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Hamm, Unna, Hagen - coolibri Dezember 2017

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THEMA D O R T M U N D

THEMA D O R T M U N D Geflüchtete bilden Redaktionsgruppe Die Urbanisten bilden gemeinsam mit Flüchtlingen eine Redaktionsgruppe in Dortmund. Foto: springfeldtprofifoto.com Geflüchtete bilden eine Redaktionsgruppe in Dortmund. Ziel des gemeinsamen Projektes der Urbanisten e.V., der Universität Siegen und des Netzwerks für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe ist es, Geflüchteten das Ankommen und Leben in der neuen Heimat Dortmund zu erleichtern. Zusammen möchten die Akteure dafür die digitale Plattform www.gefluechtete-dortmund.de ausbauen. 18

THEMA In Dortmund wohnen über 8000 geflüchtete Menschen, der Großteil von ihnen lebt inzwischen in eigenen Wohnungen und integriert sich gut in die Dortmunder Gesellschaft. Zahlreiche Vereine und Initiativen bemühen sich, dies nach bestem Können zu unterstützen. So auch „die Urbanisten“, welche im Unionviertel beheimatet sind. Hier zwischen Innenstadt und dem aufgrund seiner kleinen, aber äußerst stabilen rechten Szene weit über die Grenzen Dortmunds hinaus bekannten Stadtteil Dorstfeld hat sich der Verein vor über fünf Jahren angesiedelt. In den ersten Monaten noch in direkter Nachbarschaft zu den Neonazis, dann neben den Räumen des Vereins befand sich bis 2012 ein Hausprojekt der Rechtsradikalen. Heute bestimmen Initiativen für eine selbstbestimmte Stadt und die Aufwertung des Viertels das Bild. An vielen Geschäften und Privathäusern kleben Sticker mit dem Slogan „Refugees Welcome“ – ein Motto, dem sich auch die Urbanisten verschrieben haben. Gemeinsam mit dem Netzwerk Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe Dortmund, der Universität Siegen und der appcom Interactive GmbH will der Verein im Rahmen des vom Europäischen Fond für regionale Entwicklung und vom Land NRW geförderten Nett.Werkzeug-Projekts nun ein Internetangebot schaffen, über das sich Geflüchtete, Ehrenamtliche und weitere Akteure vernetzen und informieren können. Das Besondere an der Idee: Die Website soll von Geflüchteten selbst als Redaktionsgruppe mit erstellt und mit Inhalt gefüllt werden. Die Bildung und Betreuung dieser Gruppe sei nun Auftrag des Vereins, sagt Annette Bathen von den Urbanisten. Kennenlernen bei Tee und Baklava Am 19. Oktober stand das erste Treffen an und alle Interessierten wurden ins Unionviertel geladen. Bei Tee und Baklava stand das Kennenlernen zwischen dem schon bestehenden Team aus Ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern und der zu gründenden Redaktionsgruppe aus neuen Mitbürgern im Vordergrund, doch die Rahmen für eine zukünftige Zusammenarbeit wurden ebenfalls abgesteckt. Und wie genau soll es nun weiter gehen? Annette Bathen hat hierzu konkrete Vorstellungen: „Ich wünsche mir, dass die Redaktionsgruppe so stabil und nachhaltig gebildet wird, dass sie die Seite auch über den Projektzeitraum hinaus pflegen und mit Inhalten versorgen wird.“ Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten das Netzwerk Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe, die Uni Siegen und die Urbanisten mit Profis und anderen Ehrenamtlichen zusammen. Als Vorbilder nahm man sich das Bochumer Magazin „here“ und das ebenfalls in Bochum beheimatete Zeitungsprojekt „Neu in Deutschland“, welche beide ebenfalls durch geflüchtete Menschen veröffentlicht werden. Liegt der Fokus bei diesen Projekten auch auf Inhalten von geflüchteten Menschen für Deutsche, wollen die Urbanisten einen anderen Weg gehen: Zwar soll das Projekt samt seiner Inhalte allen offenstehen und diese ansprechen, doch der Aspekt der Integration wird besonders ernst genommen. „Wir wollen nicht über Geflüchtete reden, sondern mit ihnen. Was in Dortmund fehlt, sind Informationen für Menschen, die auch hier bleiben. Die brauchen nicht mehr diese ‚erste Hilfe‘ und genau darum soll es bei dem Projekt gehen“, beschreibt Annette Bathen die zukünftige Arbeit der Redaktionsgruppe. Es sei wichtig, den Menschen mit Bleibeperspektive auch weitere Perspektiven zu schaffen, ihnen wichtige Fragen zu Themen wie Kultur, Arbeit und dem alltäglichen Leben zu beantworten. Dies gelinge den Menschen, die wissen, was sie brauchen, am besten. Justin Mantoan Die Urbanisten e.V.: Rheinische Straße 137, Dortmund; dieurbanisten.de und gefluechtete-dortmund.de. ADVERTORIAL Einzigartiger Mix aus Fitness, Musik und Design – JOHN REED Fitness Music Club kommt nach Dortmund Am 8. Dezember 2017 eröffnet der neue JOHN REED Fitness Music Club in Gartenstadt-Nord. Auf rund 1.800 m2 entsteht ein neues Fitnessstudio-Konzept mit einem ganz besonderen Mix aus Fitness, Musik und Design. Designerwohnung mit Clubatmosphäre JOHN REED ist viel mehr als ein gewöhnliches Fitnessstudio. Das zeigt sich vor allem am Musikprogramm und am Design der Clubs. Der hauseigene Radiosender, JOHN REED Radio, bietet einen Mix aus Elektro, Hip Hop und Pop und sorgt damit für die richtige Musik zum Training. Eine weitere Besonderheit: Zwei Mal wöchentlich – immer montags und freitags – legen in jedem Club lokale DJs live auf. Dazu schafft das außergewöhnliche Design eine besondere Atmosphäre und Trainierende finden sich in einer Designerwohnung mit Clubatmos phäre wieder. Bei JOHN REED verschmelzen Einflüsse exotischer Kulturen, Design-Elemente historischer Epochen und Street Art urbaner Metropolen. Zusätzlich gestaltet in jedem Club ein Street-Artist aus der Umgebung eine eigene Wand. In Gartenstadt-Nord hat sich der Dortmunder Künstler DECYCLE verewigt. Training ohne Grenzen JOHN REED bietet eine Vielzahl an Trainingsmöglichkeiten von Cardio-, über Geräte-, Freihantel- und Functional Training, bis hin zu geführten Group Workouts und Personal Training. Mit den virtuellen Kursen von CYBEROBICS® stehen den Mitgliedern täglich zwischen 6 und 24 Uhr mehr als 50 Kurse zur Verfügung. Ab Ende des Jahres wird es zusätzlich Live-Kurse mit Trainern geben. Eine Mitgliedschaft ist bereits ab 25 Euro möglich. Ein zweiter Standort in Innenstadt-Lage ist bereits in Planung und soll 2018 eröffnen. JOHN REED Fitness Music Club Dortmund Gartenstadt-Nord · Westfalendamm 166 · 44141 Dortmund · www.johnreed.fitness 19

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