012), Pissarro (2014) und „Weltkunst – Von Buddha bis Picasso“ (2015). Gerhard Finckh etablierte eine Ausstellungsreihe zum französischen Impressionismus, die 2016 (ab 25. Oktober) mit einer Zusammenschau von Degas und Rodin fortgesetzt wird. „Ohne sie wäre die Moderne nicht denkbar“, lautet dazu die Ankündigung aus dem Von der Heydt-Museum. „Noch nie wurden die Werke von Degas und Rodin in einer Ausstellung so umfassend nebeneinandergestellt, miteinander konfrontiert, diskutiert wie jetzt. 100 der insgesamt rund 250 Exponate stammen aus dem Musée Rodin in Paris. Wir zeigen zum ersten Mal die zwei Giganten des Impressionismus im Wettstreit um das Neue in der Kunst.“ Doch damit nicht genug. Bereits am 9. Oktober wird die Ausstellung „Lutz Fritsch – Cosmos“ eröffnet. „In unserer Ausstellung wird durch Wandarbeiten, Objekte, Arbeiten auf Papier, Künstlerbücher und Fotografien ersichtlich, dass der Bildhauer Lutz Fritsch von der Zeichnung ausgeht. Das weiße Blatt suggeriert hier den unendlichen Raum; durch die Wandarbeiten wird der Innenraum zum Spannungsfeld.“ Kennzeichnend für seine künstlerische Arbeit ist die einerseits intuitive, andererseits analytische Auseinandersetzung mit dem Raum, die ihren Ausdruck findet in Skulptur, Zeichnung und Fotografie. Sein Interesse ist, Strukturen zu verändern, andere Räume zu bilden sowie neue Bezugssysteme und Orientierungspunkte zu setzen. Von Köln bis Bonn, von Koblenz bis Bremen, von der Arktis bis zur Antarktis reichen Lutz Fritschs skulpturale Setzungen im Außenraum, markieren besondere Orte oder lassen Unbeachtetes Bedeutung gewinnen. Sein außergewöhnlichstes Projekt ist sicher die „Bibliothek im Eis“ (2005) in der Antarktis, die als Ort der Kultur einen Gegenpol zu der weißen Weite des ewigen Eises setzt. kanimi Von der Heydt-Museum: Turmhof 8; von-der-heydt-museum.de Foto: Lutz Fritsch, © VG Bild-Kunst, Bonn, 2016 Wochenendseminar „Freie Malerei“ 19. und 20. November 2016 von 10 bis 17 Uhr Mit verschiedenen Materialien einen experimentellen, intuitiven Zugang zur eigenen Kreativität entwickeln. Neuer Kurs „Freie Acrylmalerei“ Ab dem 25. Oktober immer dienstags von 18 bis 20 Uhr Für Anfänger*innen und Fortgeschrittene Alle Kurse/Seminare finden unter individueller und fachkundiger Anleitung und Beratung in kleinen Gruppen statt. Atelier für Malerei Martina Kaufmann Sophienstr. 3, 42103 Wuppertal Info und Anmeldung unter: 0202/311379 oder marti.kaufmann@web.de 51

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