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Mai 2018 - coolibri Recklinghausen, Gelsenkirchen, Herne

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COOLIBRI VERKUPPELT

COOLIBRI VERKUPPELT BerndMau undHannahNicoleHubert Fotos (2): Lina Niermann Zwei Verliebte: Eine coolibri-Anzeigewar es,die Bernd Mau(49) und HannahNicole Hubert(44) vor vierJahrenzusammenführte.ImMai geben sich die beiden dasJawort und feiern ihre Liebe mit Familie und Freunden am Nordseestrand –dabei standihre erste Verabredungunter keinem guten Stern. Frühlingsgefühle Ohne Freund Volker hätte Berndseine zukünftige Frau vielleicht niemals kennengelernt:Am8. Mai2014machtesichder Netzwerkadministratorauf denWeg zu einerVerabredung miteiner Unbekanntenund steckteschon wenigspäter im Stau.Um18Uhr wollte mansichvor derKneipe SchalanderinUnnatreffen.Dassersichverspäten würde,hatte er derunbekanntenHannahzwarschon mitgeteilt undtrotzdemwar Bernddrauf unddran, dasTreffen abzusagen. „Zum Glückhat mich Volker diehalbeStrecke lang telefonisch gecoacht undmir gesagt,ich sollejetzt bloß nichtumkehren“,erinnerter sich. Frau fürs Leben gesucht Eine Wochezuvor hatteHannah die Kontaktanzeigeimcoolibri entdeckt.„In derAnzeigevon Bernd standgar nichtsoviel, nur, dass er sich wieder verlieben möchteund eine Frau sucht, dieinder Umgebung vonEssen wohnt“,erzählt sie. Also fragte Hannah ihn kurzerhand perMail,obUnna noch zurUmgebungvon Essengehöre,„und weil ichnicht genauwusste, wo Unna liegt, habe ichjagesagt“, ergänztder 49-Jährigeverschmitzt. Telefonate folgten, Fotoswurdenausgetauscht. Am 8. Maiumgenau 19:35Uhr,also eine Stunde und35Minuten später als geplant, sahensichdie zwei dann zum ersten Mal. Wie warder erstepersönliche Eindruck?„Da konnte 16 „Wir haben die ganzeZeit über gegrinst.“ ichnichtsdenken,dawar ichzuaufgeregt“, sagt die44-Jährige. Gemeinsamgingensie ins Lokalund kamendirekt insGespräch. Worüber siedreiStundenlanggeredet haben,wissen beidegar nichtmehrsogenau.„Aber wir haben dieganze Zeit über gegrinst“,erzähltBernd.Irgendwann fasste er sich einHerzund legteseine Hand vorsichtig aufihre. Beim Abschied am Auto dann dererste Kuss.Mit einemLächeln im GesichtfuhrenbeidenachHause. Liebesbotschaftenauf dem Frühstücksei Und vondaanwar alles klar.Seitmittlerweile drei Jahren wohntdas PaarzusammeninEssen.Wer sieimgemeinsamenUmgangerlebt, merkt sofort, hier liegtLiebe in derLuft: Diezwei können garnicht anders,als sich gegenseitiganzustrahlen. „Trotz meiner 44 Jahrefühle ichmichmanchmal wie 16“, sagt Hannah.Neben vielen Gemeinsamkeitengibtesabernatürlichauch Unterschiede: Sieist Vegetarierin,erliebt seineFrikadellen. Er istgroßer„Star Wars“-Fan,sie siehtdie Filme ihm zuliebemit an.Das Geheimnis ihresBeziehungserfolgs:Sie können sich gegenseitigso akzeptieren,wie siesind. Auch wenn Hannah am Wochenende ihremZweitjobnachgehtund als Hochzeitssängerin auftritt,begleitet Bernd sie, obwohl er mitder Kircheeigentlich nichts am Huthat.Bei Konflikten in derBeziehung hilft Reden, davonsinddie beiden überzeugt. „Außerdem sind Ritualewichtig“, meintdie 44-Jährige.JedeWoche schicktsie BerndeinePostkarteund dasnicht nur, wenn siegeschäftlich unterwegsist.„45-Cent-Briefmarken habeich immer dabei.“Dafür schreibt er ihr regelmäßig eine „Ei-Message“, eine liebevolle Nachrichtauf ihr Frühstücksei. DerAntragamStrand DieFrage aller Fragen stellteBernd seiner Hannahdannanihrem dritten Jahrestag im niederländischenKijkduin.„Es warschweinekalt“, erinnertersich, „wir saßenbei einemTee auf‚unserer‘ Bank am Strand,Hannah sollte dieAugen schließenund um Punkt 19:35Uhr binich mich mitdem Ring in derHandauf dieKniegegangen.“Den LöffelinihremTeeglashatte er schnelldurch einenanderen ausgetauscht, auf demeingraviert „MöchtestDumichheiraten?“ stand. „Der Löffel war mein Notfallplan, falls ich kein Wort rausbekomme.“, sagt der49-Jährige. Mitdem Sprechen hatesdann aber zum Glück doch geklappt undHannahsagte „Ja“.Nun,ein Jahr später,werdendie beiden heiraten.Wann genau? Natürlich am 8. Mai. Erststandesamtlich in Hattingenund einpaarTagespäterfolgt diegroße Zeremoniemit Familieund Freunden am Nordseestrand. TrauzeugewirdFreundVolkersein, ohne deneseineHochzeitvielleicht niegegebenhätte. LinaNiermann

SZENE Smart lebenund arbeiten So soll es in Essen51baldaussehen Foto: Thelen Gruppe AufgrünenWiesen spielen Kinder,inder Bibliothek trifft sich ein Grüppchen Senioren zumPlausch und im BistromachenKollegen eine erholsame Pausevon derArbeit. Auseiner trostlosen Industriebrache soll schon bald ein Ortdes gelebten Miteinanders werden. Im März feiertedie Thelen-Gruppe denSpatenstichihres Projekts: Aufeinem 52 Hektar großen Gelände im nördlichen Kruppgürtelentsteht„Essen51“. Doch bevordie ersten Bagger anrückenkonnten, mussten einige Kreuzkröten einneuesZuhausefinden. Seitherversuchtdie EssenerThelen-Gruppe einesder größtenStadtentwicklungsprojekte dervergangenen Jahrzehnte in dieRealitätumsetzen. Eine Milliarde Euro wirdesinsgesamt kosten,der Industriebrache zwischen Pferdebahnstraße undBottroper Straße neuesLeben einzuhauchen.Die Ambitionen sind hoch,dennessollein neuerStadtteil entstehen: Essen51. Etwa 1800 Wohnungen, Büros undGewerbeimmobilien,Kitas,Schulen,Geschäfte, Restaurants soll Essen51beherbergen.Kurz: Wohnen undArbeitenunter einemDach. „Diese Bereiche werden sich in Zukunft immermehrdurchdringen“, erklärt Martina Feckevon derThelen-Gruppe.„Räumemüssensich flexibel wechselndenAnforderungenanpassen.“ Supermärktebereits geöffnet Geplantist einWohnquartierimSüden desKrupp Parks mitetwa500 Wohnungen. Schonjetzt hatsich dorteinigesgetan:Supermärkte, eine Drogerie und einHotel habenbereits geöffnet.ImNordenwirdes dann Essen51geben.Mit maßgeschneidertenWohnungen.„Wirmöchten einlebendigesQuartierschaffen“, erklärt Fecke. Lebenund ArbeitenfindenTür an Türstatt:IneinigenGebäudensindkleineGeschäfte oder Handwerksbetriebe im Erdgeschoss,darüber Büros undCo-Working-Bereiche undinden oberen Geschossen Wohnungenund Gemeinschaftsräume. Auch Arbeitsbereichewerdenkünftig wohnlich gestaltet. In denBürogebäudenentstehen Kantinen,Cafés, Gesundheitseinrichtungen und Wellnessbereiche,die auch von derAllgemeinheitgenutztwerden können.Inden Häusern soll eine starkeGemeinschaftentstehen, mitRaumfür Begegnung: „Gemeinschaftsküchen, Bibliotheken, Werkstättenund UrbanGardening-Flächen, Räume, diealleBewohner nutzen dürfen. Ladestationen fürElektroautos Doch dasQuartiersollnicht nurgemütlichund geselligwerden–sondern auch smart. „Wir lassen dieneuen Megatrends einfließen.Mobilität undvor allem auch erneuerbare Energien sowie Digitalisierung sind dabeiwichtigeThemenfür uns. Dazu lassen wiruns gerade vonExpertenberaten“, erklärtFecke. Ladestationen fürElektroautosund E-Bikesgehörengenauso zumnachhaltigenKonzept wiedie Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Auch mitdem RadsollEssen 51 gut zu erreichensein. Geplantist,das Gelände mit einerFahrradtrasse an dengeplanten Radschnellweg MittleresRuhrgebiet anzuschließen.Eineelf Hektar großeGrünfläche soll dasGesicht desGeländesvom fahlen Beton-Grau in sattes Grün verwandeln.Und auch aufden Dächern soll es grünen undblühen.Hier unddawerdendie Bewohner Wasser plätschern hören, denn einWasserlaufund fünf Teiche werden das Regenwasserauffangen undindie Emscherableiten. Dieseökologische Artder Entwässerung mache das Gelände zu einerkleinen Oase. Damitauch andere Gewässergeordnet ablaufen,lässt dieThelenGruppeeinendreiKilometer langen Mischwasserkanal bauen. Währenddie Bauarbeitengeradeerstbeginnen, wächst dasInteresse am Quartier stetig.„Wir haben schon vieleInteressenten,die sich für konkrete Bereichevormerken lassen.“ Wann dieerstenBewohner ihre Umzugskisten in Essen51auspacken können,ist allerdingsnochnicht klar. Ines Eckermann 17

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