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November 2016 - coolibri Düsseldorf

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T H E M A V E R S C H I

T H E M A V E R S C H I E D E N E O R T E Kleinkunst zum Anfassen Die meisten aller Kleinkünstler, Kabarettisten, Comedians und Co. haben hier angefangen: In Kneipen und Bars, bei Offenen Bühnen und Mixed-Shows. Auch im Bergischen tummeln sich regelmäßig Bühnenkünstler, die in der Regel mit einem Quadratmeter Raum und einem Mikro klarkommen. Im November sind wieder viele hautnah zu erleben. Auch sehr Kleinkunst-rege: David Grashoff aus Wuppertal Foto: Rainer Szesny Vor ein paar Jahren haben einige Kleinkunst-Hungrige in Wuppertal eine schöne Tradition fortgeführt. War Ende der 90er die Mixed-Show „Einstweilige Vergnügung“ in der Alten Feuerwache DIE Kleinkunstsensation, etablierten Florian D. Schulz und Team ab 2009 die Offene Bühne Bergisch Land. Bei der Premiere trat im kleinen Rex-Saal z. B. auch Lisa Feller auf, für deren Shows man heute schon recht tief in die Tasche greifen muss. Ein klassisches Beispiel, wie es in diesem Genre fast obligatorisch ist. Die OBBL jedenfalls ging durch die Decke, findet seit vielen Jahren regelmäßig in der schönen Lenneper Klosterkirche statt und expandierte außerdem nach Bonn, wo es auch bald im neuen Pantheon weitergehen soll. So richtig offen zeigte sich dann vor ein paar Jahren der Wuppertaler Kontakthof. Betreiber Oliver Brick gab die Bühne in der Genügsamkeitstraße wirklich frei und bot dem Publikum eine immer neu gefüllte Wundertüte. 24 „Bühne frei – sei dabei!“ wurde ganz schnell zum festen Termin für bergische Kleinkünstler und Musiker, bis – der Kontakthof erst mal bis auf Weiteres dichtmachte. Aber fünfzehn Minuten ein Star sein dürfen, das wollten auch andere Veranstalter möglich machen. Andreas Kluczynski ging im Frühjahr 2014 mit „Bunterkunt – die offene Spunk-Bühne“ an den Start. Und hier, im Spunk an der Flensburger Straße, wird seitdem achtmal im Jahr das Prinzip einer Offenen Bühne kultiviert. Zwar können Interessierte sich im Vorfeld anmelden, es ist aber immer auch Raum für Spontane, die etwas beitragen wollen. Die Teilnehmer kamen in der Vergangenheit schon aus dem Ruhrgebiet und Rheinland angereist, um sich in bester Kneipen-Atmo dem Spunk-Publikum zu präsentieren; die nächsten Termine: 29.10. und 19.11. Persönlicher Bezug zu einer Location macht auch ein Format möglich, das im Frühjahr zum ersten Mal in Wuppertal veranstaltet worden war: Die komische Nacht. Hier ziehen mehr oder weniger

T H E M A namhafte Comedians von Ort zu Ort, um überall 20 Minuten ihre Gags rauszuhauen. Die Besucher kaufen sich ein Ticket, gehen in eine der teilnehmenden Locations und erleben dort über den Abend verteilt fünf Auftritte. Nach dem gleichen Prinzip funktioniert zum Beispiel auch Music To Go, das im Wuppertaler Luisenviertel erfolgreich veranstaltet wird. Singer/Songwriter machen an den Bars halt und präsentieren ihre Songs. Ähnliches ist jetzt für den 17. November geplant: Bei der ersten Stage2Go regiert ab 19 Uhr die Kleinkunst im Viertel. Beteiligt sind das Café du Congo, das Katzengold, Zum Köhlerliesel, Edelrost, Luise Bar & Café, beatzundkekse, Dio’s Taverne sowie die Viertelbar. Kurzauftritte gibt es dann vom Vollplaybacktheater, von Alexander Löwenherz & Die Unzerbrechliche, von Jörg Degenkolb-Degerli sowie einem Abgesandten der Wuppertaler Bühnen – irgendwie reihum, quer durch und immer unterhaltsam (außerdem für einen guten Zweck). Große Namen können auch die anderen bergischen Städte, sei es in Remscheid, Solingen, Wipperfürth oder Wermelskirchen. Bei kleinen Formaten wird es da schon schwieriger. Poetry Slam funktioniert zwar in nahezu jeder Stadt, offene Formate hingegen nicht. Das Remscheider WTT bietet keine Offene Bühne mehr an, in Solingen hat man sich anscheinend beim Comedy Punch Club eingepegelt. Dieses sehr amtliche Format hat wöchentlich sowohl bekanntere Namen als auch Newcomer im Programm; im Getaway geht es dann bei freiem Eintritt einfach um: Lachen. Abwechslungsreicher geht es da im Wuppertaler Café Swane zur Sache. Zwar fand man hier nach der Schließung des Kontakthofes nur unbeholfen den Namen „Bühne frei“, aber inhaltlich stimmt die gute Mischung unterschiedlichster Künstler allemal (27.10.) VON DER HEYDT-MUSEUM WUPPERTAL 25.10.2016 - 26.2.2017 Degasx&Rodin GIGANTEN DER MODERNE Ermöglicht durch: Nachsitzen mit André Poloczek Wie auch in einem Haus, das man eher mit unfreiwilliger Kleinkunst in Verbindung bringen würde: die Else-Lasker-Schüler-Gesamtschule. Aber hier findet seit einigen Jahren doch tatsächlich zweimal im Jahr ein Abend statt, der sich sehen lassen kann. „Nachsitzen“ ist dieser passenderweise betitelt – ein abendfüllendes Programm bietet eine Mischung aus Kabarett, Musik, Kunst, Talk, Zauberei etc. In der nächsten Ausgabe am 4.11. gibt es z. B. eine Ausstellung von Cartoonist André Poloczek, Musik von der Nachwuchsband The Cube und zeitgemäße Zauberei von André Kollenberg. Politthriller degas-rodin-ausstellung.de „Bühne frei - sei dabei! Das Original“ heißt es derweil trotzig aus dem Kontakthof. Längst ist die Reihe wieder fester Bestandteil im Monatsprogramm (immer am 2. Donnerstag im Monat) Und wer Oli Brick kennt, weiß, dass der Mann immer wieder gerne Neues ausprobiert. Sein aktuelles Baby hat den schönen Titel „Yes we jam!“ Premiere feiert der ultimative Impro-Jam am 24.11. Ziel des Abends ist es, miteinander etwas Neues musikalisches zu erschaffen und einfach Spaß zu haben. „Dabei ist die Grundbedingung, keine bekannten Songs oder Harmonien zu verwenden, sondern mit den anwesenden Musikern etwas Eigenes zu kreieren“, betont der Erfinder. Der Abend verläuft wie ein großes musikalisches Spiel, das auf drei Töpfen basiert. Aus dem ersten Topf wird der Musiker gezogen, der den Anfang der jeweiligen Jam-Runde macht. Aus dem zweiten Topf wird die Stilrichtung gezogen, die in der jeweiligen Jam-Runde vorgegeben wird. Diese Stilrichtungen werden vor Beginn des Jams von allen Anwesenden (auch Gästen) bestimmt. Im dritten Topf finden sich für die Sänger des Abends Texte wieder, die bestimmt noch nie mit Musik vertont wurden. „Spontane Textbeiträge von Gästen sind herzlich willkommen!“ Nachdem der gezogene Musiker sich auf den vorgegebenen Stil eingegroovt hat, ist jeder anwesende Musiker eingeladen mit einzusteigen. Näher dran sein geht wohl kaum ... JD Uraufführung Tickets unter www.theater-oberhausen.de und 0208/8578-184 David Peace Der große Bergarbeiter-Streik in Grossbritannien 1984/85 ab 04. November 2016 25

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