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Oberhausen, Duisburg, Mülheim - coolibri Dezember 2017

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WILLKOMMEN KOMÖDIE VON

WILLKOMMEN KOMÖDIE VON LUTZ HÜBNER UND SARAH NEMITZ Premiere 1. Dezember 2017 Weitere Vorstellungen 7., 22., 31. Dezember 2017; 10., 24. Januar; 10. Februar 2018, Grillo-Theater Tickets T 02 01 81 22-200 www.theater-essen.de D U I S B U R G Er ist der Gitarrenlehrer der Nation. Seine Lehrbücher haben sich mehr als zwei Millionen Mal verkauft, sein aktuelles Album ist in den Charts, er betreibt seit einem Jahr wieder eine eigene Gitarrenschule in Duisburg und selbst bekannte Musiker haben bei ihm gelernt. Peter Bursch. Aber wer hat dem Gitarrenguru das Spielen beigebracht? Fotos (2): Sebastian Ritscher Von Seiten für Saiten 18 FR 1. Dezember, 20 Uhr Kamil Uslu ve Metin Yıldız “Bir Gösteri İki Komedyen” FR 8. Dezember, 20 Uhr Sedaa –(Mongolei/Iran) SA 9. Dezember, 20.30 Uhr Thomas Hufschmidt clubdates: WorthyDavis FR 15. Dezember, 20 Uhr Klassisch.Unterirdisch. DuoBalKan feat. Bettina Castaño Klassiker begegnen Flamenco. SA 16. Dezember, 19.30 Uhr Sound of Music Chor SO 24. Dezember, 22.30 Uhr REMBETIKO Griechisch-türkische Live Musik zwischen Orient und Occident SO 31. Dezember, ab 23 Uhr Silvester Salsa Party Jeden Mittwoch! 20 Uhr! “Jazz for the PeoPle” Jeden Freitag ab 23 Uhr! fIeSta De SalSa 9. Dezember ab 23 Uhr! eStarabIm- türkçe PoP/rock www.katakomben-theater.de „Alles fing mit neun oder zehn Jahren an“, erzählt der mittlerweile 68-Jährige, der seine in Ehren ergrauten Haare immer noch gerne lang trägt und schnell beim Du ist. Damals war Peter Bursch bei den Pfadfindern und griff dort zum ersten Mal zur Gitarre. Sein Plan: „Ich wollte wie Elvis sein.“ Dann kamen zum Glück die Beatles und alles kam anders. Der Autodidakt schaute sich am Lagerfeuer bei den anderen Pfadfindern die ersten Griffe ab. „Außerdem hatte ich die Mundorgel, in der ebenfalls Griffe standen“ sagt Bursch, während er im Café-Bereich seiner Gitarrenschule sitzt. Viel Zeit ist nicht. Bald kommen die nächsten Schüler und Bursch hat viel erlebt, viel zu erzählen. Von seinen ersten Versuchen an der Gitarre und von seiner Schülerband „Les Autres“, die er mit 14 gegründet hat. Es zieht ihn im Laufe der Jahre immer wieder in einen Club, in dem Beatbands aus England auftreten. „Die konnten richtige Rock’n’Roll-Griffe. Die habe ich mir gemerkt und zu Hause gespielt.“ Immer und immer wieder, denn „das dauert ewig, da muss man durchhalten“. So hat Bursch sich „durchgewurschtelt, denn ich hatte keinen Bock auf klassischen Unterricht mit Noten. Und andere Gitarrenlehrer gab es nicht“. Mit etwa 18 Jahren wird es richtig ernst. Bursch gründet die Bröselmaschine, die noch immer für feinsten Krautrock steht. Bursch und seine Band- Freunde ziehen zusammen und durch die Lande. „Wir haben Glück gehabt und schnell einen Plattenvertrag bekommen“, erzählt Bursch. Schon die erste Tournee führt die Bröselmaschine durch Europa und Bursch lernt weiter: „Auf den Festivals habe ich geguckt, was die anderen spielen.“ Aber er hat nicht nur auf fremde Finger geschaut. „Ich habe auch anderen immer wieder was zeigen können.“ Der Grundstein für seine Karriere als Gitarrenlehrer der Nation war gelegt. Selbst den Scorpions konnte er schon neue Tricks beibringen. „Wir waren damals in Köln im Studio und die Scorpions nebenan. Die kamen oft zu mir und ließen sich Griffe zeigen.“ Gerade die Bottleneck-Technik hatte es den Rockern aus Hannover angetan. Erstes Buch mit Schallfolie Anfang der 70er feierte Bursch dann nicht nur mit der Bröselmaschine Erfolge, sondern auch als Gitarrenlehrer an der VHS – ganz ohne Noten. „Meine Schüler haben mich überredet, das, was ich sonst an die Tafel schreibe, als Heft rauszubringen.“ Ein Freund hatte eine Druckerei und hat 100 Hefte gedruckt. „Die gingen rum, wurden kopiert und immer mehr wollten mein Gitarrenheft haben“, erzählt Bursch. Nur die Verlage nicht. Mehreren bot er sein Heft zur Veröffentlichung an. „Aber keiner wollte, weil da ,Ohne Noten‘ draufstand.“ In der Zwischenzeit passte er für seine Lehrtätigkeit das Tabulatursystem, das es schon im Mittelalter gab, an und etwickelte es weiter. „Als ich einen Verlag gefunden habe, wollten die das Heft mit einer Kassette veröffentlichen.“ Für Bursch zu unpraktisch. „Ich habe in den USA gesehen, dass es Zeitschriften mit Folienplatten gab.“ Und so eine Folienplatte wanderte Mitte der 70er in sein erstes Buch. Der Rest ist Geschichte. Mittlerweile hat Bursch es auf mehr als zehn Titel gebracht und überarbeitet die Bücher regelmäßig. Selbst Kuddel, Gitarrist der Toten Hosen, lernte nach Burschs Buch. Die Gitarren-Lehrbücher sind aber nur ein Teil seines Schaffens. Mit seiner Bröselmaschine tourte Bursch durch die Welt. Selbst

SZENE Helge Schneider war mit dabei. „Ich habe Helge in einer Kneipe entdeckt. Er hatte eine andere Art zu spielen, die mich faszinierte.“ Eigentlich spielte Helge Jazz, „aber ich habe ihn gefragt, ob er nicht mal Rock spielen wollte.“ Wollte er. Ob mit oder ohne Helge, die Bröselmaschine drehte auf: „Bis zum Ende der 80er hatten wir rund 140 Konzerte im Jahr“, sagt Bursch. „In den 90ern ging das etwas runter.“ Dann war Zeit für seine erste Musikschule, in der er 15 Jahre lang den Menschen das gekonnte Klampfen beibrachte. „Dann mussten wir aus den Räumen raus, und ich wollte wieder mehr live spielen.“ 2005 nahm die Bröselmaschine Fahrt auf, diesen Sommer gab es eine neue Platte – „die ist auch in den Charts“. Aber das ist nicht der einzige Erfolg. „Wenn du 68 bist und vor Tausenden Leuten spielen kannst, ist das ein tolles Gefühl.“ Das tolle Gefühl stellt sich nicht nur auf der Bühne ein. „Ich mache alles gerne. Mal ist das eine im Vordergrund, dann das andere.“ Wie die Gitarrenschule in der Duissernstraße 13-15 in Duisburg. Nach ein paar Jahren Pause ließ er die Schule wieder aufleben – samt Café und Verkauf. Wer ein Gitarrenwehwehchen hat, kann ebenfalls vorbeikommen. Kleine Reparaturen werden vor Ort vorgenommen. Der Laden ist voll mit Deko – vielleicht etwas überfrachtet, aber urgemütlich. Es passt zum Inhaber, der immer noch Schnauzbart und Westernhemden trägt. Bursch ist froh, wieder einen festen Ort für seinen Unterricht zu haben: „Jetzt kam einfach der Punkt, an dem ich wieder unterrichten wollte.“ Zwölf Kurse bieten er und ein Freund an. Alle vier Monate starten neue Kurse, für blutige Anfänger, Gelegenheitsspieler und Fortgeschrittene. Das Besondere: „Ich unterrichte ganze Gruppen.“ Und die sollen sofort Erfolge sehen können. „Wir begleiten Lieder und singen auch. In zwei bis drei Minuten kann ich jedem Smoke on the Water beibringen, der vorher noch nie Gitarre gespielt hat.“ Vielleicht liegt das daran, dass Bursch, der eine Lehre als Vermessungstechniker abgeschlossen und später seinen Diplomingenieur gemacht hat, sogar schon in einer Mülheimer Gesamtschule als Lehrer für Mathe und Musik gearbeitet hat – das war 1972. „Damals habe ich gelernt, mit Gruppen richtig umzugehen“, berichtet Bursch. Die Gruppen können mitunter wahnwitzig groß werden – nicht in der Schule, versteht sich. Aber selbst auf Wacken hat Bursch schon einen Heavy-Metal-Workshop abgehalten. Direkt auf der Bühne. Mit 100 Gitarren. Beim Burg Herzberg Festival veranstaltet er sogar Workshops mit 1000 Leuten – eigentlich ein klarer Fall für das Guiness-Buch. Peter Bursch. Ein Hans-Dampf-in-allen-Gassen. Rockmusiker, Diplomingenieur, Gitarrenlehrer, Buchautor und eine Familie hat er auch noch gegründet. Hat so jemand überhaupt noch Ziele? Träume? Wie wäre es etwa mit dem einen großen Hit, dem richtigen Durchbruch mit Gold und Platin? Das braucht der Gitarrenlehrer der Nation nicht. Er ist bescheiden. „Ich habe nicht unendlich viel Geld, aber ich kann von meiner Arbeit gut leben.“ Eine Kleinigkeit ist da aber doch noch. „Es gibt ein paar Festivals, auf denen ich gerne spielen würde. Etwa Glastonbury oder Roskilde.“ Mit der alten Bröselmaschine stand er dort schon auf der Bühne. „Aber es wäre ein Traum, noch einmal vor diesen Menschen aufzutreten.“ Sebastian Ritscher YA KEBIR COLLECTIVE MA’LOUBA MATINEE 10.12., 12 UHR | PREMIERE 16.12., 19.30 UHR THEATER AN DER RUHR WE Airport on Ice Das Airlebnis. YOU www.coolibri.de Schlittschuhlaufen auf echtem Eis Eislaufen mitten im Terminal. An vier Wochenenden im Dezember sowie am ersten Januarwochenende. Zusätzliches Programm am 03.12.17. Eintritt frei! Peter Bursch hat mehr als zehn Bücher veröffentlicht coolibri präsentiert: Peter Burschs Acoustic Nights mit All Star Band:1.,2.,3.,8.,9.+10.12., Grammatikoff, Duisburg Änderungen vorbehalten! Jeder 1. Sonntag im Monat ein Airlebnis. enjoydus.com 19

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