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Mai 2018 - coolibri Düsseldorf und Wuppertal

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THEATER A L T E R S C H

THEATER A L T E R S C H L A C H T H O F Gegendas Vergessen: Karussellder Erinnerung Fotos (2): Sugata Tyler Wider dem Vergessen DerErinnerungsort AlterSchlachthof auf dem Campus derHochschule in Derendorf istAusgangspunkt eines ungewöhnlichenTheaterprojekts. Konzipiert als Rundgang mitfünfStationenthematisiertesdie NS-Zeit in Düsseldorfund dasGedenken an den Holocaustinder Gegenwart undZukunft. 50 Historiker sind meistskeptisch, wenn Theaterleutesichmit Geschichte befassen.Sie wähnen, dass Erfahrungenaus früherer Zeit schlicht ins Jetztübertragenwerden. DieTheaterKunstKöln hateinen anderenWeg gewähltund eindokumentarisches Stückauf Grundlagevon Zeitzeugenberichten undArchivmaterialien entwickelt. „Karusselder Erinnerung“ istein Stationentheater–drei Schauspieler undein Musikerführen dasPublikumzumehrerenOrten.Leitsatzder Inszenierung istein Zitatder Holocaust-ÜberlebendenEstherBejarano: „Erinnernheißt Handeln!“ Wiehat maninder Vergangenheitden Opfern desNationalsozialismus gedacht,wie tut manesheute undinZukunft? Über 6.000 jüdische Menschenaus demRegierungsbezirkDüsseldorfwurdenimZweiten Weltkrieg vomDerendorferGüterbahnhof in die Ghettosund VernichtungslagerimOsten deportiert. Zentrale Sammelstelle war dieGroßviehhalledes einstigenSchlachthofs, wo heute der ErinnerungsortAlter Schlachthofeingerichtet ist. Hier beginntdas Stückund führtweiterzum MahnmalGüterbahnhofDerendorf.Auf demWeg dorthin entsteht über mobile Boxenein Audiobild vonden Namender Deportierten, während die SchauspielerErinnerungen von Überlebendentranskribieren. „Erinnerungmussden Bogenins Heuteschlagen“, sagt RegisseurAndreas Schmid über die Produktionals mobilesTheaterstück. EineinzelnerOrt seiihm nichtangemessenerschienen. DritteStation istdie Buschermühle, wo szenisch Perspektiven derNachgeborenen beleuchtetwerden, bevoresvorbeiander KriegsruineBuscher Hofzum Flüchtlingsheimander Lacombletstraßegeht. Im Haus derJugend schließtsichder Kreis underöffnetzugleich denDialogüberErinnerungskultur, „als Verabredung darüber,wie wir in dieZukunftgehen“. Premiere istam2.Mai; dieZuschauerzahl ist auf60Personenbeschränkt(Anmeldungunter tickets@theaterkunst.koeln). Bittewetterfeste Kleidungtragen. DerEintrittist frei,umSpenden wirdgebeten. BeritKriegs Karussellder Erinnerung:2.-4.5.+ 4.-7.6.(je 19-22Uhr), Start: Erinnerungsort Alter Schlachthof(HSD),Düsseldorf theaterkunst.koeln.de

THEATER W U P P E R T A L Bergische Symphoniker ON FIRE!#2 BergischeSymphoniker mit ON FIRE! Moonbootica #2 mit Moonbootica UngewöhnlicheInszenierung:Liberazione Perspektivenwechsel Starke Frauenbilder sinddieserTage fastüberallzufinden. Wasgerade diejüngereGeneration alsvöllignormal empfindet. Doch demwar nicht immerso: Die1587geboreneMusikerin FrancescaCaccini wareinePionierin ihrerTage.Die Florentinerinwar die ersteOpernkomponistin. Ihre Barockoper „Liberazione“wirdals multimediale Inszenierung vomMusiktheaterkollektiv AGORAinder Oper Wuppertalgezeigt. DieGeschichteist leicht erzählt: Alcina,ihresZeichensmächtigeZauberin, hältden ihr völligverfallenen Ruggerio aufihrer Inselgefangen. Dessen Geliebte Bradamante sendetHilfe,ihreGefährtinMelissa.Diese schafftes miteiner List,Ruggeriozubefreien. DreiFrauenals Hauptcharaktere-ungewöhnlich für dasOpernfach.„Alcina istfür unsaktuell,weilsie vieleGesichter, Welten undErscheinungsformenhat,die sieselbststeuert und modelliert. Das kommt einerständigenSelbstgestaltungvia Social Media sehr nahe“, erklärtAnnaBrunnlechner,Regieassistentinder Produktion. SocialMedia spielt auch in derInszenierungvon RegisseurDavid Benjamin im weitestenSinne eine Rolle. Aufein knappe Stunde reduzierte er die Oper,das Publikum befindet sich inmitten derAkteure aufder Bühne. Schonlange setztsichdas Team um Benjamin mitder Frageauseinander, wieman einenneuenZugangzum Medium Oper schaffen kann.„Dazu zählt vorallem auch dieSituation desZuschauersund dieFrage: Wie schaue ichdie Vorstellungan, wasmacht dasmit mir? So entstand die Idee,die Distanz zwischen Parkettreihenund Bühnengeschehen aufzulösen“, so Brunnlechner. Herausgekommen istnun also eine Artbegehbare Installation, dieZuschauer können mithilfeihresSmartphoneszwischen drei Kameraperspektiven wechseln undsoder Handlungaus verschiedenenBlickwinkelnfolgen.:„Es istunsereeigeneErfahrung,dassein auf mehreren Ebenen sinnliches,körperliches undmedialesEintauchen in eine Oper zu einemtieferen Verständnis führenkann.“ Individuellkann das Publikum entscheiden, ob es denProtagonistenfolgenodereinfachder Musiklauschen möchte. „Aus eigener Erfahrungweißich,dassman oft beim passiven ZuschauenimParkettplatz abdriftet“,soBrunnlechner. „Wir überfordernden Zuschauerabsichtlich etwas, damiteraktiv werden , wählen muss, wasersehen möchteund nichtnur berieseltwird.“Die spezielldafür benötigte Appkann vorabheruntergeladen werden. toc Liberazione: 29.4.,16.6.,14.7.,Opernhaus, Wuppertal wuppertaler-buehnen.de Foto: Claudia Scheer van Erp Konzerthaus Solingen Freitag |25.05.2018 |19:30Uhr TeoOttoTheater Remscheid Samstag |26.05.2018 |19:30Uhr Konzerthaus Solingen ON FIRE!#3 Movie Classics Freitag |13.07.2018 |19:30 Uhr TeoOttoTheater Remscheid Samstag |14.07.2018 |19:30Uhr Gefördertdurch: Partner: STIFTUNG

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