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März 2018 - coolibri Bochum

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BLICKPUNKT Foto: Lena

BLICKPUNKT Foto: Lena Totzek F r i s c h e r W i n d Cookie Jar Was ist dein Background? Ich habe in Köln zwei Jahre lang Fitnessökonomie studiert. Mit dem Studium war ich nicht glücklich. Ich habe etwas gesucht, das mich beruflich erfüllt und habe es jetzt gefunden: Es ist die Kombi aus Backen, Menschenkontakt, Organisation, Fun und Action. Jeder Tag ist anders. Das Backen kam bei mir erst sehr spät als Hobby dazu. Nach dem Abi habe ich oft versucht, Nachtisch zu machen, der nicht hunderttausend Kalorien hat und zu 100 Prozent ungesund ist, qua- Emina Mujkanovic vom cookie jar si „Desserts ohne schlechtes Gewissen“. Ich war immer schon eine Naschmaus, dadurch kam das Ganze ins Rollen. Durch Herumexperimentieren habe ich mir dann alles selbst beigebracht. Wie lief die Gründung deines Unternehmens ab – gab es Stolpersteine, unerwartete Wendungen oder überraschende Unterstützung? Die Gründung lief nicht gerade organisiert ab, da ich alles alleine mit meiner Schwester und meiner Mutter gemacht habe. Wir haben gemeinsam den Laden renoviert, daneben im Kinderwagen schlief meine Nichte tief und fest, trotz Bohrmaschine und Co. Meine Schwester kann einen tollen Laminat-Boden verlegen, dat sach ich euch. Woher bekommst du deine Rezepte und Ideen? Was inspiriert dich? Mich inspirieren meine Menschen im Umfeld, ich höre mir gerne an, was sie gerne neues essen oder am liebsten essen wollen. Was ist deine Spezialität? Vegane Buttercreme, Cupcakes mit Marmelade oder Obst gefüllt und die Salt ’n’ Pepper Cookies (tatsächlich mit Salz und Pfeffer). Mein persönlicher Liebling sind die „Homie Cookies“, Schokoladenkekse in Form von 2Pac, Biggie und Eazy-E. Was wird der nächste, große Food-Trend? Salzige Cupcakes (zum Beispiel mit Bacon on top). Cookie Jar: Kahrstr. 5, Essen, Di-So 13-20h, facebook.com/cookiejaressen 8 Kimbab Spot Wasist dein Background? Eigentlich binich studierteGermanistinund Koreanistin, habeaberauch schoninder Textilbranche undimMesse-und Ladenbau gearbeitetund parallel zumStudium immer gekellnert. VormeinerSelbstständigkeithabe ichzweiJahre lang eine GastronomieamDortmunderPhoenixsee geleitet. Wieliefdie Gründung deines Unternehmens ab? MitKimbap Spot habeich im Juli 2015 losgelegt, parallel zurRestaurant- LeitungamPhoenixsee,was oftmalseineSieben-Tage-Wochemit Nachtschichtenbedeutete. DerLaden kamvielschneller als erwartet, als Ende 2016 dasLokal desehemaligenCaféKalinkasförmlich an meineTür klopfte undich kurzfristigden Mietvertragunterschrieb.Ich denkemittlerweile, dass derZeitpunkt für mich zu früh war. Mein Konzeptwar zu demZeitpunkt noch nichtausgereift,außerdemhabeich damals dieKostenund denZeitanspruch totalunterschätzt.Somussteich irgendwo Geld herzaubern,aberauch dieZeitfür denbürokratischenAufwand finden. Das istbis zuletzteineder größtenHürden, sich im Behörden-Dschungel zurechtzufinden. ÜberraschendeUnterstützungkam,als wir im Oktober2017den Gastro-Gründerpreis gewannen.Das gabmir nichtnur eine Finanzspritze, sondernauch Motivation,weiterzumachen. Woherbekommst du deineRezepte undIdeen?Was inspiriertdich? Ichorientieremichgrundsätzlich an dertraditionellenKüche.Die größte Inspiration bekommeich in Korea, in denkleinen buddhistischenRestaurants, dieauch eine rein pflanzlicheKüche anbieten. MitmeinemKoch entwickleich ständigneue Rezepteund lernevielvon ihm.Ich schaue mir aber auch gerneandereFoodblogs oder Instagram-Accounts an. Wasist deineSpezialität? Unsere Spezialität sind Kimbap-Rollen. Das sind prall gefüllte bunte‚Sushi-Rollen‘, diewir mit denverschiedensten bunten Gemüsen füllen. Waswirdder nächste, großeFood-Trend? Generell sehe ichdie rein-pflanzliche Küche ganz weit vorne. Potenzial füreinen neuenFood- Trendhaben HotDogs, dieleider immer noch durchIKEAein Image- Problemhaben.Super leckereHot Dogsauf Sterne-Niveau, auch in vegan, gibtesimPANsinEssen. Ohne Scheiß:Burgersind out, HotDogsder Hit! Kimbap Spot:Hellweg 21, Bochum,facebook.com /kimbapspot Kyung Ah Meiers vom Kimbap Spot Foto: Marie Möller

BLICKPUNKT Foto: Lioba Kappel Wasist dein Background? Ichbin Soziologin undhabe, bisesmit demLabsallosging, an derTUDortmund gearbeitet. DieLustamGenussund vorallem auch zu begreifen, wasesbraucht, bisein fertigesGericht aufdem Teller landet,hat mich seit jeherangetrieben.Die Geschichtenhinterden Speisenund Produkten faszinierenmich. Um es mitHannah Arendtzusagen: Ichwill verstehen. Wieliefdie Gründung deines Unternehmens ab? Ichdenke,nahezujedeGründerin stößtauf Widerstände,die zu zeitlichen Verzögerungenführen. Vieleshaben wir selber gemacht,konnten aber auch aufHilfevon Familieund Freunden zählen.Unheimlich wertvoll war dieZusammenarbeitmit unsererArchitektin –alleine schon, um dieSpracheder Behörden zu verstehen. Das Hinzuziehenausgewählter Profis würde ichauch jederGründerin empfehlen, um sich aufihre Kernkompetenzen fokussierenzukönnen.ImNachhineinwar dasWartenabernicht verkehrt,weilwir so weiter am Konzeptfeilenkonnten. Woherbekommst du deineRezepte undIdeen?Was inspiriertdich? Unsere Küche istregionalgeprägt,dennoch liebeich es,unsereSpeisen mitanderen kulturellen Elementenaus aller Welt zu fusionieren. Wirlassenuns natürlich aufunseren Heimatbesuchen im Ländle inspirieren, aber auch aufReisen. Ichimprovisiere gerne, Rezepteengen mich schnell ein. Ichkann mich aber auch aufInsta oder Foodblogsverlieren. Wasist deineSpezialität? Am häufigsten hervorgehobenwirdmeinSalatdressing.Ansonsten kümmere ichmichbei unsumalles,was mitTeig zu tunhat. Waswirdder nächste großeFood-Trend? Das weiß ichnicht.Unserer Artder Küche orientiert sich aber auch kaum an Trends. Insgesamt beobachteich eingesteigertesInteresse an Kulinarik undwünsche mir,dasssichdas soziale Treibeninder Stadt stärker in öffentlichen Räumen abspielt –so wieesinvielenanderen Ländernüblichist.Generell denkeich jedoch, dass dieLeute hier mittlerweile offen für neue Konzepte sind undsich gerneüberraschen lassen. Jessica Pahl vom Labsal Labsal Labsal: Rheinische Str. 12,Dortmund Di-Do16-22 Uhr, Fr+Sa16-23 Uhr facebook.com/Labsal- Dortmund Neue Cafés, Restaurants oder Bars eröffnen gefühlt jede Woche. Doch wer sind die Menschen dahinter? Vier junge Gründerinnen aus der Gastronomie erzählen uns von ihrem Weg zum eigenen Lokal, was sie inspiriert und welche Trends die Food-Szene beschäftigen. Inizio Wasist dein Background? Ichbin gelernte Augenoptikerin undhabezwischen2003und 2015 auch in demBeruf gearbeitet.Den Wunsch,ein kleinesCafézueröffnen, hatteich allerdings schonlange.Freunde zu bewirtenund siemit Lebensmittelnzubegeistern,hat mich sehr beschwingt. Wieliefdie Gründung deines Unternehmens ab? Nachdemich endlich diepassendeLocation für meineIdeegefundenhatte,habeich nichts demZufallüber Elif Korkankormaz vom Inizio lassenund bindirekt in dieGastronomie-Welt eingetaucht. Fürmichwar auch einBarista-Kursganzwichtig.Den habeich beider renommierten EspressobarFinogemacht. Woherbekommst du deineRezepte undIdeen?Was inspiriertdich? Icharbeite miteiner kleinenitalienischen Pasticceriazusammen.Handgemacht undbesonders mussesbei unssein. Wirhaben eine kleine Karte, aufder wir Frühstückund einenMittagstischanbieten. UnserGeheimnis istes, keinGeheimniszuhaben: Wirkaufen dieBrötchen unddas Brot vomBäcker vorOrt,wir kochen saisonal undohneGeschmacksverstärker undgewürzt wirdbei unsnur mitfrischen Kräutern. Wasist deineSpezialität? Wirhaben einensehrguten Kaffee vonEspressoPerfettound einenSiebträger vonFaema 61.Den Kaffee mahlen wir für jede Tassefrisch.Wir,also dieBarista vonder InizioEspressobar,sindstolz drauf, sagenzudürfen, dass wir Kaffee-Experten sind. Waswirdder nächste,große Food-Trend? Food-Trend istund bleibt für mich dasZeitlose: Qualität,Liebe,Leidenschaft. Inizio-Espressobar: Münchenerstr.16, Duisburg täglich von8.30-18 Uhr, facebook.com/Inizio-EspressoBar 9 Foto: Privat

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