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Mai 2018 - coolibri Düsseldorf und Wuppertal

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SZENE S T O C K U M V E

SZENE S T O C K U M V E R S C H I E D E N E O R T E Neues Leben: Ausrangierte Straßenschilderals Deko-Elemente Verkehrsnachrichten Unternehmerfür einJahr –Schüler desMax-Planck-Gymnasiums haben im Rahmen einesProjektkurses ihre eigene Firmagegründet.Bei „Streetcycled“stellen sieaus altenStraßenschildernWohnaccessoires und Möbelher.Das Geschäftsmodell hataucheinen ökologischen und sozialen Aspekt. WieWirtschaftfunktioniert,lernt manambesteninder Praxis.AmDüsseldorfer Max-Planck-GymnasiumgründenSchülerInnen derQ1(11.Klasse) im Projektkurs SozialwissenschaftenjedesJahreineSchülerfirma–von derGeschäftsidee über Finanzierung undProduktionbis hin zu Vertrieb undMarketing. AlinaSchmolkeist diePressesprecherin von„Streetcycled“, dasausgemustertenVerkehrsschildernneuesLeben einhaucht. „Wichtig war unsvor allem Nachhaltigkeit“, erzähltsie.Sosei manauf dasThema Upcyclinggekommen; gesucht warein Rohstoff fürWanduhren,dasie dietristenZeitmesser in denKlassenzimmern so ödefanden. „Und da wir unsallegerade mitdem Führerscheinbeschäftigen“, standplötzlichdie Idee derausrangiertenStraßenschilderimRaum. Mittlerweile gibtesnicht nurUhren, sondern auch trendige Kleinmöbel,jedesStückein Unikat:Beistelltische „Vorfahrt“ oder „Kreuzung“, kleine Garderoben„Parkzeit 2Std.“ oder „Anliegerfrei“,Tablettswie „Tempolimit70“ undAbstellregale „Halteverbot“oder„LKW“.Was läuftambesten? „Die Einbahnstraßen-Garderobe istder Renner“, sagt PR-FrauAlina. DenMetallschrottbezieht Streetcycled vonAutobahnmeistereienund Bauhöfen; fürdie Verarbeitung kooperiertdie Firmamit demFranz-Jürgens Berufskolleg,das denSchülernseine Werkbänkezur Verfügung stellt.Das Upcyclingder unbrauchbaren Schilderkommt derUmweltzugute –andernfalls würdensie eingeschmolzen,wobei dasTreibhausgasCO2 entstünde.Den eingesparten CO2-Wert errechnendie Streetcycler und wandeln ihnLuftballonsum: MitteApril lagdie Menge bei5.000Ballons. Darüber hinaus wirdein Teil derVerkaufserlöse an eine Wohltätigkeitsorganisation fürVerkehrsunfallopfer gespendet. Ob undwie es mitStreetcycledweitergeht, istderzeit noch unklar;für die Jungunternehmersteht nächstesJahrdas Abitur aufdem Plan.Überlegungen,das Projektals GmbH weiterzuführen, sind bereitsangedacht. bk streetcycled.de 20 Foto: Streetcycled Szeneaus „Der Ursprung derGewalt“ Neue Perspektiven Verlängerte Laufzeit,mehrSpielstätten, mehr Unterhaltung –inseineraktuellenAusgabe hält das Paul-Spiegel-Filmfestival„Jüdische Welten“ einige Neuerungen parat. GezeigtwerdenFilme,die unterschiedliche Facettendes jüdischen Lebens beleuchtenoderinIsraelgedreht wurden. Im Judentumkommt derZahl 13 maßgebliche Bedeutung zu:Sie symbolisiertdie Religionsmündigkeit, denEintrittins Erwachsenenleben.Soist auch die13. Auflagedes Paul-Spiegel-Filmfestivals „Jüdische Welten“, das jährlich vonder JüdischenGemeinde Düsseldorf(JGD) organisiert wird, eine besondere.Unter derneuen Kuratorin Polina Ivanovamöchtedie Kinoreiheverstärkt einjüngeres, nichtjüdisches Publikum ansprechen,weshalb derSchwerpunkt desProgramm aufEntertainmentliegt. Verlängert wurdeauch dieDauer desFestivals,das sich zudemnun auf mehrere Spielstättenverteilt(UCIKinowelt, BlackBox,Bambi). An neun stattzuvor fünf Tagenwerdenvom 2. bis10. MaineunFilme jüngeren Datums gezeigt, überwiegend deutscheErstaufführungen (imOriginal mit deutschen Untertiteln). DenAuftakt macht dasaufwühlende Kammerspiel „Morgengrauen“, basierend aufdem Romandes FriedensnobelpreisträgersElieWiesel. 1947,zur Zeit desbritischenMandats in Palästina.Zionisten entführen einenbritischenOffizier, um dieFreilassung eineszum Tode verurteilten Kameraden zu erpressen. Nervenkitzel verspricht auch dasisraelischeGangster-Movie„Unser Vater“:Ein furchtloser Türsteherwünscht sich nichts sehnlicher als einKindund setzt dafürauf volles Risiko.Von Liebeund Verrat handelt dasDrama „Der Ursprung derGewalt“;in„VergangenesLeben“deckenzwei Schwestern eindunklesFamiliengeheimnis auf. AusCzernowitz(Ukraine) stammt Herbert Rubinstein (82),der dortmit seiner Mutter im Ghetto lebteund im letzten Moment derDeportation nach Auschwitzentging. Vonder Kamera begleitet, reiste er nach 71 Jahren erstmals an denOrt seiner Kindheitzurück. „Ich warhier“ heißtdie sehenswerte21-minütigeDoku. Fürden Nachwuchsist derFestival-Sonntag reserviert.Nachmittagsläuft deractionreiche Fantasy-Streifen „Galis –die ReisezuAstra“, zuvorgibt es im Filmmuseumverschiedene Workshopsfür Kinderund Jugendliche. bk Paul-Spiegel-Filmfestival „JüdischeWelten“:2-10.5., verschiedene Orte, Düsseldorf; juedischewelten.com Foto: L’origine Productions

SZENE T A N Z H A U S N R W Für die Norm Gesellschaft und Öffentlichkeit sind zentrale Themen derArbeitvon Verena Billinger und StefanSchulz. In ihrenInszenierungenstellen sie verschiedene Körper und derenRollenund Definitionen in denVordergrund.„UNLIKELYCREATU- RES(drei)ushearing voices“schließtdie Trilogieab, in dersichdas Duomit gegenwärtigen und zukünftigen Vorstellungenvon Körpernbeschäftigt hat. Das Choreografenduoaus Düsseldorfkennt sich schon seit Schulzeiten, gemeinsamverschlug es sienachdem Abitur nachGießen, Frankfurt undHildesheim, wo sieAngewandteTheaterwissenschaft,Tanz, Choreografie undPerformancestudierten.Seit2009arbeitensie miteinander.Das aktuelleStückder beiden Künstler dauert-insgesamt vier Stunden, aufgeteilt in drei Teile. „Prinzipiell beobachten wir,was uns umgibt,welchen Eindruck dieWeltauf uns macht,wohin sich Dingezuentwickelnscheinen – auch wenn das vielleicht etwas groß klingt“, erklärenBillingerund Schulz. „InUNLI- KELY CREATURESbeschäftigen wir unsmit unwahrscheinlichenWesen unddamitzusammenhängend auch mit derFrage nach der Konstruktionvon Körpern undauf welchen Normen dieseKonstruktionbasiert.“ Jeder seinormalund unnormalzugleich, diegesamteWahrnehmung basiereauf ebenjenen Maßstäben,die wir alle verinnerlichthaben. „Wir gehendavon aus, dass Menschen Normen brauchen,umsichorientieren undumDinge einordnenzukönnen. Normen sind alsoper se erstmalnormal, nichts Schlechtes oder moralisch Verwerfliches, sondern unausweichlich undimbestenFallesinnvoll.“ Es kommemehrdaraufan, wieman mit ihnen umgeht, als siezuverneinen: „Tatsächlich findenwir es wichtig, denSpaßdaran zu finden, sich an Normen abzuarbeiten.“ Stehteinmal ein Konzeptzueinem Stück, arbeiten Billingerund Schulz mitihrem Ensemble,den Tänzern, aber auch mitihrem „Backstage-Team“,das jeweils für einenanderen Bereich, wieLicht,Sound Billingerund Schulz: UnlikelyCreatures oder Video zuständigist.Die Aufführung wirdso zu einemmultimedialen Erlebnis,das alleEbenendes Theaters involviert. „Wir haben auch ein starkes Interesseander Form,die wir fürein Stückfinden, wassichbestimmt auch fürdas Publikum zeigt.“ toc Billinger und Schulz–UNLIKELY CREATURES (drei) us hearingvoices: 17.-19.5.,jew.18:15, 19:30und 21 Uhr, tanzhaus NRW, Düsseldorf; tanzhaus-nrw.de Foto: Marina Weigl DAS ABSURDE IN DIESEM BILD IST NICHT DER CLOWN. KEIN KIND SOLLTE IN EINEMKRIEGSGEBIETAUFWACHSEN. BITTE HELFEN SIE AUF CARITAS-INTERNATIONAL.DE

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