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Juli 2018 – coolibri Düsseldorf, Wuppertal

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Denkmalpfad Zollverein

Denkmalpfad Zollverein Dein Abenteuer auf der Zeche und Kokerei Zollverein FSOMMER FESEO ERORM MEMENMNE RIMIE N SOMMERFERIEN UNESCO-WELTERBE ZOLLVEREIN Erlebnisführungen und mehr für Kinder und Familien Maximilianpark Neben Lego-Steinen ist Playmobil nach wie vor ein Klassiker in deutschen Kinderzimmern. Der Maximilianpark in Hamm widmet den 7,5cmgroßen Plastik-Männchen noch bis zum 23. September eine Familienausstellung in der Elektrozentrale. Obhistorische Großstadt, Pharaonen-Szenerie oder römische Kampfplätze, hier gibt es einiges zuentdecken. Konzipiert hat die Ausstellung der Hobby-Sammler Oliver Schaffer in Zusammenarbeitmit dem Maxipark. Auch der Hersteller aus Zirndorf hat sich nicht lumpen lassen und stellt nicht nur Exponate, sondern zusätzliches noch umfangreiches Spielmaterial zur Verfügung. maximilianpark.de www.denkmalpfad Sommer 2018 Weiße Flotte Mülheim Die Weiße Flotte Mülheim schippert auch während der Ferien über die Ruhr und nimmt Kurs auf Häfen und Museen. Fünf Schleusungen und eine Rundfahrt durch den Duisburger Hafen, dem größten Binnenhafen Europas, kann man am18. Juli und 15. August erleben. Angelandet steht dann der Besuch des Museums der Deutschen Binnenschifff ahrt oder des historischen Schiffes Oskar Huber auf dem Programm. Besonders familienfreundlich: Kinder zwischen 4 und 14 Jahren zahlen in Begleitung eines Erwachsenen bis zum 31.7. nur 10Euro für die Rundfahrt. Weitere Ausflüge der Weißen Flotte führen zum Mülheimer Hafen, zum Archäologischen Park nach Xanten oder zumBaldeneysee.Bei letztererist sogareine Bergische Kaffeetafel mit Waffeln, Milchreis und Schwarzbrot zur Stärkung der Leichtmatrosen inklusive. muelheim-ruhr.de/tourismus-freizeit/weisse-flottt e Fotos: o.: Thorsten Huebner, u.: Volker Flecht Was darf noch mit aufs Festival? Freizeittipps für die Region 14

KINO Es ist Juli die perfekte Zeit für ein Road Movie durchs sommerlich-idyllische Europa,das mitphilosophischen Ideen nurso um sich wirftund dabeieineLiebesgeschichte erzählt, die sich gegen oberflächliche Schnelllebigkeit stemmt. Fotos (2): Alamode Film 303|Start: 19.7. Gegen die Vereinzelung Nach sieben Jahren Funkstillemeldet sich der österreichische FilmemacherHansWeingartner miteiner dialogstarken Roadmovie-Romanze wieder.Den Drehbuchschreiber,Regisseur und ProduzentkennendeutschsprachigeKinogängervermutlich dank „FreeRainer“, „Die Summe meiner einzelnenTeile“oder„DiefettenJahre sind vorbei“. Gerade letztererfungierte beiErscheinen im Jahr 2004 wieein Manifestfür jungen, irgendwieunbeholfenenabertief empfundenenund ehrlichenWiderstandgegenden Kapitalismus.Damals fing Weingartnerein Gefühl dieser Zeit,ein Motivder Generation ein. Mit „303“ führterdie links-liberale Denkeweiter undwillder jetzigen Studentengenerationein Gegengewicht zu emotionaler Flüchtigkeitund Unverbindlichkeitaufzeigen.Erwillder Schnelllebigkeitmit Emotiontrotzen. „303“ zeigtdie Reisevon Jule,die aufdem Weg vonBerlin RichtungPortugalden gleichaltrigen Janauf einemAutobahnrasthof aufgabeltund ihn erst nurfür einpaarKilometer in ihremMercedes303 Wohnmobilbis nachKöln mitnehmenwill. Nach einpaarHürdenkommendie beidensichdochnäher nicht körperlich,sondern aufideellerEbene.Statt wieinjeder Rom-Com dieFingernicht voneinanderlassenzukönnen, können Jule undJan sich demGedankenaustausch nichterwehren. In langen,teils doch sehr intellektuellenDialogenerklärensie ihre Weltanschauungenund stellenStandpunkte auf dieProbe.HansWeingartner scheut sich dabei nichtvor großen Konzepten. Jule findet etwa, dass derKapitalismus eine Vereinzlungsstrategiehabe, da unglückliche Menschen mehr konsumieren würden, während Janandie angeborene Konfliktgier desHomosapiens glaubt.So wird viel über politische,soziale,kulturelleund philosophische Ideengeredet,die meistüber Worteund selten über Tatenausformuliertwerdenwasauf seltsame Weisezur dargestellten Generation passt. Schließlich sind dieIdeenalle da,tief drin,aberoft bleibensie heute nurein Gedanke, ziehen keine Folgen nach sich. In diesem ideologischenStreitgesprächverwebt stecktaberauch eine Liebesgeschichte,die Weingartnermit Fingerspitzengefühlmehrund mehr ansLicht bringt.Die Verbindung zwischen Jule undJan istglaubhaft, eben weil sieauf mehr basiertals bloßer Hollywood-Film-Liebe. DieRomantikin„303“ fühltsichdeshalb unverkrampftund natürlich an,und wenn dasunausweichliche Bisschen Kitsch dann doch kommt, istesnicht gezwungenund inszeniert,sondern wirkt echt undintim.Das funktioniertvor allem dank Weingartners unbedarft wirkendemDrehstil,der nieschwer, niegewolltist,sondern stetslebensnah.„303“ istverliebtinechtes Lichtund natürliche Szenerien, seineCharaktere wirken echt undbelassen, werden sehr schnellsehrsympathisch undmachenselbst denverkopftesten Dialog mundgerecht. „303“ istsicheretwas zu wort-und kopflastig undfür manchenZuschauer zu tempoarm.Und ja,Juleund JansindabsoluteErste-Welt-Leider, derenideologischeWeh-Wehchen andere Filmfigurenzum Lachen bringenwürden. Aber nichtsdestotrotz ist„303“ einerder wichtigstenFilme über zwischenmenschlicheVerbindung, den dasKinoaktuell bietet. LukasVering R: Hans Weingartner D: Mala Emde,Anton Spieker coolibri verlost2x2 Kinoticketsauf coolibri.de 43

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