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Juli 2017 - coolibri Oberhausen, Duisburg, Mülheim

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DUISBURG, MÜLHEIM,

DUISBURG, MÜLHEIM, OBERHAUSEN E S S E N DieSchwesternRebecca undAnkeScheller Foto: Dominique Schroller Die Schwestern Rebecca und AnkeScheller haben nach einer neuen beruflichen Perspektivegesucht und ihr eigenes Geschäftsmodellgefunden. Sie verkaufen erschwingliche Kleider,die bereitseine Braut glücklich gemacht haben. Träume in Weiß Vomschönsten TaginihremLeben haben viele eine ganz genaueVorstellung. Unvergesslich soll es sein,romantischund außergewöhnlich. Doch dieseTräumeentpuppen sich allzu oftals teuresVergnügen,dennHochzeitensindvor allemeines:ein gutes Geschäft. DieseErfahrung hatauch RebeccaSchellergemacht.Ihre Suche nacheinem passendenBrautkleid entwickelte sich überraschend schnellzueinem Albtraum. „Die Verkäuferinnen haben mich als erstes nach meinem Budget gefragtund als siehörten, was ichausgebenwollte, haben siemichschon an derTür abgewiesen.Unter 1000 Euro ginge bei ihnen garnichts. Das hatmichschockiert.“Die Essenerin ließ sich ihr Kleid schließlich über das Internet maßschneidern. „Wastatsächlich günstigerwar.“ Doch dieErlebnisse hinterließen bei ihr einennachhaltigenEindruck. Als sich ihreSchwester Ankeberuflich umorientieren wollte undsie selbst nachder Babypause denWiedereinstiegsuchte, entwickeltensie zusammen ihr eigenes Geschäftsmodell underöffnetenimFrühjahr einenLaden für Brautkleider aus zweiterHand. „Wir bringenuns beidemit unserenTalentenein.Rebecca kümmertsich vorallem um Marketing, Buchhaltungund die Internetseite. Als gelernte Schneiderin berate ichdie Kundinnen zu Stoffen undSchnitten, kleinere Änderungenkann ichnatürlich auch 20 vornehmen“,sagtAnkeScheller. Siehat zuvor langeTheaterkostümegefertigt,aberauch schonineinem Brautmodengeschäft gearbeitet. DieKundinnen zu betreuen, macht ihr besondersvielFreude. „WenneineFrauein Kleid anprobiert,indem siewunderschön aussieht undder Moment,indem siesichdann entscheidet, dasist schonetwas ganz Besonderes.Die einenfallen unsvor Glückfastumden Hals,andere werden ganz still undgenießeneinfach denAugenblick“, erzähltAnkeScheller. Vonschlichtbis verspielt Beider Auswahl derRoben,die sieankauft,achtetsie bewusstauf stilistische Vielfalt, um ganz unterschiedlichenWünschengerecht werden zu können.DennSpitze, Stickerei,Strass, Schleppe oder Schnürungsollten nichtnur dieBraut erstrahlen lassen, sondernmöglichst auch zum gesamten Fest passen.„Beieiner Bauernhochzeit würde einPrinzessinnenkleid nichtwirken, aufeinem Schlossdarfesdagegenein bisschen pompös sein“,sagtAnkeScheller. VonGröße 36 bis54können diebeiden Schwestern von schlichtbis verspielteinegroße Bandbreite bieten. Denn dasAngebot istgroß. „Wir bekommen täglich Anrufevon Bräuten,die ihr Kleid verkaufen möchten.ImMomentkönnen wir kaum noch etwasannehmen“,sagtRebecca Scheller. Die 34-Jährige hätte mit einer solchen Resonanz nichtgerechnet, sieselbstkönnte sich nie vonihremBrautkleid trennen. „Deshalb hätte ichgedacht,dasssicherviele so eine emotionale Bindungdazu haben.“ Dir Gründe,sichvon demTraum in Weiß zu trennen, sind vielfältig. Einige entscheiden sich kurz vordem Ja-Wort für einenanderen Auftritt,anderen isteszueng geworden oder siemöchten im Schrank wieder Platzschaffen.„Manche Kleider sind noch ungetragen,bei anderensagen dieKundinnen,dass es ihnen Glückgebrachthat undnun eineranderenBraut zu einemperfektenTag verhelfen soll.“ Lieferzeiten gibtesnicht,sodassauch Kurzentschlossene eine Chancehaben,die passende Robe für dengroßenAuftritt zu finden. „Auch werineiner Wocheheiratenmöchte, istbei uns willkommen“,betontRebecca Scheller.Ihr ist besonderswichtig,dassdie künftigen Bräute sich wohl fühlen. „Wir nehmen unsZeitfür die Beratung,haltenuns im entscheidendenMoment aber bewusstimHintergrund.“ DenSchritt in dieSelbstständigkeithaben diebeiden Schwestern bisher keine Sekundebereut. „Noch sind wir ganz am Anfang, doch wir sind glücklich mitdem Laden“,sagtRebecca Scheller. „Und wir wissen, dass wir unsimmer aufeinanderverlassenkönnen“, ergänzt Anke Scheller. Dominique Schroller; aliceundeve.de

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