Events, Trends und Reportagen für die Rhein-Ruhr-Region
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November 2016 - coolibri Ruhrgebiet

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S Z E N E D O R T M U N

S Z E N E D O R T M U N D B O C H U M B O C H U M Upcycling von Tanz auf Ruinen Von wegen Müll „Trash ist das Material der Schöpfer.“ Das fanden nicht nur subkulturelle Künstler der Sechzigerjahre, die sich damals noch als minderwertig eingestuften Gütern der Populärkultur zuwendeten, um durch Aneignung und Verfremdung Neues zu schaffen. Heutzutage ist der Austausch zwischen Hoch-, Populär- und Konsumkultur gang und gäbe. Gegenwärtig bekommt der Umgang mit ‚Trash‘ eine ökologische Perspektive. Nämlich dann, wenn sich Menschen dem tatsächlichen Müll widmen, um durch die Wiederverwendung bereits vorhandener Materialien eine stoffliche Aufwertung zu vollziehen. Was in Entwicklungsländern aufgrund von Mangel weit verbreitet ist, hält zunehmend in die westliche Wegwerfgesellschaft Einzug. Sowohl ein wachsendes ökologischen Bewusstsein als auch das Bedürfnis nach Individualisierung können als Gründe genannt werden. In Dortmund findet nun das erste Upcycling-Festival im Ruhrgebiet statt. Im Rahmen von „Trash Up!“ präsentieren Aussteller ihre Produkte. Dazu bietet das Festival mit Workshop-Angeboten und Vorträgen eine Plattform zum Austausch. Ein lockerer Informationsaustausch soll im Festival- Café ermöglicht werden, wo auch die Eindrücke einer Ausstellung und präsentierter Filme zum Thema diskutiert werden können. sr Trash Up!: 12.+13.11., Depot, Dortmund; trashup-dortmund.de Foto: Tanz auf Ruinen Mario Hammer und sein einsamer Roboter Ambiente Klangsphären Eine weniger bekannte Stärke des Ruhrgebiets liegt auf dem Gebiet der innovativen elektronischen Musik. Das Bochumer Label Denovali Records etwa macht sich seit Jahren stark für einen elektronischen Sound jenseits des Mainstreams. Zum Beispiel für neue Strömungen in der Ambient-Musik – jenes Sounds also, den Brian Eno 1978 mit seinem Album „Music for Airports“ formuliert hat: Eine Musik, die nicht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht, sondern eine akustische Umgebung für ein anderes Erleben schafft. Mit dem Festival Klangsphäre erfährt die Ambient-Musik jetzt erstmals eine Würdigung in einem perfekt passenden Raum: dem Planetarium Bochum. An zwei Tagen treten vor allem Protagonisten aus der regionalen Szene auf, die bei den Labels Kompakt oder Traumschallplatten Zuhause sind. Neben Klangwerker Max Würden aus Köln, Mario Hammer And The Lonely Robot aus Düsseldorf sind aber auch der in den Fußstapfen von Vangelis wandernde Ire Merrin Karras, der Regensburger Soundscape- Schöpfer Markus Guentner und die cineastischen Elektronikklänge der italienischen Saffronkeira dabei, die bei Denovali veröffentlichen. fkü Foto: Kompakt / © Botond Istvándi 2015 Grand Pianoramax in Tokyoray Unersättlicher Groove Immer sonntags, immer um 19 Uhr, immer zehn Euro Eintritt – auf diese einfache Formel kann man die Konzertreihe Urban Urtyp in der Christuskirche Bochum bringen. Wohin die Reise musikalisch geht, ist schon schwieriger zu beschreiben: Solo-Klavier-Performances von Hauschka oder Michael Wollny hat genauso Platz wie Indie-Pop von Einar Stray oder Avantgarde-Elektronik von Kreidler. Die Veranstalter suchen mitten im Melting-Ruhrpott nach dem spezifisch urbanen Sound, der von den vielen unterschiedlichen Einflüssen einer lebendigen Stadt lebt – und mit dem Trio Grand Pianoramax von der US-Ostküste haben sie ihn definitiv gefunden. Frontmann ist der aus der Schweiz stammende Pianist und Keyboarder Leo Tardin, der 1999 die erste Solo-Piano-Competition des Montreux Jazz Festivals gewann. In der Christuskirche spielt er zusammen mit Sänger Black Cracker und Schlagzeuger Dom Burkhalter. Alle drei haben sich die Inspiration zu ihrem schwer einzuordnenden Sound auf Reisen geholt. Sie spielten Konzerte zwischen London und Mumbai, Istanbul und Prag – unter anderem. Sie spielen Jazz, Hip-Hop, Funk und Artrock, die Vocals steigern sich manchmal zu Spoken-Word- Passagen – unter anderem. Das ist immer wieder neu und anders spannend – und groovt unersättlich. fkü Grand Pianoramax: 13.11. Christuskirche, Bochum; urbanurtyp.de Foto: Martin Holtkamp Festival Klangsphäre: 11.+12.11. Planetarium, Bochum; planetarium-bochum.de 22

S Z E N E D O R T M U N D coolibri präsentiert KÜNSTLERHAUS DORTMUND klez colours 01.11.–12.11.2016 www.klezcolours.com Paul Murray Zeig dich: Heimat! Unter dem Motto „Heimat, wie bist du so...!“ steht das diesjährige Les- Art.Festival in Dortmund. Und die sogenannte Heimat zeigt sich dabei ebenso vielfältig wie die präsentieren literarischen Formen: mal lyrisch, mal kriminell, mal musikalisch, mal kindlich – aber stets poetisch. So liest am 3.11. Dietmar Bär im Theater Fletch Bizzel aus „Erwin, Mord & Ente“. Tom Liwa präsentiert am 4.11. „ganz normale Songs“, die bekanntlich ebenfalls große Literatur sein können. Zudem werden sich 15 Adelbertvon-Chamisso-Preisträger am 11.11. bei einer Lese-Gala präsentieren. Neben weiteren Terminen zeigt am 13.11. der irische Autor Paul Murray mit „Der gute Banker“ auch die Heimat des Geldes. sr LesArt.Festival 2016: 2.–13.11., verschiedene Orte, Dortmund; lesart-festival.de Foto: © Verlag Antje Kunstmann Thingness Über die Dinge 08.10. bis 13.11.2016 Kaifeng Chun (SGP) Caroline Douglas (GB) Marcel Große (D) Lea Guldditte Hestelund (DK) Ragnhild May (USA/DK) Till Nowak (USA/D) Christine Overvad (DK) Emil Toldbod (DK) Nisrek Varhonja (D) www.kh-do.de Dienstag, 1. November 2016 Citykirche Elberfeld, 18:00 Uhr „BROOKLYN“ ODER EIN JUDE GEHT NACH AMERIKA Samstag, 5. November 2016 Die Färberei, 19:30 Uhr - DANIEL KAHN & THE PAINTED BIRDS - ROSWITHA DASCH UND KATHARINA MÜTHER Samstag, 12. November 2016 Die Färberei, 19:00 Uhr TANZBALL: DI ROD MAKHT GREYSER! - SCHNAFTL UFFTSCHIK U. A. - KLEZMER-TANZWORKSHOP Tickets: www.wuppertal-live.de D O R T M U N D coolibri präsentiert Iveta Apkalna Mit allen Registern Große Ehre für die lettische Musikern Iveta Apkalna, die bereits mit 16 Jahren in ihrer Heimat vor dem Papst spielen durfte. Sie ist ab Januar 2017 die sogenannte Titularorganistin der Hamburger Elbphilharmonie. Für ihr Eröffnungskonzert dort muss die Orgel aber noch eingespielt werden. Wer sich von ihrem Können ein Bild machen will, muss dafür nicht in die Hansestadt reisen, denn Apkalna ist mit ihrem Programm „Orgelrectical“ zu Gast in Dortmund und spielt unter anderem Werke von Bach, Liszt und Aivars Kalejs. Bekannt ist die Lettin auch dafür, dass sie schon mal barfuß oder in glitzernden Goldsandalen spielt. sr Orgelrectical Iveta Apkalna: 16.11. (20 Uhr), Konzerthaus, Dortmund; konzerthaus-dortmund.de Foto: Nils Vilnis D e u t s c h e s B e r g B a u M u s e u M B o c h u M Am Bergbaumuseum 28 (Eingang: Europaplatz), 44791 Bochum w w w . b e r g b a u m u s e um.de w w w . b e r g b a u m u s e um.de/packe n d e s - m u s e u m 23

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