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Oktober 2016 - coolibri Düsseldorf

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S Z E N E I N D E R B A

S Z E N E I N D E R B A H N V I N TA G E M Ö B E L U N D A C C E S S O I R E S V I N TA G E F A B R I K – N O R D S T R A S S E 4 – 4 0 4 7 7 D Ü S S E L D O R F W W W.V I N TA G E - F A B R I K . D E Hat stets ein offenes Ohr: Erkan Dörtoluk Verkehrsnachrichten Erkan Dörtoluk ist der „Whistleblower von Tarifzone A“. Unter „Rheinbahn_intim“ postet er auf Twitter, Facebook und Instagram, was seine Mitmenschen ungeniert in der Rheinbahn zum Besten geben. Jetzt ist eine Sammlung der lustigsten Gesprächsfetzen als Buch erschienen. Foto: privat 16 ÖFFNUNGSZEITEN Mo – Do nach Terminabsprache, Fr 10 – 20 h, Sa 10 – 18 h Werner Zenz | Fischelner Straße 1 | 47877 Willich FON 0 21 54 -60 55 27 WEB www.einrichtungshaus-xxs.de „Das hätte für eine dreiteilige Soap gereicht.“ „Wenn er mit dir textet und keine Smileys macht, liebt er dich nicht.“ (Lisa, 16) „Für Pizzeria zieh ich mir keine hohen Schuhe an. Das kann er mal schön vergessen.“ (Chrissie, 29) „Stell dich doch vor Primark, wenn du Freundin brauchst.“ (Mesut, 15) „Geiles Handy ist Menschenrecht!“ (Karolina, 16) „Im Internet trägt niemand eine Krawatte. Deswegen können die sich auch alle nicht benehmen.“ (Werner, 67) „Akustisches Fallobst“ nennt der Düsseldorfer Fotograf und Social-Media- Redakteur Erkan Dörtoluk, was er ungefragt in Bus und Bahn zu hören bekommt. Liebe, Schule, Job, Familie, Gesundheit – kein Thema ist zu privat, um nicht lautstark diskutiert zu werden. Alter, das ist öffentlicher Personennahverkehr! Den Anstoß zu Rheinbahn_intim gab ein Gespräch zweier älterer Damen, das Erkan vor einigen Jahren unfreiwillig in der Bahn belauschte. „Da war alles dabei. Liebe, Drama, Eifersucht, Geld – das hätte für eine dreiteilige Soap gereicht.“ Seitdem schreibt er mit und postet im Netz, was die Menschen bewegt. Vor allem in der Wehrhahnlinie, „im Bermudadreieck des Konsums“, gibt es jede Menge Stoff: Beziehungsratschläge, Bürointerna, Drogenbeichten, skurrile Kinderlogik, tiefschürfende Lebensweisheiten und reichlich grammatikalische Unfälle. Namen und Alter der Personen sind frei erfunden, aber so gewählt, dass im Kopf des Lesers ein Bild des Sprecher und seines Wertesystems entsteht. „Erst durch diese Angaben lebt Rheinbahn_intim.“ Nun also sind die schönsten Zitate als Buch erschienen, dessen Titel selbstverständlich auch ein ÖPNV-Fundstück ist: „Du hast mir das Kind gemacht, nicht ich“ versammelt das Best-of aus fünf Jahren Rheinbahn_intim, ein gnadenloser und urkomischer Trip durch die Gedankenwelt der modernen Großstädter. Die Buchpräsentation im September – natürlich in der Rheinbahn – war im Handumdrehen ausverkauft. Eine zweite Lesung im neuen Jahr ist bereits in Planung. bk; Erkan Dörtoluk: Du hast mir das Kind gemacht, nicht ich, Piper Verlag; twitter.com/@rheinbahn_intim

S Z E N E F F T J U T A Analoges Entdecken Theaterabenteuer Düsseldorf und Japan können gut miteinander. Das zeigen nicht zuletzt das japanische Viertel und der Japan-Tag. Im Oktober startet außerdem die vierte Ausgabe der Nippon Performance Night – eine spannende Mischung aktueller Theaterarbeiten japanischer Künstler. Foto: Chikara Fujiwara Ob die Performance „Dance if you want to enter my country“ in japanischer Sprache oder das tänzerische Improvisationsformat „AMMO-Nite Gig“: Ende Oktober gibt es viel zu sehen am FFT. Geschäftsführerin Kathrin Tiedemann und Kuratorin Akiko Okamoto reisten eigens für die Auswahl der japanischen Produktionen der Nippon Performance Night 2016 nach Fernost. Mitgebracht haben sie unter anderem das Theaterabenteuer „Engeki Quest“ des Autors und Theaterkritikers Chikara Fujiwara und der Dramaturgin Makiko Ochi. Angelehnt ist das Stück an das Achtziger-Jahre- Computerspiel „Dragon Quest“. Die Drachen im Namen wurden allerdings kurzerhand durch „Engeki“ – das Theater – ersetzt. Wie auch im virtuellen Spiel gilt: Der Zuschauer agiert keinesfalls passiv, sondern läuft auf eigene Faust und aktiv durch die Stadt. Am Pickup-Point im FFT Juta erhalten alle Teilnehmer ein zweisprachiges „Adventure Book“. Und tatsächlich: Kein Pokemon Go, kein Smartphone, sondern ein analoges Buch führt durch Düsseldorf. Damit ausgerüstet, startet jeder für sich. „Ein bisschen dreckig und abgefuckt.“ Okamoto und Tiedemann testeten das auf jeden Ort speziell zugeschnitte Abenteuer bereits vorab in Yokohama. „Ich bin sicher, dass ich in Düsseldorf auch große Augen machen werde“, sagt die Kuratorin. In Yokohama besuchte sie mit Hilfe des Abenteuerbuchs das Tagelöhner-Viertel. „Es war ein bisschen dreckig und abgefuckt. Ein Ort, an dem man sich normalerweise nicht befindet.“ Sie erzählt weiter: „Mir wurde ein bisschen schlecht. Ich habe mich so hineinversetzt in das Leben der Leute. Eine einzigartige Erfahrung, die ich nicht missen möchte.“ Wer nun meint, an den einzelnen Stationen des Abenteuers würden Performer aus Türeingängen hervorspringen, irrt. Das Buch erzählt zwar Geschichten, Träume und Erinnerungen von Bewohnern der Stadt, diese tauchen aber nicht zwangsläufig auf. Vielmehr geht es um das eigene Erleben und Entdecken. Dauer und Ziele des Quests entscheidet dabei jeder Teilnehmer selbst. NaB Engeki Quest: 26.–29.10., 19 Uhr, FFT Juta, Düsseldorf; fft-duesseldorf.de www.aufbau-verlag.de »Verzweifelt, knallhart und voller Herz. HOOL leuchtet aus allen Wunden.« Lucy Fricke 17

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