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Mai 2018 - coolibri Düsseldorf und Wuppertal

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MUSIK Familienband(e)

MUSIK Familienband(e) Geschwisterliebe: Kitty, Daisy&Lewis Geschwisterzuhaben,kannFluch undSegen zugleich sein.Keiner kennteinenso gut, aberauchniemandkanneinen so sehr aufdie Palme bringen, wieesBrüder oder Schwesterngelegentlichtun.ImbestenFalleteilt man dieselben Interessen, wie Kitty,Daisy &Lewis ausLondon. Die Drei machengemeinsam Musik, seit sie kleinsind. Unddas mitErfolg. Mitihrem viertenAlbum sind sie gerade auf Tour. Tossia Cormansprachmit dem Trio über musikalischeEinflüsse, das Tourlebenund diekleinen Streitigkeiten desGeschwisterlebens. Foto: Steve Gullick Zuallererst–wieist es,mit seinen Geschwistern in einerBandzuspielen? Lewis: Wir kennen es nichtanders,darum istdiese Frageschwerzubeantworten.Ich denkeaber, dass es aufjeden Fall einige Dingeleichter mach. Wirhaben zwar auch unsere Momente, in denenesmal hoch hergeht, aber wir versuchenimmer,demokratischund fair zu bleiben.Wenn mansichsogut kenntwie unterGeschwistern, geht dasvielleichtein bisschen leichter.Man verzeiht sich leichter. Ihr seid alle Multi-Instrumentalisten-woher kommtdiesesgroße Interesse und dieLiebe zur Musik? Kitty: UnserVater kommt aus einergroßen, indischen Familie. Da wurde immer viel gesungen undgespielt. BeiFamilienfesten wurdendie Gitarren rausgeholt, es wurde getanzt, geklatscht,allemachten mit. Unddann war ganz klar -wennirgendwonochein Banjo, einTambourin oder eine Munharmonikafreiwar,hat mansichdas Instrument geschnappt, um mitzumachen. Undsohaben wir alle, fast nebenbei,soviele Instrumentespielengelernt. Nebenden „Hauskonzerten“bei Familientreffen:WelcheMusik hateuch beeinflusst, alsihr aufgewachsen seid? Kitty: Alsich kleinwar,habeich totalgerne alte Jazz-und Bluesplatten gehört. Unsere Mutter hatteeineriesige Sammlung. Es warimmer Musikim Haus.Und wir sind in London aufgewachsen,daist mantagtäglich umgebenvon so vielen verschiedenenKulturenund Musikstilen. Ichpersönlich habesehrvielwestindischeMusik gehört, aber auch HipHop.Ich liebedie Art, wieKünstler, beispielsweise TheRoots,alteJazz-und Soul-Samples nehmen undzuetwas völligNeuemmachen! Gabeseinen Zeitpu kt,andem ihreuchfür eine Karriere in derMusik „entschieden“habt?Andem klar war, ihrwollt alle drei dasselbe? Kitty: Ichglaube, bewusst entschiedenhaben wir unsalledreinicht.Eins kamzum anderen. Wirhaben schon immer zusammen gespielt,schon 42 früh vieleGigsgehabt. Ichhatte zumBeispiel immer dasGefühl, dass die Schule mich dabeinur stört. Undselbstmeine Lehrer haben mir geraten, dasEisen zu schmieden,solange es heiß ist. Also habeich mit16die Schule verlassen. Vielleichtwar dasder Moment,indem ichmichentschiedenhabe. Und es nichtbereut: Ichfühle mich frei undliebe es! Habt ihreinen Plan B? Lewis: Wir nehmen dieDinge,wie siekommen. Ichzum Beispiel habenoch andere Interessen,klar, aber siehaben alleirgendwiemit Musikzutun. Audio-Equipmententwickelnoderineinem Studio hinterden Reglernzu sitzen.Aberich denke, wir werden immerirgendwie Musikmachen. Das haben wir angefangen,das lieben wir,und wir sind mitvielLeidenschaft dabei. Wennihr aufTourseid, seid ihrimmer sehr eng? Brauchtihr manchmal auch Abstandvoneinander? Daisy: Oftgehtesnachdem Gigsofortinden Busund in dienächste Stadt, da hängtman schonsehraufeinander. Es gibt dann keinen Raum, um sich zurückzuziehen. Ichhabeabernie dasGefühl, dass ichZeitfür mich selber brauche. Wenn dann maljemandschlechtgelaunt ist,versucheich,das nichtzunah an mich heranzulassen. Worüber streitet ihr, wenn überhaupt? Daisy: Es geht meistens um dasTempo derSongs.Dakönnenwir unsirgendwienie so richtigeinigen.Aber so langeesnur dasist... Habt ihrschonmal darangedacht,Soloprojekteins Lebenzurufen? Daisy: Ichmöchteschon gernenochandereSachenausprobieren. EinProjekt nebenKDL,zum Spaß,das wäre gut. Kittyund Lewishaben auch immermal kleinere Kollaborationen mitanderen Musikern, warum auch nicht? Kitty, Daisy&Lewis: 9.5.,zakk, Düsseldorf; zakk.de coolibri verlost3x2 Ticketsauf coolibri.de

MUSIK K Ö L N / B O C H U M Foto: John Jeffreys MonsterMagnet Ein Leben in der Filterblase ZumerstenMal warenMonster Magnet im April 1992 im coolibri-SektorzuGast, damalsspieltensie im altenFZW in DortmundamNeuen Graben.Seitdem istdie Band zu einerfestenInstitution geworden.Nun sind siewiederhier undservieren eine gewohntgutePortion Space-Rock. In jungen Jahrenwar SängerDaveWyndorf Fan vonBands wieHawkwind,MC5, 13th FloorElevators undBlackSabbath –und er probierteseine Vorlieben in einemhardrockigenSound zu offerieren. Diekürzlicherschienene „Mindfucker“- Platte istdas zehnte Studioalbum in derfast 30-jährigenBandgeschichte. Dave probiert sein Lebenauf eine Formel zu bringen: „Fürmichist es schwer unserWerkrichtig einzuordnen,denn wir lebenjaschon in einersehreigenen Filterblase. Gerade wenn du aufTourbist, siehst du Clubs, Backstageräumeund Hotels –das ist ausder Sichtdes Rockmusikersschon einprivilegiertesLeben.InmeinerWahrnehmungwaren MonsterMagnetnochnie Vorreiter desZeitgeistes–und so wirddas auch bleiben.“ Ihr erstes Album „Spine Of God“ von1991hat mitseinem rohenGitarrensound schon Standardsgeschaffen undgiltein bisschen als derKronprinz des Stonerrocks. „Wennesunbedingt einAlbum sein soll“,sagtDave, „was in unsererGeschichte voneinem besonderen Glanzumwehtwird, so würdeich doch eher ,Dopes To Infinity‘aus dem Jahr 1995 vorschlagen. Wirhattendamals einentollenkreativen Output undsindmit viel Spaß undFreudeimStudio gewesen. Eine Platte,wodas überhauptnicht so richtiggeklappt hat, daswaren dieAufnahmesessionsimFrühjahr 1993 zu ,Superjudge‘.“Überhaupthat sich dasLeben derBands in denletzten zwei Dekadensehrverändert.Daveerklärt:„Wirtouren mehr denn je,dennfür Plattenaufnahmen kriegst du kaum noch Geld.Woesfrüherunglaubliche Vorschüsse fürAlbenproduktionen gab, istdas im Spotify-Zeitalterpassé.Als Band bist du heutegezwungenständigKonzertezu spielen,dennnur mitdiesenGagen undden Merchandising-Einnahmenkannst du noch Geld verdienen. Aber ichmöchtenicht verhärmt klingen, oder so.Ich binschon zufrieden, wiees derzeitläuft.“ WieseinLeben fernder Band aussieht,erklärt Davewie folgt: „In meiner Jugendphasehabeich mich mitLSD zugeknalltund dann probiert diese wirrenPhantasienineineArt ShortStories umzumünzen.Heute sind diesewildenZeiten definitivvorbei. Wenn ichzuhause bin, fahre ich malmit demRad irgendwo hin undleseviel.“ Derzeitinteressiertsichder Altrockerfür die amerikanischen Präsidenten: „Esgibtleider nichtden Prototypen derRetters,der alles gut macht. Dastrifft wederauf JohnF.Kennedy, noch aufJimmyCarteroderRonaldReaganzu. DerletztewirklicheErneuererwar Lyndon B. Johnson.Erbeendetedie Diskriminierungder SchwarzenMitbürgerund sorgte fürein anständigesGesundheitswesen. MitTrump sind wir nunwiederinder Steinzeitangekommen.Aber irgendwo istdas auch dasWesen derAmerikaner: Sieliebendie Quantität.Dennsie hättenimmerlieber90heruntergesetzte Sonderangebote als zwei echteSahnestücke.“ PeterHesse Monster Magnet:8.5. Live MusicHall, Köln, 16.5.Zeche, Bochum Foto: John Jeffreys 20. JULI 2018 GREGOR MEYLE 21.JULI 2018 22. JULI 2018 MANDO DIAO 23. JULI 2018 AMY MACDONALD 24. JULI 2018 VISION STRING QUARTET 25. JULI 2018 CHRISTINE WESTERMANN 26. JULI 2018 27. JULI 2018 28. JULI 2018 SOMMERNACHT DES MUSICALS FACEBOOK.COM/FANTASTIVAL

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