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Januar 2016 - coolibri Düsseldorf /Wuppertal

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K U N S T Waste not

K U N S T Waste not Foto:Courtesy Song Dong und Tokyo Gallery und BTAP K U N S T H A L L E SONG Dong: Trauerarbeit Das künstlerische Schaffen des Chinesen SONG Dong lässt sich in zwei Teile gliedern: das vor und das nach dem Tian’anmen-Massaker. Vor der gewaltsamen Niederschlagung des Volksaufstands in Peking 1989 war er Maler. Danach konzentrierte er sich auf eine konzeptionelle, künstlerische Praxis und reflektiert bis heute die politischen Umstände seiner Heimat . Die Düsseldorfer Kunsthalle zeigt seine Arbeiten bis März. Zentrales Werk – in der Ausstellung und im gesamten Schaffen des Künstlers – ist „Waste Not“. 2005 wurde es erstmals in Peking ausgestellt, später war es unter anderem im New Yorker MoMA zu sehen. Nun steht die Installation in der Kunsthalle. In einem Holzhaus und drum herum hat Dong 10 000 Haushaltsobjekte aus dem Besitz seiner Eltern drapiert. Eimer sind das. Schüsseln. Aber auch Seifenreste. In den 1950er- und 60er-Jahren musste die große Mehrheit in China mit wenig auskommen. Man sammelte, bewahrte alles auf – in der Hoffnung, es irgendwann später noch einmal nutzen zu können. Eine ökonomische Überlebensstrategie. Die wandelte sich nach dem Tod von SONGs Vater im Jahr 2002 bei seiner Mutter zu einer obsessiven Praxis. Sie versuchte, der Leere, die durch den Tod ihres Mannes entstanden war, 76 mit dem Füllen der Räume des kleinen Hauses zu begegnen. Für „Waste Not“ katalogisierte und ordnete SONG die Objekte. Aber er beließ es nicht dabei, bezog vielmehr seine Mutter wie auch weitere Familienmitglieder aktiv in den Entstehungsprozess von „Waste Not“ mit ein. Mutter und Sohn führten zahlreiche Gespräche, die Mutter gab dem Sohn ihre Erinnerungen an den Verstorbenen preis. So setzte der künstlerische Prozess gleichzeitig auch ein Stück Trauerbewältigung in Gang. Die Gespräche zwischen Mutter und Sohn werden dem Museumsbesucher nicht überliefert. Dennoch erhält er eine sehr private Einsicht in das Leben der Familie. Und damit auch in das Leben vieler Chinesen aus dieser Generation. Alexandra Wehrmann SONG Dong: bis 13.3. Kunsthalle, Grabbeplatz 4, Düsseldorf, Di–So 11–18 Uhr

K U N S T K U N S T & D E N K E R AMERICAN POP ART Meisterwerke massenhaft von Robert Rauschenberg bis Andy Warhol aus der Sammlung Heinz Beck 24. 1. – 16. 5. 2016 Tim Berresheim bei Kunst & Denker Contemporary FotoTim Berresheim Herr Kunst und Frau Denker Ende Juni war er noch als Vortragender zu Gast in der Landeshauptstadt. Tim Berresheim, Künstler, Musiker, Label- und Projektraumbetreiber aus Aachen. Sehr früh am Morgen sprach Berresheim seinerzeit im Rahmen der CreativeMornings über „schlaue Erbsen und Gase“, will heißen über Revolution und Paradigmenwechsel in der Bildgenese. Derzeit sind nun Arbeiten von ihm in der Landeshauptstadt ausgestellt. Bei Kunst & Denker Contemporary. www.ludwiggalerie. de | www.ludwiggalerie.blogspot.de | Tel. 0208 41249 28 andcompany&Co. WARPOP MIXTAKE FAKEBOOK VOLXFUCK PEACE OFF! ’SChLAnd OF COnFUSIOn 22.1. ✖ 23.1. ➽ 20 Uhr FFT Juta ➽ Kasernenstraße 6 Bevor die Frage aufkommt: Ja, die Macher heißen wirklich so. Herr Kunst und Frau Denker. Gemeinsam betreiben die beiden einen Ausstellungsraum, der erst Anfang November an der Düsseldorfer Florastraße eröffnete. In den Räumlichkeiten einer ehemaligen Fabrik sollen von nun an Kunstprojekte und Ausstellungen realisiert werden. Tim Berresheim macht den Anfang in den frisch umgebauten Räumen. Unter dem Titel „Happy Fingers“ sind sechs verschiedene Editionen zu sehen, die der Künstler eigens für Kunst & Denker Contemporary schuf. Berresheim beschäftigt sich mit den Effekten digitaler Technologien auf visuelle Kultur und Lebensbedingungen, Wahrnehmungs- und Erkenntnisweisen. Sein Werk entsteht mit den Mitteln digitaler Bilderzeugung. Die Arbeiten, die in Düsseldorf gezeigt werden, hat Berresheim jeweils in zwei Ausführungen geschaffen – eine für das Betrachten mit bloßem Auge, eine für das Betrachten mit 3D-Brille. Warum sollte das, was im Kino schon seit Jahren so gut zu funktionieren scheint, nicht auch im Kunst-Schauraum klappen? Zu sehen ist jedenfalls ein wirres Geflecht aus Schnüren und Haaren, kombiniert mit einem umherfliegenden Mund, einem Handschuh und einem Pflaster. Dazu gesellen sich Computerbilder und Raumillusionen, die mit der eigens entwickelten Augmented Reality App zum Leben erweckt werden. AW Tim Berresheim „Happy Fingers“: bis 15.1. Kunst & Denker Contemporary, Florastr. 75, Düsseldorf; Mo–Fr, 9–15.30 Uhr nach Vereinbarung fft-duesseldorf.de Tickets ➼ (0211) 87 67 87-18 Das FFT wird gefördert durch die Landeshauptstadt Düsseldorf und das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen Slothrop.eu 1 Kathrin Krottenthaler 77

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