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November 2016 - coolibri Ruhrgebiet

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A L B E N J U S T I C E

A L B E N J U S T I C E M E T A L L I C A C L U E S O Woman And Justice for all! Seit dem Remix von Simians Song „Never Be Alone“ anno 2003 ist das französische Electro-Duo von den Tanzflächen nicht mehr wegzudenken und bringt sich nun mit einem Meisterwerk zurück auf die Karte. Ihr Logo ist nach wie vor ein großes lateinisches Kreuz, welches man auch als metaphysische Inspiration für die elektronische Musik deuten könnte. Diesmal bringen die beiden DJs Gaspard Augé und Xavier de Rosnay eine polierte aber tanzwütige Groove-Operette auf das Tableau. Es groovt und poppt wie an einem schwitzigen Abend in der Dortmunder Marlene Bar. Hier ist der Bass immer noch der Boss, formidable! Because/Warner Hardwired... To Self-Destruct Spätestens seit sich Metallica für eine Werbekampagne in Brioni-Anzüge warfen, ist diese Band unerträglich geworden. Drummer Lars Ulrich hat in der Dokumentation „Some Kind of Monsters“ (2004) den Grundstein für seine Arroganz gelegt: Er inszenierte sich als Sammler von moderner Kunst – aber komplett ohne Heavy-Metal-Stallgeruch. Richtig: Diese Band besteht nur noch aus dekadenten Clowns. Musikalisch probieren sie sich wieder mehr an ihren „Masters of Puppets“- und „Black Album“-Wurzeln zu orientieren. Aber trotz einiger wirklich ordentlicher Songs wirkt ihr neues Werk wie alberne Kaspermucke. Vertigo/Universal Music Neuanfang In der Marketingsprache heißt es immer, dass sich ein Produkt nie zu sehr verändern darf: Der Markenkern muss immer erkennbar bleiben. Was für Bauer-Joghurt und den Audi A 6 gilt, das hat auch Clueso beherzigt. Er serviert zwar weniger Singer-Songwriter-Kultur, dafür mehr Indie-Rock und trotzdem ist seine Handschrift genauestens erkennbar. „Lass sie reden“ zum Beispiel ist lupenreiner Schremmel-Guitar-Pop, der von Okkervil River stammen könnte. Besonders markant ist die Gitarre in „Anderssein“, denn diese klingt ein bisschen nach der Handschrift von Kralle Krawinkel und Trio. Der Erfurter Junge macht viel anders diesmal – aber verlaufen hat er sich nicht dabei. Vertigo/Universal Music F R I T Z K A L K B R E N N E R R O B E R T P H E R S S O N R I O R E I S E R Grand Départ Bei der vielsagenden Tour de France ist der „Grand Départ“ der große Starttag für die Radrennfahrer. Fritz Kalkbrenner bastelt sich aus diesem Motto einen symbolischen Aufbruch. Er kraxelt über hohe Berge und tiefe Täler, zwischendrin scheint die Sonne, dann kommt ein ungeahnter Platzregen. Mit diesem vierten Soloalbum setzt der Berliner Partydiktator konsequent die Richtung fort, die er mit seinem letzten Werk „Ways Over Water“ vor zwei Jahren einschlagen hat. Mit vollendeten Arrangements und futuristischen Soundgebilden findet sein ewig pochendes Sound-Design zu neuer Größe. Im Rennrad-Jargon: Er ist der Eddy Merckx der elektronischen Tanzmusik. Soul/Warner 42 Long Way To The Light Der schwedische Gitarrist Robert Phersson ist ein Tausendsassa. Immer wieder tritt er als Motor mit seinen Bands Imperial State Electric, Slingblade oder Dagger in Erscheinung. Oder ist Gastmusiker bei Dead Lord, The Datsuns und Bullet. Auf diesem Album zeigt er, was er am besten kann: Er führt die melodische Hardrockwelt der Marke Thin Lizzy in die zeitlos harmonische Atmosphäre von Bands wie Radio Birdman. Hier wird die Drei-Akkorde-Maschinerie direkt mit schlüpfrigen Powerpop-Melodien zum Swingen gebracht. So klingen Melodien für Millionen. High Roller Records/Soulfood Blackbox Rio Reiser Er war der „König von Deutschland“, verlangte nach „Keine Macht für Niemand“ und war einer der wichtigsten Sänger in unseren Breitengraden – von Jan Delay über Blixa Bargeld bis zu Nena werden da viele zustimmen. Das Songwriter-Leben von Rio Reiser (1950 – 1996) wird mit dieser Veröffentlichung in eine neue Dimension gehoben. Denn auch völlig unbekanntes Material dokumentiert diese Box: Die erste CD der Box enthält Rio Reisers allererste Songs, die er mit 14 Jahren noch auf Englisch getextet hatte. Insgesamt 350 Tracks sind hier auf insgesamt 16 CDs gepresst worden. Das ist ein ganz großes Musik-Kino mit vielen ungeahnten Möglichkeiten. Möbius Rekords/Buschfunk

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