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Februar 2017 - coolibri Oberhausen, Duisburg, Mülheim

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K U N S T „Es sind Nuancen, auf die ich achte“ Der Düsseldorfer Heiko Tiemann zeigt sich in Mülheim als dokumentarischer Fotograf mit dem Schwerpunkt Porträt. Entstanden sind die Fotografien unter anderem in einem Hospiz in Waltrop oder in Förderschulen in Duisburg. „Glass“ aus der Serie „Zufügung“, 2014 Foto: Heiko Tiemann Warum konzentrieren Sie sich in Ihrer Arbeit auf Menschen in besonderen Lebenssituationen? Die Gründe dafür liegen in meiner Neugier und darin, die Möglichkeit zu haben, unterschiedliche Menschen und Lebensbereiche kennenzulernen und das in Bildern umzusetzen. Ich sehe mich als Chronist, um das zu zeigen, was oft übersehen wird. Ich habe in der Psychiatrie oder im Hospiz gearbeitet, um die Würde darin zu zeigen. Was löst die Auseinandersetzung mit einem Thema aus? Ich recherchiere viel, lese viel, aber ich gehe einfach mit offenen Augen durch die Welt. Ich beobachte und fotografiere kontinuierlich im Kopf, assoziiere, und setze die Bilder für mich um. Anschließend verfolge ich den Ansatz, in die Situation zu gehen und mittels der Fotografie wieder etwas Unvorhergesehenes zu schaffen. Wie planen Sie Ihre Projekte? In der Praxis ist es wichtig, in die Communities zu gehen, Interesse und Aufnahmebereitschaft zu erzeugen und ganz profan: Genehmigungen einzuholen, Schulen, Institutionen und Fördereinrichtungen zu kontaktieren, da zu sein, Kontakt mit den Eltern und zu den Kindern aufzubauen. Ich habe Vorläufe von einem halben Jahr. Zunächst gehe ich wochenlang hin, ohne zu fotografieren: Ich bin in der Schule, nehme am Kunstunterricht teil, mache Projekte mit den Kindern und lege meine Motivation gegenüber den Kindern, der Wohngruppe oder der Klasse dar. Den Zugang und die Vertrauensbasis muss ich mir erarbeiten. Ist das bei der Umsetzung die größte Herausforderung? Das ist die größte Herausforderung, aber auch das größte Geschenk. Und ohne meine Protagonisten und meine Porträtierten wäre meine Arbeit unmöglich. Ich gehe immer ein paar Schritte zurück, dränge mich nicht auf und versuche, dass die Menschen, die ich porträtiere, von sich aus sprechen und sich öffnen. Das sind immer sehr fragile Situationen, in die ich viel Achtsamkeit bringen muss und nichts forcieren kann. Natürlich ist die Grundvoraussetzung der Respekt und die Neugierde. Wie erlebt ihr Gegenüber die Situation? Das ist spannend. Natürlich frage ich mich das. Da ich mit einer Groß- oder Mittelformatkamera arbeite, entsteht durch die Langsamkeit des Arbeitens eine besondere Kommunikation. Und diese zeigt mir dann die Reaktion auf. Manchmal ist es ganz ruhig. Es sind Nuancen, auf die ich achte. Die Ruhe erzeugt einen Schwebezustand zwischen Zögern und Offenheit. Und dann kommt wieder die Achtsamkeit ins Spiel. Denn wenn ich diese Momente nicht entdecke oder sorgsam damit umgehe, dann ist der Moment weg. Hier ist die Fotografie ideal, da es eine Momentaufnahme ist, die über den Moment weiter strahlt. Welche Rolle spielt die Inszenierung und Komposition? Ich schaue mir Wochen vorher die Räumlichkeiten an und lasse diese auf mich wirken und beobachte, wie sich die Kinder in den Räumen bewegen, welches Verhältnis sie dazu haben. Das ist mir sehr wichtig, da sie sich in der Umgebung vertraut und geborgen fühlen. Die Inszenierung und Komposition ergibt sich eigentlich in der Situation, wenn für mich ein starkes Bild und eine starke Situation entsteht, die vielleicht auch gar nichts mit der ursprünglichen Situation zu tun hat. Ich habe zwar das starke innerliche Konzept, aber das Intuitive ist mir sehr wichtig. Teilweise ist es wie eine Black Box, denn wenn es diese nicht gäbe, dann wäre es ja auch unspannend – sowohl für mich als auch für den Betrachter. Stefanie Roenneke Heiko Tiemann. „Die im Dunkeln“, eine Ausstellung in Kooperation mit Pixelprojekt_Ruhrgebiet: 7.2.–7.5., Kunstmuseum, Mülheim 57

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