Events, Trends und Reportagen für die Rhein-Ruhr-Region
Aufrufe
vor 7 Monaten

Februar 2018 - coolibri Dortmund

  • Text
  • Dortmund
  • Bochum
  • Oberhausen
  • Duisburg
  • Sucht
  • Zeche
  • Musical
  • Jazz
  • Frau
  • Schauspielhaus

BLICKPUNKT VALENTINSTAG

BLICKPUNKT VALENTINSTAG Elisabeth Hoppe und Martin Engelbach bei Proben des Theaters Oberhausen Foto: Theater Oberhausen Liebe im Beruf Elisabeth Hoppe (36) und Martin Engelbach (50) tun etwas, was sich wohl viele Paare nicht vorstellen können: Sie teilen nicht nur ihr Privatleben, sondern arbeiten auch noch zusammen. Er als musikalischer Leiter, sie als Schauspielerin am Theater Oberhausen. Wie das funktioniert und ob es Reibungspunkte gibt, haben sie Lina Niermann im Gespräch verraten. Wie habt ihr euch kennengelernt? Elisabeth: Wir haben 2009 gemeinsam an dem Theaterstück „Das Fest“ in Hannover geprobt. Martin wurde mir als musikalischer Leiter vorgestellt, was mich zunächst verschreckte, da ich Angst hatte, auf der Bühne singen zu müssen. Also dachte ich nur: Verhalte dich so unauffällig wie möglich, damit er dich nicht bemerkt. Richtig kennengelernt haben wir uns dann erst einige Produktionen später. Martin: Richtig aufmerksam geworden bin ich auf Elisabeth in der Produktion „Das doppelte Lottchen“ 2010. Da haben wir viel Musik zusammen gemacht. Wir mussten hier viel an der zweiten Stimme von Elisabeth arbeiten. „Martin ist jemand, der ungern Nein sagt“ Wie lange arbeitet ihr schon zusammen? Seit 2009 haben wir in verschiedenen Theater-Produktionen zusammengearbeitet, wir arbeiten also nicht ständig zusammen, sondern phasenweise bzw. projektbezogen. Wie kam es dazu? Durch Zufall. Wir waren am gleichen Theater engagiert. In welchen Situationen seid ihr als Paar schon an eure Grenzen gekommen? 8 Da wir innerhalb der Arbeit unterschiedliche Aufgaben haben, hat jeder seinen eigenen Freiraum, insofern gibt es selten Anlass zum Konflikt. Was nervt euch am anderen? Elisabeth: Martin ist jemand, der ungern Nein sagt und in seiner Funktion als musikalischer Leiter wird er natürlich für vieles (kleine Liederabende, Lesungen etc.) angefragt. So kommt es, dass er manchmal viel zu viel gleichzeitig macht. Ich glaube, wenn ich nicht seine Freundin wäre, würde ich das einfach nur bewundern, aber so nervt mich das manchmal. Und was schätzt ihr am anderen? Elisabeth: Es ist immer schön, mit Martin zusammenzuarbeiten, denn abgesehen davon, dass ich mittlerweile gern auf der Bühne singe, was in erster Linie sein Verdienst ist, verbreitet er stets gute Stimmung. Selbst in den stressigsten Proben hat er immer einen guten Witz auf den Lippen. Martin: Ich arbeite gerne mit Elisabeth zusammen, weil sie immer das Ganze im Auge hat – und dazu gehören eben nicht nur die Musik, sondern auch alle anderen Aspekte einer Produktion. Das Schöne an der Zusammenarbeit ist, dass wir abends auf der Fensterbank bei einer Zigarette über unsere Arbeit quatschen können. Was plant ihr für die Zukunft? Viele weitere gemeinsame Stücke.

coolibri verkuppelt BLICKPUNKT VALENTINSTAG 416 Zeichen, die das Leben verändern – Friedl (51) und Ruth (50) haben sich durch eine Kleinanzeige im coolibri kennen und lieben gelernt. Nach gescheiterten Beziehungen wollten es der gebürtige Bayer und die Frau aus Niedersachsen im Sommer 2015 noch einmal wissen. Dabei war es für Ruth keine Liebe auf den allerersten Blick. Haben ihr privates Glück gefunden: Friedl und Ruth. Foto: privat „ M e i n e r s t e r G e d a n k e w a r : ü b e r h a u p t n i c h t m e i n T y p “ „Ich suche die Frau, die Mut und Vertrauen besitzt, die ersten Schritte gemeinsam zu gehen: Sich kennen zu lernen, sich näher zu kommen. Ob Liebe daraus wird?“ hatte in der Anzeige gestanden. Der schlichte Ton der Worte hatte Ruth gleich gut gefallen. „Ab einem gewissen Alter ist man realistisch und kann mit der kitschigen Romantikschiene nicht mehr so viel anfangen“, sagt sie. Ruth hatte zu diesem Zeitpunkt schon eine Ehe hinter sich und war nach langer Zeit wieder auf Partnersuche. Als sie die sympathischen Zeilen sah, fasste sie sich kurzerhand ein Herz und schrieb dem Unbekannten eine E-Mail. Einige Nachrichten gingen hin und her. „Man muss dazu sagen, Friedl kann sehr gut schreiben“, schwärmt die 50-Jährige. Recht schnell schickten sie sich auch Fotos, telefonierten und vereinbarten ein erstes Treffen. Ruth schlug den Stimbergpark in Oer-Erkenschwick als Treffpunkt vor, weil sie dort in der Nähe wohnte und auch weil sie ein wenig testen wollte, ob Friedl bereit war, die Mühen auf sich zu nehmen und die Strecke von Bochum zu ihr zu fahren. Da es ein heißer Sommertag war, nahmen beide ihre Schwimmsachen mit. Eine Verabredung, die kein Ende nimmt „Mein erster Gedanke war: überhaupt nicht mein Typ, sehr groß, schlank, fast schlaksig“, erzählt Ruth, „ich muss heute noch lachen, wenn ich daran denke, wie Friedl auf mich zukam. Er sah aus wie ein Riese, der gerade einen Berg erklimmen will.“ Der fast zwei Meter große Friedl war hingegen von der kurzhaarigen Frau in dem schicken Sommerkleid sofort angetan. „Eine Frau im Kleid, das sieht man ja heutzutage auch nicht mehr so oft“, erinnert er sich. Beide gingen spazieren, unterhielten sich, tranken gemeinsam einen Kaffee. Die Chemie stimmte. Also beschlossen sie, auch noch im angrenzenden Freibad schwimmen zu gehen. Selbst danach war die Verabredung noch nicht vorbei: Abends fuhren sie nach Recklinghausen zum Italiener. „Ich habe gleich gemerkt, da sitzt mir ein höflicher Mann mit guten Umgangsformen gegenüber“, erinnert sich Ruth. In den folgenden Wochen beschnupperten sie sich ausgiebig weiter und stellten dabei fest, dass es sehr gut passte. Mittlerweile leben Friedl und Ruth zusammen mit Ruths 17-jährigem Sohn im Kreis Recklinghausen. Beide sind beruflich ziemlich eingespannt, sie als Diätberaterin und er als Betriebsleiter. Deshalb genießen sie die gemeinsame Zeit umso mehr. Am Wochenende wandern sie gerne draußen in der Natur, gehen ins Theater oder kochen zusammen. Für Friedl war der Zusammenzug eine ganz schöne Umstellung. Bevor er Ruth kennenlernte, hatte er allein gewohnt und nun lebt nicht nur die Partnerin, sondern auch gleich noch ein junger Mann mit im Haushalt. „Dass Friedl das gemacht hat, da ziehe ich jetzt noch meinen Hut vor – das ist Liebe“, sagt Ruth. Lina Niermann 9

coolibri Magazine 2018

coolibri Magazine 2017

edition coolibri

Ruhrgebeef No6 - Leseprobe
Backmagazin
Ruhrgebeef No5 - Leseprobe
Ruhrgebeef No4 - Leseprobe
Leseprobe: Ruhrgebeef - Vol 2
Landtagswahl NRW 2017
coolibri Campus NO 02