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Juni 2018 - coolibri Bochum

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Masurische Seenplatte

Masurische Seenplatte DASTOR ZUM OSTEN Von Dortmund ist Osteuropa quasi nur einen Steinwurf weit entfernt. Den Weg gen Osten bereitet der Dortmunder Airport, von dem aus Flieger in über 25 Ziele zwischen Polen und Rumänien starten. Ganz neu dabei sind Flugrouten nach Lemberg und Charkiw in der Ukraine,zur lebendigen UniversitätsstadtIasiinRumänien und nach Posen und Szymany inPolen. Letzteres Reiseziel lohnt sich dank der Masurischen Seenplatte für Liebhaber grünster Natur. Aber auch die Metropolen Osteuropas wie Krakau, Split, Varna und Budapest sind über Dortmund schnell zu erreichen. Abheben kann man aus der BVB- Stadtzudem gen Süden, etwa nach Mallorca,Porto oder Thessaloniki, aber auch nach London, Wien und München. Infos und Routen auf: dortmund-airport.de ROADTRIP NACH INDIEN Morten Hübbe und Rochssare Neromand-Soma hatten sich einiges vorgenommen, als sie eines Morgens imJahr 2014 ihre Rucksäcke schulterten: Per Anhalter wollte das Paar nach Indien reisen. Über dieses Abenteuer haben sie nun ein Buch geschrieben, nach dessen Lektüre man am liebsten selbst die Koffer packen möchte. Insgesamt sind die beiden durch acht Länder gereist, umnach Indien zu gelangen, ihr Bericht beschränkt sich auf die Türkei, den Iran und Pakistan. Zu persönlichen und inspirierenden Geschichten liefertdas Paar Infos zu Geschichte, Kultur und Politik der jeweiligen Stadt, in der sie gerade rasten. Per Anhalter nach Indien: Auf dem Landweg durch die Türkei, denIranund Pakistan National Geographic Taschenbuch (Piper Verlag), ISBN:978-3492404846, Preis: 16 Euro coolibriverlost 3Exemplareauf coolibri.de Fotos: o.l. iStock mskorpion/Mariusz Switulski; u.r. Morten Hübbe /Rochssare Neromand-Soma Buchcover: Piper Verlag FOTOGRAFIEN VON MICHAEL BADER Deutsches Bergbau-Museum Bochum 05. Juni bis 31. August 2018 www.bergbaumuseum.de/ sonderausstellungen

KINO Spannung im Schraubstock Hereditary –Das Vermächtnis|Start:14.6. Foto: Splendid Film Erzähltwirdin„Hereditary“die Geschichte der FamilieGraham, diegerade ihre OmaElenunter dieErdegebracht hatund sich kurz darauf mit dentypischen unheimlichen Ereignissen des Horrorfilms konfrontiert sieht. Hier malneErscheinung, da malein seltsamesGeräusch. „Typisch“ istdann allerdingsdas wirklich falsche Wort,umden Rest dieses Filmszubeschreiben. So ist„Hereditary“ nämlich zu großen Teilen ein Familiendrama, in dasdie unheimlichen Noten anfangs nurloseverwobensind, bissichdas Netz genEnde stramm zieht. Im ZentrumstehenmenschlicheProbleme,die alles andere als befremdlichsind, sonderndurch ihre Nachempfindbarkeitden emotionalenDraht zwischen Protagonistenund Zuschauern aufbauen.MutterAnnie, VaterSteve,Sohnemann Peterund die leicht merkwürdiganmutende TochterCharlie sind nichtdie typischenOpferfiguren im Horrorfilm.Sie sind Menschen,die stetsunter emotionalemund psychischemDruck stehen undso viel mehr GewichtindieserGeschichtebekommen. Wenn diePresseDinge wie „Der Höhepunktdes Horrorfilms derletzten50Jahre“ über einenGruselstreifenschreibt, dannhorchtman als Genre-Enthusiast auf.Hat mansich dengemeinten Film „Hereditary“dannangeschaut,wünscht mansich, manhätte weggehört. Denn dieser Film drehtden Magen um, schnürt dieLuftab und entlässtseine Zuschauer mit anhaltenden Nachwirkungen ausdem Kinosaal. DieSpannung, um dieesjaimHorrorimmer geht, istdennoch da –und sielässt vonder erstenbis zurletzten Minute nichtlocker. Tatsächlich sind diebeklemmendenund unwohlen Gefühle nichtseltenschwerzuertragen. Man möchtediesemstellenweise tiefenverstörendenFilm vorwerfen,ersei perversinseinersadistischen Lust,den Zuschauerzuquälen.Dabeisindesnicht nurdie Bilder,Einstellungen undSchnitte, diehiermeisterlich Spannung kreierenund aufrecht erhalten,sondern vorallem dieGeräusche undKlänge,die teilweiseüber MinutenimHintergrund schwellenund dabei klammheimlich unterdie Haut fahren,umdort für konstantenervöse Unruhe zu sorgen.So wird dasSchauen von„Hereditary“ zur physischenErfahrung,die einemauch nach demKinobesuch noch in denKnochen steckt.Anders als in konventionellerenGenrevertreterngibtes hier zudemkeine kurzeAuflockerungoderAuflösungder Spannung,keine einzigeVerschnaufpause, keinenochso kurzeSequenz,die daran erinnert, dass es alles doch nurein Film ist, der auch Spaß machensoll. Dieser Horror hier ist gemeiner,ersaugt Zuschauerinseine dunkle, merkwürdigeWeltund lässt sienicht mehr los. 123Minuten lang fühltman sich wieineinen Schraubstockgeklemmt,der immer fester zudrückt. Klingt fies?Ist es auch.Und dennoch will„Hereditary“ empfohlenwerden, denn es ist einfantastisch gutgemachter Film mitviel Substanz undwirklichstarken Schauspielern. Allen voranToniColette,die selbst diewahnwitzigstenSzenenmit einerzwar sehr aufgeriebenen, aber realen Performanceerdet.Wennnun alsodie Presse im Falle„Hereditary“ voneinem modernen Meisterwerk spricht, dann trifft sie damitden Schraubstockauf denKopf. LukasVering R: AriAster,D:ToniColette, Alex Wolff, GabrielByrne coolibri verlost3x2 Tickets aufcoolibri.de 37

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