Events, Trends und Reportagen für die Rhein-Ruhr-Region
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Februar 2016 - coolibri Ruhrgebiet

C L U B B I N G 5.,

C L U B B I N G 5., 19.+27.2., HOTEL SHANGHAI, ESSEN Indie und Experimente In Zeiten, wo Indiepartys kaum noch laufen, hat sich die King Kong Kicks den Gitarrensound als einen Schwerpunkt bewahrt. Inzwischen läuft die Partyreihe in 16 Städten – darunter Essen und Dortmund –, wird aber nach wie vor von einem kleinen Team um DJ Christian Vorbau organisiert. Wie entstand die King Kong Kicks-Reihe? Christian: Passend zur Indie-Boom-Zeit um 2003 wollte ich mit einer neuen Indie-Reihe starten. Auf meinem Schreibtisch stand damals eine Gorilla-Plastikfigur, die als Namensgeber herhalten musste – für den damaligen „King Kong Klub“. Als die große Indie-Pop-Zeit um 2009 vorbei war und ich meine Sets elektronischer und vor allem auch genreübergreifender gestaltete, musste ein Relaunch her. Aus Klub wurde Kicks, ich bekam immer mehr überegionale Bookings und unsere Compilation erschien. Foto: Hasan Baran Oezkan Die King Kong Kicks ist nach wie vor ein Selbstläufer. Warum? Die Zeiten, in denen man für eine bestimmte Musikrichtung brannte und nichts nebenher akzeptieren konnte, sind vorbei. Festivals wie das Melt! oder Dockville zeigen, wie gut man gleichzeitig Disclosure, die Foals, Bilderbuch oder Kakkmaddafakka abfeiern kann. Die Charts der großen Blogs und Zeitschriften unterstützen diese Tendenz. Dazu kommt, dass es in den letzten Jahren kaum stilprägende Gitarren-Alben gab. Irgendwann möchte halt niemand mehr jede Woche zu „Mr Brightside“ von The Killers oder „Banquet“ von Bloc Party tanzen. Du legst in verschiedenen Städten auf – unterscheiden sich die Partygänger? Ja absolut, neben dem Hotel Shanghai in Essen sind das Uebel und Gefährlich in Hamburg, das Atomino in Chemnitz, das Schon Schön in Mainz und das Rosi’s in Berlin meine Lieblingsclubs. Dort treffe ich offene, interessierte Party- Crowds, die auch Tracks feiern können, die sie vorher noch nie gehört haben. Mir kommt es immer so vor, dass das Hotel Shanghai schon eher eine Art Ruhrgebiets-Enklave ist. Die Leute dort sind den anderen Metropolen- Clubs oft einen Schritt voraus. Was geht auf einer Party immer und was gar nicht? Ich verstehe eine Party immer auch als Kommunikationsplattform. Club-Betreiber, DJs und Gäste sollten die Leidenschaft und die Liebe zur Clubkultur als gemeinsamen Nenner haben. Das Ganze als reines Profit-Center zu sehen und Musik und Gastroangebot danach auszurichten, geht gar nicht. kingkongkicks.com Inga Pöting „Ich verstehe eine Party als Kommunikationsplattform.“ 6.2. TROMPETE, BOCHUM 6.2. WESTFALENHALLE 1, DORTMUND 6.2. FZW, DORTMUND Hauptsache Karacho Bochums alternativer Kellerclub lädt bekanntlich gerne zu Livemusik und Disko im Paket. So auch im Fall der Party Karacho, die nicht ohne Stolz den Beinamen „your local Indie & Alternative Club“ trägt. Die nächste Ausgabe startet mit der Münsteraner Band Sunny Domestozs, die trotz 30 Jahren auf der Bühne noch lange nicht müde ist und einen wilden Mix aus Psychodilly, Surfrock, Trash und frühem Punk aus dem Hut zaubert. Danach geht‘s nahtlos weiter – mit tanzbarem Rock, Punk, Ska und allem, was Gitarrenkrach-Experte und DJ Volker Velten sonst noch so in seiner mobilen Plattensammlung mit sich herumschleppt. 36 Foto: Veranstalter Hardcore- Schmelztiegel Hart, härter, am härtesten: Das neue Techno- Festival EXODUS – Superior Hardcore packt die kompromisslosesten DJs der Szene auf einen einzigen Floor und lässt sie eine Nacht lang – von 20 bis 7 Uhr – dauerexplodieren. Das Besondere: Die insgesamt 32 Künstler legen in Vierer-Teams auf. Zu den Hauptacts, die ab 1 Uhr an die Pulte gehen, gehören Angerfirst, die ukrainische Grand Dame Miss K8, Outblast und Dypray. Hinter der neuen Elektro-Sause stecken übrigens Nature One und ihre niederländischen Partner von Art of Dance, die gemeinsam auch das Syndicate-Festival organisieren. Die Veranstalter rechnen mit rund 8000 Besuchern. Foto: Exodus Festival Für immer Samstag Eigentlic h sollte doch immer Samstag sein. Denn freitags muss man noch zur Maloche und der Sonntag ist schon deutlich zu nah an der neuen Woche dran. Aus genau diesem Grund zelebriert das FZW regelmäßig den niemals endenden Samstag in seiner lauschigen Bar, wo genug Platz zum Tanzen, aber auch zum Trinken und Quatschen ist. Raucher und ganz Harte können auch in der kalten Jahreszeit im Biergarten klönen. Die Saturday Forever ist derweil nicht unbedingt was für die, die das FZW vor allem von Konzerten kennen: Auf der Playlist steht vor allem Massentaugliches á la Charthits und Pop-Classics zum Mitsingen. Foto: www.tonlos.com

C L U B B I N G 4.–8.2., RUHRGEBIET Karneval im Revier 02.04.16 Köln Gloria Foto: Mummenschanz Bochum 13.04.16 Köln LANXESS arena Karneval im Ruhrgebiet muss nicht sein – wer Lust auf Nonsense und schrille Verkleidung hat, wird aber trotzdem fündig. Hier einige Tipps. Die Weiberfastnacht zelebriert der Dortmunder Zonta Club traditionell im Cabaret Queue – mit beschlipstem Chef, Musik, Cocktails und italienischer Küche. Zum fröhlichen Schlipsabsäbeln und den besten Karnevalsklischees lädt am 4.2. auch die Werkstatt Witten. Am Samstag zeigt der Mummenschanz (Foto) im Bochumer Museum wieder, dass Karneval und eine kleine Portion Anspruch durchaus zusammenpassen: Hier werden die kreativsten Kostüme ausgezeichnet, dazu gibt‘s jede Menge Live-Musik und DJs auf vier Bühnen. Am Sonntag lädt das Zentrum Altenberg in Oberhausen ab 15 Uhr und ab 18 Jahren zum Karnevals-Tohuwabohu mit Karnevals- und Diskohits. Die Hausbrauerei bei Boente in der Recklinghäuser Altstadt dagegen gibt sich die volle Karnevals-Breitseite und feiert von Donnerstag bis Montag durch. Alle Karnevalspartys und Alternativen auf coolibri.de 16.04.16 Düsseldorf Mitsubishi Electric HALLE 20.05.16 Gelsenkirchen VELTINS-Arena 27.05.16 Oberhausen König-Pilsener-ARENA 12.2. GOETHEBUNKER, ESSEN 20.2. SOLID CLUB, ESSEN Lokale Flüsterkneipe Die Speakeasy Night ist eine sehr zuverlässige Begleiterin für alle, die auf Gitarrenrock emotional reagieren und mit Bier und Whiskey obendrauf schon gar nicht mehr nach Hause wollen. Den Abend eröffnet die Dortmunder Band Lynx Lynx, die laut Veranstalter Sasa „mit ihrem besonderen Sound viele der Sehnsüchte erfüllt, welche die Speakeasy Night seit jeher umtreiben: Lo-Fi, Garage, Noise, Psychedelia“. Danach geht’s mit handverlesenem Rock vom Band weiter – von den Kinks über die Stooges bis zu den Black Keys. Dazu wie immer Vintage-Deko und Retro- Fotoshooting, und wer es vor zwölf in den Bunker schafft, bekommt sogar noch einen Gin Teaser ganz für lau. Foto: Veranstalter Pussy Galore reloaded Eine alte Bekannte aus der queeren Szene ist zurück: Die Pussy Galore war bis 2012 fester Bestandteil des Partykalenders vieler queerer Ladies im ganzen Ruhrgebiet, dann pausierte sie aus organisatorischen Gründen. Ab sofort ist sie nun aber Dauergast im Solid, startet im Februar und März mit einer Doppel-Ausgabe und läuft danach alle zwei Monate (immer am dritten Samstag)weiter. Aus den Boxen kommt dabei viel Alternatives bis Elektronisches: Zwei Djanes sorgen für einen kurzweiligen Mix von The Killers bis Peaches, aber auch den einen oder anderen Trashpop- Song soll man hier schon gehört haben. Schlager und allzu Mainstreamiges kommen derweil nicht in die Tüte. Foto: Pussy Galore 27.05.16 Köln Rhein Energie Stadion 08.06.16 Köln LANXESS arena 18.06.+19.06.16 Köln Tanzbrunnen 11.07.16 Köln Tanzbrunnen Karten an den bekannten CTS-VVK-Stellen. CTS Ticket Hotline: 01806-570000 20 Cent/Anruf, Mobilfunkpreise max. 60 Cent/Anruf Im Internet: www.eventim.de 37

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