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November 2016 - coolibri Ruhrgebiet

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K U L T U R N E W S „A

K U L T U R N E W S „A Sense of History“: Installationsansicht Silke Wagner, Display „Ellen“, 2008 Foto: Tomas Riehle Das Ensemble Ruhr Foto: Jan Pauls Blick in die Ausstellung „Morellet“ (Auschnitt) Foto: Frank Vinken | dwb Am 27. Oktober wird im Museum Folkwang der Nam June Paik Award 2016 verliehen. Der internationale Medienkunstpreis der Kulturstiftung NRW wird bereits zum achten Mal vergeben. Daraufhin sind bis zum 8. Januar 2017 die nominierten Arbeiten internationaler und nationaler KünstlerInnen in einer Ausstellung zu sehen. Dazu gehören unter anderem Katja Novitskova, das Künstlerduo Henning Fehr und Philipp Rühr sowie die Arbeit des Förderpreisträgers 2014, Manuel Graf. Sylvie – beherrscht sind von den Dingen des Konsums. Die Ausstellung „Thingness“ im Künstlerhaus Dortmund widmet sich noch bis 13. November ebenfalls jenen Dingen, mit denen Menschen ihre Welt gestalten. Jedoch wird hier keine konsumkritische Perspektive verfolgt, sondern die Dinge von ihrer Alltags-Funktionalität befreit. Somit sollen sie wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt werden und einen autonomen Charakter bekommen. Das Ensemble Ruhr will einen Beitrag zum friedlichen Miteinander leisten und Brücken zwischen den unterschiedlichen, die Region prägenden Kulturen bauen. Mit drei Gemeinden aus Essen veranstaltet das Kammerorchester das interkulturelle Musikprojekt „Bridges“: Am 3.11. findet der Abend in St. Albertus-Magnus (Bonnekampstr. 49) statt, am 4.11. im afghanischen Hindu- Tempel (Burggrafenstr. 10), und am 5.11. in der. „Yeni Camii“-Moschee (Heßlerstraße 115). An den Abenden gibt es zudem die Möglichkeit, bei Führungen von Gemeindemitgliedern, die Religionen und die Gotteshäuser kennenzulernen. Der Ausstellungs- und Aktionsraum „Alte Mitte“ des Essener Künstlers Lex Spielmann eröffnet am 5. November von 12 bis 21 Uhr an einem neuen Ort wieder seine Pforten. Die neue Wirkstätte befindet sich nun am Viehofer Platz 20 in Essen. Zur feierlichen Eröffnung gibt es Arbeiten von Spielmann selbst zu sehen. Ab 15 Uhr gesellt sich Livemusik von Florian Walter dazu – sowie „weitere Überraschungen“. „Die Dinge“ heißt der 1966 auf Deutsch erschienene Kultroman des französischen Schriftstellers Georges Perec, in dem zwei Protagonisten – Jerome und 86 Das Videokunstzentrum in Gelsenkirchen zeigt noch bis zum 18. Dezember Videoinstallationen und Filmwerke von 30 Künstlerinnen und Künstlern – darunter eine neue Arbeit von Halil Altındere. Unter dem Titel „A Sense of History“ entwerfen die präsentierten Arbeiten alternative Narrative zur gängigen Geschichtsschreibung. Es wird Geschichte und Gegenwart durch die Einbeziehung historischer Ereignisse und persönlicher Erfahrungen reflektiert. Zu den KünstlerInnen gehören unter anderem Harun Farocki, Hermine Freed, Marcel Odenbach und Qiu Zhijie. Das Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna zeigt bis zum 29. Januar 2017 die Ausstellung „Morellet“. Der französische Künstler François Morellet, der im Mai 2016 verstorben ist, verwendete bereits ab 1963 Neonröhren als sein bevorzugtes Arbeitsmaterial. „Neon beschäftigt mich intensiv. Es ist ein hartes und kaltes Material, das ich mag und das es mir ermöglicht, mit Elementen wie Zeit und Rhythmus zu arbeiten“, sagte er 1977. Daher werden frühe Arbeiten aus den 1960er-Jahren ebenso gezeigt wie aktuellere aus den Jahren 2006 bis 2015. „Morellet“ ist die letzte vom Lichtkunstpionier selbst kuratierte Ausstellung. Sie ist im Rahmen der öffentlichen Führungen zugänglich. sr

L I T E R A T U R V O N H I E R 340 S., 11,90 Ein alter Mann soll seine Pflegerin umgebracht haben, ein anderer alter Mann macht sich samt seiner eigenen Pflegerin an die Aufklärung des Falls. Soweit, so ungewöhnlich. Damit das ganze auch zu etwas führt, mischt ein Dorfpolizist mit – denn das Ganze spielt in einem kleinen Örtchen im Sauerland. Am Ende ist Nichts wie es war, aber alle sind irgendwie weitergekommen. Ein warmherziges Buch, das sich vor allem für die Beziehung zwischen Patient und Pflegerin interessiert. Als Inspiration diente der Autorin Kathrin Heinrichs ihre Familie, in der eine Pflegerin irgendwann einfach dazugehörte. 228 S., 12,90 ocm-verlag.de Wer sich gerne realistisch gruselt, ist mit Das Gorbatschow Vermächtnis des Dortmunder Autors Achim Albrecht bedient – denn hier erschüttert „eine Reihe unerklärlicher Terroranschläge“ die Welt. Der Roman arbeitet mit klassischen Elementen des (Agenten-)Thrillers: Wettlauf gegen die Zeit, Hilflosigkeit der Behörden, detaillierte Einblicke in die Beweggründe der psychopathischen Täter. Dabei blickt der Leser in ein Kaleidoskop aus Perspektiven, Charakteren und Orten, zu denen neben London und Paris auch das Moskau rund um das Ende des Kommunismus zählt. 229 S., 9,90 lektora.de Zum Glück ist Sebastian23 nach unzähligen Slams, Moderationen und Büchern immer noch witzig. Der Streit um den Titel seines neuen Buches (Ist er von ihm? Ist er geklaut? Hat ihn jemand von ihm geklaut?) kam ihm gerade recht, das Internet klatschte Beifall. „Hinfallen ist wie anlehnen, nur später“ ist bester 23er-Jahrgang. Der Bochumer spielt in Vers und Fließtext gekonnt mit Sprache, Kultur und Zwischenmenschlichem und nervt dabei nur ganz selten. Und das ist dann vermutlich Absicht. 111 S., 9,90 dortmunder-buch.de 17 Autorinnen und Autoren aus Dortmund und Umgebung haben zur Feder gegriffen und gemeinsam ein „Kettentextkrimihistorischerromanfotodramagedichtberichtlustspiel“ erschaffen. Heißt: Hier wird‘s nicht zu ernst, aber doch ernst genug. Sämtliche angedrohten Genres kommen auch vor. Der Dortmunder Autorenstammtisch hatte seinen Spaß und nannte das fertige Werk Die lynchen uns oder Der Gerichtsvollzieher, der sich selbst den Kuckuck gab nannte. Leichte, spannende Lektüre! Lesung: 25.11. Studio B, Stadt- und Landesbibliothek, Dortmund Symphonic Selections Video Game Music in Concert Sa 12 11 16 14 Uhr & 20 Uhr Nach London, Tokyo und San Francisco nun auch in Bochum: Soundtracks aus Videospielklassikern und die Weltpremiere des orchestralen „Turrican II“-Soundtracks! Bochumer Symphoniker Anneliese Brost Musikforum Ruhr, Großer Saal bochumer-symphoniker.de – Auch auf facebook Infos und Karten unter: 0234 910 8666 87

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