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November 2016 - coolibri Ruhrgebiet

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K I N O Phantastische

K I N O Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind | Start: 17.11. Alohomora! Foto: Jaap Buitendijk, 2015 Warner Bros. Entertainment Inc. and Ratpac-Dune Entertainment LLC Wer im Jahr 2011 dachte, dass die Welt von Harry Potter mit der letzten Romanverfilmung der Vergangenheit angehört, der hat wohl nicht mit dem Jahr 2016 gerechnet: Nach neuem Theaterstück und neuem Buch folgt nun ein brandneuer Film. Zwar ohne Harry, dafür aber mit jeder Menge neuer Magie. Fünf Jahre dürsteten Freunde von Hexerei und Zauberei nach neuem Stoff, nun wird er endlich geliefert. Auf brennenden Besen geht es zurück in die fantastische Welt von „Harry Potter“-Autorin J. K. Rowling. Dabei hört der neue Held auf den für das Potter-Universum typisch skurrilen Namen Newt Scamander. Kein Unbekannter für Potterfans und Hogwarts-Nerds, ist der gute Mann doch Autor des viel zitierten Schulbuches für Zauberlehrlinge „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“. Das wird er aber erst viel, viel später schreiben, zeigt der Film doch seine Abenteuer als magischer Jüngling, der aus der britischen Heimat ins Amerika der 20er reist. Heißt: Kein Harry, kein Hogwarts, kein Hufflepuff. Dafür aber stylische Klamotten, goldener 20s-Glamour und eine unentdeckte Seite der Welt, die für so viele Leser und Zuschauer zum Zufluchtsort vor der eigenen Realität wurde – inklusive der jüngst von Frau Rowling vorgestellten amerikanischen Zauberschule Ilvermorny. Dass besagte Dame auch bei diesem Film die Finger im Spiel hatte, verwundert nicht. 80 Der neuen, magischen Welt ihre Konturen verleiht Regisseur David Yates, auf dessen Konto schon die letzten vier Einträge der Potter-Serie gehen. Titelheld Newt Scamander bekommt dank des britischen, mit Preisen überschütteten Schauspielers Eddie Redmayne ein Gesicht verliehen. Bestreiten muss der ein Abenteuer rund um fantastische Kreaturen, die seinem magischen Koffer entflohen sind und das sowieso schon angespannte Verhältnis von Zauberern und Muggeln (oder wie man in Amerika sagt „No-Majs“) überstrapazieren. Offene Türen Man könnte es auch eine Überstrapazierung nennen, das Potter-Universum auf Basis eines in 2001 erschienenen, fiktiven Lehrbuches weiterauszubauen. Wirklich verblüffend ist es aber nicht, dass ein so beliebtes Franchise nicht einfach in Ruhe gelassen werden kann, locken doch heute nur noch etablierte Namen wie Star Wars, Avengers oder eben Harry Potter die Massen ins Kino. Der Aufhänger mag an den Haaren herbeigezogen scheinen, tatsächlich stecken in dem Film aber reichhaltige Ideen und erfrischende Ergänzungen, die die Tür zu völlig neuen Möglichkeiten öffnen. Mit J.K. Rowling, talentierten Schauspielern und Kennern der magischen Welt an Bord, zeigen daher alle Zeichen Richtung Erfolg. Müssen sie auch, schließlich sollen auf Newts Einstandsabenteuer noch zwei weitere folgen. Und weil nach der Trilogie vor der Fortsetzung ist, darf man sich nach dem Scamander-Dreisatz sicherlich auch schon auf die Verfilmung des Theaterstücks rund um Harrys Sohn Albus Potter freuen. Durststrecken für Zauberfanatiker sind also erst mal Geschichte. Funfact: Newt ist waschechter Hufflepuff! USA, UK 2016, R: D. Yates D: E. Redmayne, Colin Farrell, Katherine Waterston coolibri verlost Shirts und Beutel auf coolibri.de Lukas Vering

K I N O Arrival | Start: 24.11. Foto: 2016 Sony Pictures Releasing GmbH Ich spreche was, was du nicht sprichst Die Ankunft von außerirdischen Lebewesen beflügelt seit jeher Fantasie und Fiktion. Manches Mal sind sie gebäudesprengende Ärsche, andermal undurchsichtige Intriganten und dann wieder kontaktsuchende Überwesen. Wie wir auf ihr Kommen reagieren, ist dabei immer eine zentrale, philosophische Frage, die im Sci-Fi-Drama „Arrival“ mehr Gewicht bekommt, als im durchschnittlichen Alien-Action-Streifen. Die Geschichte dreht sich um Linguistin Louise Banks, die Kontakt zu den Extraterrestrialen herstellen soll, die in zwölf Raumschiffen auf der Erde gelandet sind, und spannt sich dabei geschickt über große wie kleine Themen, über Weltpolitik und Menschlichkeit, wie über Verlust und Liebe. Heraus kommt eine intellektuell stimulierende Mischung aus Frank Schätzings „Der Schwarm“, Robert Zemeckis’ „Contact“ und Emmerichs „Independence Day“. USA 2016, R: Denis Villeneuve D: Amy Adams, Jeremy Renner, Forest Whitaker Girl On The Train | Start: 27.10. Foto: 2016 CONSTANTIN FILM/ STORYTELLER DISTRIBUTION CO., LLC Ich sehe was, was du nicht siehst Die Romanvorlage zu „Girl On The Train“, der Geschichte einer frisch geschiedenen Frau, die beim täglichen Voyeurspiel aus dem Zugfenster Schockierendes beobachtet, sorgte für ordentlich Wirbel. Kritiker deklassierten den Thriller anfangs als Trittbrettfahrer von „Gone Girl“, Lesern war das völlig egal und sie beförderten das Buch mit astronomischen Verkaufszahlen in den Literaturolymp, heute gilt es als frischeste Neuerscheinung 2015. Grund dafür sind eine tiefkomplexe Protagonistin, das unzuverlässige Erzählen, hohe Spannung und das Ergründen eines neuen Genres, genannt Domestic Noir, dass die psychologische und strukturelle Gewalt erforscht, die auf moderne, emanzipierte Vorstadtfrauen wirkt. Nun kommt der Stoff mit brillanter Besetzung auf die Leinwand und dürfte auch dort für abgebissene Fingernägel und wundgekratzte Köpfe sorgen. USA 2016, R: Tate Taylor, D: Emily Blunt, Rebecca Ferguson, Haley Bennett, Luke Evans coolibri verlost drei „Girl On The Train“-Romane aus dem blanvalet-Verlag auf coolibri.de 81

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