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Januar 2018 - coolibri Bochum

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INTERVIEW „ A l l e s

INTERVIEW „ A l l e s i s t s u p e r s o . I c h l e b e m e i n e n T r a u m “ Cartoon-Zeichnen ist keine Einbahnstraße. Mittlerweile tummeln sich alle beliebten Zeichner bei Facebook, lassen sich dort belobhudeln oder harsch angehen. Für Michael Holtschulte gehört das dazu, ihm macht der Fan-Dialog Spaß. Daraus ist sogar sein neuestes Buch entstanden – das Malbuch des Todes. Sebastian Ritscher hat mit dem Hertener Cartoonisten über das Malbuch, Signature Stifte und seinen Lebenstraum gesprochen. Das Malbuch des Todes ist das erste Buch von dir zum Ausmalen. Was ist für dich das Besondere an dem Buch? Es ist ein Beispiel für die Demokratisierung des Sender-Empfänger-Modells. Die geht bei Facebook los, aber es ist nur eine konsequente Weiterentwicklung, dass sie in die Bücher geht. Wie kam es zu dem Buch? Zum internationalen Tag des Malbuchs habe ich einen Tod zum Ausmalen auf Facebook gepostet. Daraufhin habe ich ganz viele ausgemalt zurückgeschickt bekommen. Dadurch kam dann meine Redakteurin beim Lappan-Verlag auf die Idee zu dem Buch. Mittlerweile tragen mehr als 50 Bücher deine Handschrift. Mal warst du an einem Sammelband beteiligt, dann Herausgeber oder du hast ein Buch komplett gezeichnet. Wann kam dein erstes Buch raus? Das war 2004. Dafür schäme ich mir heute die Augen aus dem Kopf. Wieso denn das? Die Witze saßen nicht, die Zeichnungen waren kacke und es war kacke koloriert. Wann ging es denn dann so richtig los? 2009 kam die Anfrage vom Verleger von Lappan. Bereits kurz nach dem Abi habe ich mich dort im jugendlichen Größenwahn vorgestellt, aber meine Sachen kamen nicht so gut an – zu Recht. Allerdings hat der Verleger meine Sachen im Internet beobachtet und mir 2009 gesagt, die Zeit sei reif, beim Sammelband „Fiese Bilder 2“ mitzumachen. Eigentlich war das auch noch die Zeit der Cartoon-Anthologien. Allerdings hatte ich anschließend die Idee zu meinem Apple-Buch iVolution 2.0. Das hat sich dann 15.000 Mal verkauft. Wie bist du überhaupt zum Zeichnen gekommen? Ich habe – wie viele – schon als Kind gezeichnet. Allerdings wurde ich auch durch meine Mutter geprägt. Die hat Kunst studiert und hatte eine Galerie. Sie hat mir ganz viele Zeichentechniken erklärt und beigebracht. Und wie ging es von da aus weiter? Ich habe früher Basketball gespielt und habe für das Hallenheft Cartoons gezeichnet. Dadurch wurde eine Tageszeitung auf mich aufmerksam, für die ich dann die Karikaturen gezeichnet habe. Nach und nach kamen mehr Redaktionen dazu, bis hin zur Süddeutschen. Steile Karriere für einen Hertener Jungen. Du sollst sogar ein eigenes Stifte-Set haben... Stimmt. Ich zeichne gerne mit dem Fudenosuke-Stift von Tombow und habe da mal gefragt, wie lange der hält. So kam der Kontakt zustande und ich bin Markenbotschafter geworden. Dann haben die mir Signature-Stifte gewidmet. Auch keine Alltäglichkeit bei Cartoonisten, oder? Soweit ich weiß, bin ich der einzige Cartoonist mit Signature-Stiften. Es gibt zwar noch andere Stifte, die nach Künstlern benannt wurden, wie etwa Albrecht Dürer, aber der ist auch schon tot. Wie sieht es mit anderen Plänen aus, etwa einer Signature-Gitarre? Das wird wohl nichts. Ich spiele zwar Gitarre und habe früher sogar mit meiner Band Newcomer-Wettbewerbe gewonnen, aber das ist lange her. Was machst du denn stattdessen? Mein Kalender ist durchgetaktet bis 2022. Ich zeichne an zwei eigenen Büchern für 2018, illustriere ein Kinderbuch, arbeite mit Martin Perscheid an einer Anthologie und hätte jetzt eigentlich Bock, wieder mehr mit Trickfilmen zu machen. Mich begeistert nämlich immer das, wofür ich keine Zeit habe. Zeit für Auftritte hast du aber noch, oder? Stimmt. Ich trete gemeinsam mit Oli Hilbring auf. Das heißt dann „Zwei Stricher packen aus“. Das wollen wir auch noch ausbauen. Was willst du denn noch unbedingt beruflich erreichen, was ist dein Traum? Das darf man eigentlich keinem sagen, aber alles ist super so. Ich lebe meinen Traum. Malbuch des Todes, Lappan, 8,99 Euro, totaberlustig.com Foto: Sebastian Ritscher 6 Michael Holtschulte VERLOSUNG Na? Wie malt ihr euch euren Tod aus? Fotografiert euer Kunstwerk und schickt es bis zum 24.1.2018 an sonderthemen@coolibri.de. Wir veröffentlichen die Werke auf facebook und verlosen unter den Einsendungen drei Malbücher des Todes.

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