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November 2017 - coolibri Hamm, Unna, Hagen

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T H E M A G E L S E N K

T H E M A G E L S E N K I R C H E N Geistern auf der Spur Michael Zajons faszinieren Spukorte. Foto: Michael Zajons 3 Monate testen! Infos im KundenCenter oder unter www.bus-und-bahn.de Das SchnupperAbo für Bus und Bahn!

T H E M A Das Schaurige treibt Michael Zajons um. Der Gelsenkirchener bereist die Welt auf der Suche nach Orten der Angst. Was ihn daran fasziniert, verrät er im Gespräch mit Dominique Schroller. Was sind für Sie Orte der Angst? Es gibt seit jeher dunkle unheimliche Gebäude sowie Orte, um die sich dunkle Legenden ranken: Seien es verfallene Herrenhäuser, alte stillgelegte Sanatorien oder vergessene Mausoleen. Meistens stehen Spukorte mit tragischen Ereignissen wie Mord oder Tragödien aus der Vergangenheit in Verbindung. So spukt die Weiße Frau der Wittelsbacher noch immer durch die Gänge des Bayreuther Schlosses und der Geist eines Pfarrers suchte noch Jahre nach seinem Tod das Spukhaus Hohensyburg heim. Was fasziniert Sie an diesen Orten? Jeder dieser Orte hat eine eigene unbeschreibliche Ausstrahlung. Gerade in vielen verfallenen Gebäuden ist die Vergangenheit noch durch Bilder oder Gegenstände der damaligen Bewohner lebendig. In einer Welt voller Fortschritt und Technik vergessen wir oft Berichte über Geister und Spuk und legen diese in dem Bereich der Fantasie ab. Viele Menschen erleben selbst paranormale Vorfälle und schweigen lieber, aus Angst, als verrückt zu gelten. Ich bereise diese Orte bewusst, um ihre Geschichte zu erzählen und den Spuk zu ergründen. Wie spüren Sie geheimnisvolle Stellen auf? Als Teil der Ghosthunter- sowie Urban Explorer- Szene in Deutschland habe ich Kontakt zu anderen Interessierten, bekomme aber auch Tipps über meine Internetseite und Soziale Medien. Hilfreich ist zudem, dass ich seit meiner Jugend Bücher über das Paranormale sammele und dort vieles entdecke, was nicht im Netz steht. So habe ich im Laufe der Jahre hunderte von Spukorten in ganz Europa aufgesucht, darunter bekannte Spukhäuser wie Sandford Orcas Manor oder Ecclesgreig House in England. Was erleben Sie dort? Oft sind es Dinge, die für rationale Menschen undenkbar sind. Von Schritten in leeren Fluren bis zu Schattengestalten, die durch die Gänge eines verfallenen Sanatoriums huschten, war vieles dabei. Dabei gelingt es oft auch, diese Phänomene auf Kamera oder in Bildern festzuhalten. So zeigt sich in einem einsamen Hotelsaal, wie sich die Stühle von alleine verschieben, ohne dass jemand in der Nähe ist. Wie haben Sie die Geisterwelt für sich entdeckt? Seit meiner Kindheit lese ich Bücher über Geistergeschichten und Werke wie Bram Stokers Dracula. Damit war mein Interesse geweckt. Wann bekommen Sie Gänsehaut? Wenn ich durch die verfallenen Gänge eines stillgelegten unterirdischen Mausoleums gehe, wo seit Jahrzehnten niemand mehr war. Dann schreite ich durch die Katakomben und neben mir befinden sich die Gräber, eingelassen in den Wänden, oft mit den Bildern der Beigesetzten.Vergessen auf alle Zeit...Ebenso schaurig kann es in der Dunkelheit, in den endlosen Fluren eines verfallenen Tuberkulose-Sanatoriums sein, wenn auf einmal Türen ohne ersichtlichen Grund zuschlagen und ich alleine bin. Was ist für Sie der Reiz des Schaurigen? Wer sich mit diesen Themen beschäftigt, ist nicht nur Geistern auf der Spur. Am Ende steht immer die grundlegenden Frage: Was geschieht mit uns, wenn wir sterben? Ist der Tod das Ende oder geben paranormalen Vorfälle Hinweise auf eine geistige Welt. ortederangst.de

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