Events, Trends und Reportagen für die Rhein-Ruhr-Region
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Juli 2016 - coolibri Ruhrgebiet

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U M F R A G E D i e e r

U M F R A G E D i e e r s t e Während die Schulkollegen und -kolleginnen am See liegen oder in den Urlaub fahren, haben es diese Ruhrgebietler gemacht wie ihre Urahnen: Ran an die Kohle! Mit dem Gedanken an ein neues Handy, die Partywochenenden und vor allem Süßigkeiten wurde ein Ferienjob anvisiert. Ob sich das harte Schuften tatsächlich gelohnt hat, das hat Nele Posthausen der arbeitenden Klasse entlockt. e i g e n e K o h l e Angelina (20) In den Ferien arbeite ich oft als Kellnerin. Ich bin über eine Art Leasing-Firma angestellt, die Personal für Veranstaltungen vermietet. Im Sommer sind das vor allem Schützenfeste, Abibälle und irgendwelche Sitzungen. Einmal war ich aber auch auf einer super schicken Gala. Das war in einem piekfeinen Saal im Münsterland mit Kerzen auf den Tischen, Schleiern, die von der Decke hingen und insgesamt einfach einer tollen Stimmung. Das war super! Yassine (22) Mein coolster Ferienjob war natürlich der, wo ich auch am meisten Geld bekommen habe. Das war als Kettenprüfer bei Thiele. Den habe ich auch mit ordentlich System ausgewählt. Ich habe vor den Sommerferien Bewerbungen an alle großen Firmen in der Umgebung geschickt, die Zusagen gesammelt und danach sortiert, was am Lukrativsten wäre. Als Kettenprüfer habe ich dann sechs Wochen lang so viele Nachtschichten, wie nur möglich geschoben, und hatte am Ende 3800 Euro netto. Nicole (24) Im Schwimmbad musste ich aufpassen, dass keiner rennt und es am Sprungbrett geordnet zugeht. Meine ganze Familie ist im DLRG, also bin ich da auch schon seit Ewigkeiten. Und so bin ich dazu gekommen, dem Bademeister in den Sommerferien Unterstützung zu leisten. Meistens ist das ziemlich entspannt gewesen. In der Sonne am Beckenrand abhängen und nach der Arbeit noch ein paar Bahnen ziehen – da gibt es doch Schlechteres! Aleksi (18) Ich komme aus Finnland und habe gerade mein Abitur gemacht. Jetzt habe ich also lange Sommerferien, bis es weiter geht und arbeite für zwei Wochen bei den Ruhr Nachrichten in Schwerte. Das funktioniert, weil Schwerte und meine Heimat Leppävirta Partnerstädte sind. Deutsch habe ich schon sieben Jahre in der Schule gelernt und weil es mir hier während meines Schüleraustauschs sehr gut gefallen hat, bin ich zu meiner Gastfamilie zurückgekehrt. 12

U M F R A G E Anke (26) Ich komme aus einem kleinen Kaff in Sachsen, Großwaltersdorf. Da gab es nicht so super viel zu tun, aber immerhin kannte jeder jeden. Und so habe ich dort über Bekannte einen Job in einer Schlosserei bekommen. Ich war gerade mal 14 und es war meine erste echte Arbeit. Ich habe Schrauben sortiert, an der Theke gestanden und all so was. Die Arbeit hat mich nicht so super begeistert, aber immerhin hatte ich in meinen Sommerferien was Sinnvolles zu tun. Marvin (25) Bei der Inventur am Düsseldorfer Flughafen habe ich im Duty-free-Shop Artikel gezählt. Das war vor allem Kosmetik. Jetzt kann ich also jeden Eyeliner vom Concealer unterscheiden. Gutes Feature, wenn ich meiner Freundin ein Geschenk machen will. Ziemlich hart waren nur leider die Arbeitszeiten: Abends um sieben ging es los, bis morgens um vier. Und weil der Job noch in meine Vorlesungszeit hineinging, hätte ich am Ende Concealer gegen meine Augenringe gebraucht. KOMMA PÜTT KUCKEN! Täglich Führungen über Zeche und Kokerei www.denkmalpfad-zollverein.de Sabina (38) Als ich klein war, habe ich mit meiner Familie in einem ganz kleinen Ort in Rumänien gelebt. Da habe ich ganz schnell viele Jobs gesammelt, weil meine Eltern mich beschäftigen wollten. Mit Acht habe ich für alle Nachbarn in unserer Straße das Laub von den Autos und von Parkplätzen gesammelt, den Rasen gemäht und so was. Dafür habe ich dann manchmal ein wenig Geld, meistens aber Süßigkeiten bekommen Ich habe diese Jobs alle geliebt. Ich war einfach super stolz. Paradiesische Sommertage unter Palmen Yassin (36) Meine Familie kommt aus Tétouan in Marokko. Ich selbst bin zwar in Deutschland geboren und habe immer in Dortmund gelebt, aber wir waren natürlich in den Sommerferien oft da. Weil mein Onkel Fischer war, kannte er dann jeden am Hafen in Tétouan. Also hat er mir da schon mit sieben Jahren meinen ersten Job vermittelt. Für umgerechnet einen Zehner pro Boot habe ich Schnellboote geputzt. Am Anfang war es nur eins und dann wurden es immer mehr. Von dem Geld habe ich mir vor allem Süßigkeiten gekauft... MEIN PARADIES. UNTER PALMEN. Erleben Sie Urlaub mit Südseefeeling im wohl schönsten und größten karibischen Palmenparadies Deutschlands mit mehr als 500 echten Südseepalmen. Das beeindruckende 1.750 m 2 Cabrio-Panoramadach öffnet sich bei Sonnenschein und garantiert unvergessliche Urlaubsstunden in einer einmaligen tropischen Atmosphäre mit zahlreichen Saunen, Whirlpools und Gesundheitsbecken. THERMEN & BADEWELT EUSKIRCHEN Thermenallee 1, 53879 Euskirchen, www.badewelt-euskirchen.de 13

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