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Düsseldorf und Wuppertal - coolibri Dezember 2017

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KINO Die Vierhändige |

KINO Die Vierhändige | Start: 30.11. Foto: Camino Filmverleih Lieber leben | Start: 14.12. Foto: Neue Visionen Filmverleih Zwischen Schwestern Nachdem Sophie und Jessica im Kindesalter die Ermordung ihrer Eltern mitansehen mussten, hängt dieses Trauma wie eine schwarze Wolke über dem Leben der beiden Schwestern. Zum Wolkenbruch kommt es, als die Täter nach 20 Jahren aus dem Gefängnis kommen. „Die Vierhändige“ schlägt von der ersten Minute einen turbulenten Ton an und entfaltet sich schnell zu einem packenden, verzwickten Spiel mit allerhand Überraschungen. Gepaart mit einer cineastisch hochbrillanten Optik und dem furiosen Spiel beider Hauptdarstellerinnen entsteht ein gelungen eigensinniger Mix aus Thriller, Mystery und Drama. Bissig, rasant und furchtlos – modernes deutsches Kino in Höchstform. DEU 2017, R: Oliver Kienle D: Frida Lovisa Hamann, Friederike Becht, Christoph Letkowski coolibri verlost 3x2 Freikarten auf coolibri.de Aus dem Leben gerissen Als Benjamins Körper nach einem Unfall größtenteils gelähmt ist, sieht das Leben erstmal bescheiden für den jungen Sportler aus. In einer Rehaklinik kämpft er sich mit Willen und Witz bis in den Rollstuhl, lernt andere Patienten und ihre Geschichten kennen und versucht, den Sinn in seiner neuen Lebenssituation zu erkennen. In „Lieber leben“ bringt der französische HipHop-Musiker Grand Corps Malade seinen autobiografischen Roman „Patients“ auf die Leinwand und erschafft dabei einen bewegenden und unterhaltsamen Film voller Charaktere, mit denen man Verbindungen aufbaut, die man versteht, die sich echt anfühlen. Die Dramödie driftet dabei nie in zu pathetische Gefilde ab, sondern balanciert geschickt zwischen Humor und Hilflosigkeit. Ein gelungenes Debüt. FRA 2017, R: Grand Corps Malade, Mehdi Idir D: Pablo Pauly, Soufiane Guerrab, Nailia Harzoune, Moussa Mansaly Jumanji: Willkommen im Dschungel | Start: 21.12. Foto: 2017 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH Pitch Perfect 3 | Start: 21.12. Foto: Universal Pictures Jump‘n‘Dschungel Tief im Dickicht der 90er Jahre verborgen liegt das mythische Brettspiel Jumanji, dass einst Robin Williams und Kirsten Dunst mit den Gefahren des Dschungels plagte. Mehr als 20 Jahre später lockt das Spiel ahnungslose Teenies im Gewand einer Videospielkonsole an, um sie nach dem Griff zum Controller in eine gefahrenstrotzende Wildniswelt zu saugen. In den Körpern ihrer stereotypen Spielfiguren müssen die armen Kids sich nun durch Tierherden, fiese Fallen und platte Witze hangeln. Dass die Figuren, Handlung und Logik der Jumanji-Welt dabei wie ein Jump’n’Run-Videospiel funktionieren, mag für manche überzogene Actionsequenz sorgen, lässt den Film aber auch recht infantil wirken. Wer ein Auge zudrückt, darf sich über schamlose, logikfreie und unkomplexe Späßchen und Stunts freuen. USA 2017, R: Jake Kasdan D: Dwayne Johnson, Karen Gillan, Jack Black, Kevin Hart, Nick Jonas 42 A-cappella-Bekloppte Die Barden Bellas laden zum dritten Ausflug in ihre völlig bekloppte A-cappella-Welt, in der sich das ganze Universum um singende Studentinnen zu drehen scheint. Inzwischen haben die vokalstarken Ladys die Uni aber hinter sich gelassen, schlagen sich durch mittelmäßige Jobs und wollen für ein letztes Konzert in guter alter A-capella-Manier die US-Truppen in Europa besingen. Wo, natürlich, musikalische Konkurrenz wartet, dummdödelige Situationen gemeistert werden wollen und ihre A-cappella-Freundschaft auf die Probe gestellt wird. Das alles präsentiert auch der dritte Teil der „Pitch Perfect“-Reihe mit einem gekonnten Gespür für verschepperten Ulk-Faktor, liebenswert lustigen Charakteren und einer unterhaltsam hahnebüchenen Story, die zu den richtigen Momenten ans Herz geht. USA 2017, R: Trish Sie D: Anna Kendrick, Rebel Wilson, Brittany Snow, Hailee Steinfeld

KINO Neu: Kinogutscheine zum sofort Ausdrucken! Falls Weihnachten wieder so plötzlich kommt ... A Ghost Story | Start: 7.12. Gespensterleben In „A Ghost Story“ erzählt Regisseur und Autor David Lowery die Geschichte des kürzlich verstorbenen C, der als Geist in das Haus seiner trauernden Frau zurückkehrt. Dass die ruhelose Seele dabei als Bettlaken mit Augenhöhlen erscheint, sollte Zuschauer nicht irreführen. Diese Geistergeschichte ist weder eine Kinderkomödie, noch ein Horrorstreifen über verfluchte Wohnräume. Vielmehr ist „A Ghost Story“ eine Meditation über Tod, Trauer, Sterblichkeit und Vergänglichkeit. Es ist eine Geschichte darüber, wie Erinnerungen uns plagen und heimsuchen, und was es heißt, erinnert und vergessen zu werden. Lose bedient der Film sich dabei an Ideen des Horrorgenres und am Mythos des Gespenstes, der in einschlägigen Geistergeschichten aufgegriffen wird, baut dabei aber auf ganz andere Taktiken, um in die Gefühlszentren seiner Zuschauer zu treffen. Statt flüchtigen Schockermomenten und Gänsehautanfällen, vermittelt „A Ghost Story“ nichts weniger als Existenzkrisen. Mutig ist dieser Film, in dem David Lowery von seinen Zuschauern verlangt, dass sie ein schleppend langsames Tempo und eine dialogarme Erzählart aushalten. Kaum erträglich ist diese Ruhe für eine Menschheit, die Action, Smartphones und Großstadtlärm gewöhnt ist. Gerade deswegen, ist „A Ghost Story“ aber eine rare Gelegenheit, Film anders wahrzunehmen, Bild und Klang mit mehr Bedacht zu konsumieren. Sicher benötigt es eine gewisse Sensibilität und Geduld, wenn etwa die trauernde Witwe minutenlang auf dem Boden sitzt und Kuchen in sich hineinstopft, aber sobald man die Sprache dieses wundersamen Filmes versteht, offenbart sich eine ganze Welt an Sinn hinter solchen Sequenzen. Eingefangen sind Bilder wie diese durch eine statische Kamera, die sich in stoischer Langsamkeit bewegt, nichts von Aufregung hält und die Architektur von Räumen und Orten auf eine fast mystische Art versteht und inszeniert. „A Ghost Story“ ist sicher nicht für jeden Geschmack, wer sich aber auf die Reise durch das Gespensterleben einlässt, erfährt eine genauso bewegende wie schmerzliche Wahrheit. Eine von jenen Wahrheiten, die einen noch lange nach dem Kinobesuch heimsuchen. Lukas Vering USA 2017, R: David Lowery D: Rooney Mara, Casey Affleck, Will Oldham Foto: Universal Pictures Kino - Das beste Last-Minute Geschenk KINOWELT uci-kinowelt.de/shop 43

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