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Düsseldorf und Wuppertal - coolibri Dezember 2017

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INTERVIEW K Ö L N

INTERVIEW K Ö L N Märchenprinz Vom Teeniestar zum Disney-Prinzen: Gil Ofarim stand schon mit elf Jahren auf der Bühne. Seitdem hat er unzählige Songs herausgebracht, in Filmen mitgespielt, eine TV-Tanzshow gewonnen. Im Dezember ist er zusammen mit Cassandra Steen bei Disney in Concert zu sehen. Tossia Corman sprach mit ihm über Helden, kreative Pausen und die perfekte Band. Foto: Robert Eikelpoth Erste, große Frage: Bist du selber Disney Fan? Ich bin, wie fast alle, mit Disney-Filmen aufgewachsen. Meine früheste Erinnerung ist das „Dschungelbuch“. Besonders an Disney ist für mich dieses sich-selber-auf-die-Schippe-nehmen, alles nicht so eng sehen. Deshalb mag ich auch „Lilo& Stitch“ so gern. Außerdem durfte ich für Disney schon Songs einsingen. Ich habe vorher immer auf Englisch gesungen, zu diesem Anlass zum ersten Mal einen deutschen Text. So habe ich auch Zugang zu dem gefunden, was ich heute mache. Das war ein großer Einfluss. Also waren es nostalgische Gründe, die dich zu Disney in Concert gebracht haben? Auch. Aber ich habe inzwischen selber Kinder. Und bin dadurch selber ein Stück wieder zum Kind geworden. Da entdeckt man Seiten an sich, die man vorher gar nicht vermuten würde. Ich wollte etwas machen, was uns verbindet. Meine Kinder sind zwar noch sehr klein, aber ich weiß, irgendwann sehen sie diese Filme oder die Show und dann kann ich sagen: „Das hab ich gemacht.“ Da freue ich mich schon drauf. Wie ist die Show aufgebaut, was passiert? Disney in Concert ist eine Tribute-Show: Es werden Filmszenen auf großer Leinwand gezeigt, dazu werden dann die jeweiligen Songs live performt, begleitet von einem großen Orchester. 22 Ich darf zum Beispiel „Can you feel the Love tonight“ singen, aus „König der Löwen“. Das ist natürlich super. Ich freue mich tierisch darauf, live mit einem Orchester spielen zu dürfen. Das ist für mich eine neue, wunderbare Erfahrung. Gibt es eine Disney-Figur, mit der du dich gut identifizieren kannst? Ich liebe Stitch. Dieses kleine Wesen, das nur Unsinn im Kopf hat. Ich bin auch manchmal nicht ganz von dieser Welt, das passt ganz gut. Wir leben ja in, gelinde ausgedrückt, bewegten Zeiten. Hast du das Gefühl, dass da eine Show wie Disney in Concert auch eine Art Flucht sein kann? In eine heile Welt mit wunderschönen Prinzessinen und besiegbaren Monstern? Disney in Concert ist keine Flucht. Aber es ist ein bisschen Balsam für die Seele. Und das ist was Gutes: Alle können sich, wenn sie wollen, darauf einlassen. Die Oma, die gestressten Eltern, die Kinder. Und das verbindet. Und tut gut. Du hast trotz deiner erfolgreichen Karriere irgendwann einen Stop eingelegt – warum? Ich kam an einen Punkt, an dem ich gemerkt habe: Ich fange an, die Bodenhaftung zu verlieren. „Ich bin auch manchmal nicht ganz von dieser Welt.“ Ich wurde von verschiedenen Seiten dazu angehalten, Dinge zu verkaufen, mit denen ich mich nicht identifizieren konnte. Ich war sehr jung, ein Teenager. Da habe ich die Notbremse gezogen, gesagt: Ich mache jetzt, was ich will. Und selbst wenn ich damit auf die Nase falle, ich bleibe mir treu. Das hatte dann zur Folge, dass ich ein wenig von der Bildfläche verschwunden bin, weil ich mich erstmal selber finden musste. Heute geht es mir damit sehr gut und ich bin froh, diesen Schritt gemacht zu haben. Ich bin in der Balance. Erlebe alles viel bewusster. Du spielst selber Gitarre. Wenn du es dir aussuchen könntest: Wer wäre in deiner perfekten Band? Also auf jeden Fall die Horn-Section von Tower of Power. Ich bin aufgewachsen mit Motown-Soul. An den Drums John Bonham von Led Zeppelin. Elton John am Klavier, am Bass Flea und an der Gitarre Steve Lukather von Toto. Und John Mayer. Aber ich bin mit meiner aktuellen Band auch sehr glücklich! Disney in Concert: Magic Moments, 20.12. Lanxess Arena, Köln, 21.12., Kö-Pi-Arena, Oberhausen; semmel.de

SZENE Z A K K RÄUMUNGS- VERKAUF W A S IM WEG STEHT MUSS RAUS! Blumfeld spielen „Ich-Maschine“ Schlüsselerlebnis So jung kommen wir nicht mehr zusammen: Zum zweiten Mal bringt das Lieblingsplatte-Festival Ikonen deutscher Popgeschichte mit ihrem wichtigsten Album auf die Bühne des zakk. Zwei der sechs der Bands haben sich längst augeflöst, aber eigens für diesen Anlass wiedervereinigt. Foto: Framk Egel Vom 9. bis 16. Dezember wird die musikalische Vergangenheit aufgerollt: Sechs Bands unterschiedlicher Genres spielen das künstlerisch wertvollste Album ihrer Karriere in voller Länge. Den Auftakt machen Mouse On Mars mit ihrem zweiten Album „Iaora Tahiti“. Das Düsseldorfer Duo gehörte Mitte der 90er zu den Vorreitern der neuen Elektro-Schule und gilt bis heute als eines der innovativsten Musikprojekte. Nach wie vor als Künstler aktiv ist auch Andreas Dorau, der 1981 als 16- Jähriger mit „Fred vom Jupiter“ einen der größten NDW-Hits landete. Eher Zufall als Kalkül, entstand die Nummer doch während eines Schulprojekts. „Blumen und Narzissen“ heißt der zugehörige Longplayer, der in Originalbesetzung zu Aufführung gelangt – Dorau und die Marinas, drei Mitschülerinnen, die damals zwischen 11 und 16 Jahre alt waren. Ein Wiedersehen gibt es mit Peter Hein, der nach seinem Ausstieg bei den Fehlfarben ziemlich schnell den Einstieg bei Family 5 fand. Jahrelang veröffentlichte die Band nur Singles und EPs, bevor mit „Resistance“ (1985) ihr erstes (und nach Meinung vieler ihr bestes) Album erschien. Zu den Referenzwerken des deutschen Sprechgesangs gehört „Fenster zum Hof“ (1996), das einzige Album der Stieber Twins. Als Rap-Duo sind die Heidelberger Zwillinge zwar schon lange nicht mehr unterwegs, aber für das Festival lassen Martin „Marshall Mar“ und Christian „Luxus Chris“ die alten Zeiten noch einmal aufleben. Auch Blumfeld waren zehn Jahre nach ihrer Abschiedstournee zu einer Reunion bereit. Im Gepäck haben sie ihr Debüt-Album „Ich-Maschine“ (1992), eines der Frühwerke der Hamburger Schule. Geladen sind zudem die Flowerpornoes, die mit ihrem Mix aus Folk und Psychedelic zu den stilprägendsten Bands der Alternative-Szene zählen. Wer „… red‘ nicht von Straßen, nicht von Zügen“ (1994) hört, versteht sofort, warum Frontmann Tom Liwa als einer der begnadetsten Singer/Songwriter des Planeten gilt. bk Lieblingsplatte: 9.–16.12, zakk, Düsseldorf lieblingsplatte-festival.de Wer zuerst kommt spart mit ... ... denn was weg ist, ist weg! Aktionsende 31.01.2018 Johannes-Flintrop-Str. 14 40822 Mettmann Fon: 02104-8325800 Fax: 0 21 04 -8325801 E-Mail: team@masslos.de www.masslos.de Publikumstage: Mo. und Fr. von 10:00-18:00 Uhr Samstag von 10:00-15:00 Uhr Dienstag - Donnerstag: Beratertage nach individueller Vereinbaung 23

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