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Dezember 2021 - coolibri

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THEMA Alles andere als

THEMA Alles andere als Langeweile Yvonne Catterfeld hattebisherzweiNummer-1-Alben,zweiNummer-1-Singles,konnteandie 800.000 Plattenverkaufen,ist Gewinnerin einesEchos, einesBambis, einerGoldenenStimmgabelund mehr. Foto: Adam von Mack Ob bei„TheVoice of Germany“, „GuteZeiten, schlechteZeiten“, „Wolfsland“,„Sing meinen Song -Das Tauschkonzert“,„Sophie – BrautwiderWillen“ oder in denCharts: Yvonne Catterfeld ist immerpräsent.Mit ihremachtenAlbum „Change“ wagt sienun einkleines, unerwartetesExperiment und singt auf Englisch. Mit Christopher Filipecki hatsie ihre 20 Jahrein der ÖffentlichkeitRevue passieren lassen undüber persönliche Veränderungen gesprochen. Am 3.12.kommt dein neuesAlbum „Change“! Wie fühlst du dich gerade? ich auch total stolz bin, weil ich ihn komplettalleine geschrieben habe. Ansonstenhabeich immerdas Gegenübergesucht, alsoeinen Partner, der Totalgut.Ich binsehrstolz undglücklich, dass es rauskommt,auch wenn es immer einetwas komisches Gefühl ist. Wirhaben dasAlbum in sehr mich sortiertodervoranbringt. Dassdas aber alleinfunktioniert hat, hat kleinerRunde in einemebensokleinen Studio geschrieben,und wenn mir viel Mutgegeben. Deswegenhabeich auch entschieden, dasAlbum so mandann plötzlichdie Pfortenöffnetund jedereshörenkann,ist das zu nennen.„Change“klingtzunächstetwas einfach, wenn manaberdas schoncool. Im Studio denkeich nämlich zunächstgar nichtdarüber nach. „g“wegnimmt undgegenein „c“ tauscht, passiert plötzlichsoviel. Dann Ichliebe dieses Gefühl, wenn derSchreibprozess unddas Kreativezunächstetwas ganz Kleinesist undniemand reingucken kann. undbeschreibtesambesten. Manmussmanchmalzuanderen „Nein“ sa- steckt in einemChangeauch eine Chance. „ColdWater“kam als zweites gen, aber zu sich selbst „Ja“.AmEndebin iches, dieesbereut, wenn ich es nichtgetan habe. Es geht um verpasste Chancenund darum, aufden eigenen Instinkt zu hören,wie zumBeispiel auch aufEnglisch zu singen. Auffällig ist, dassduimVergleich zu vielen Kolleg:innennun denSprung vomDeutschen zumEnglischen wagst. Wiekommt’s? Ichdenke da nichtsokommerziell.Ich habemeineigenes Labelund bin mein eigenerBoss.Das Fremdbestimmt-Sein, alsodassandereEntscheidungen Vorranghaben,hat mich eingeengt. Ichkam beim Schreiben auf Deutscheinfachnicht weiter.Alles,was ichgesungenund geschriebenhabe,war aufEnglischund mich hatfrustriert, dass ichdas immerzurückhalten musste. Ichbin ja Musikerin geworden,weilich etwasweitergeben möchteund es auch mitanderendann wasmachenkann.Dafinde iches zu schade,wennich meineenglischen Songsnur für mich zuhausemit derGitarre mache.Mir würdeEnglisch zu singen aber keinerempfehlen.In demdeutschen System stecktman leider KünstlerinSchubladen, alles darüber hinaus istzuverwirrendoderkann nichtgut sein.Ich wehremich aber dagegen. Ichliebe es,unterschiedlicheGenreszumachenund habe dazu auch dieMöglichkeiten –warum sollte ichmicheinschränken? „Change“ist einausdrucksstarkerTitel.Was hatsichalles verändert? Es verändert sich immer irgendwas. Nichts bleibt so,wie es ist. Das finde ichoft sehr erschreckend, manchmal istesaberauch wasSchönes. „Change“ war dererste Song,den habeich im ersten Lockdown zuhause geschrieben. Ichhabevieleshinterfragt –sowohl dieWeltsituationals auch Dinge um mich,offensichtlicheoderverborgene. Ichmag es,zurückzuschauen, um zu gucken,wann sich gewisseDinge eigentlich verändert haben.Oft bemerktman dasjagar nicht. So entstand derSong, aufden 28 Außerder Sprachefallenauchdie Chöreauf derPlatteauf. Ja,das wollte ichschon immer unbedingtmachen. AufDeutsch hättesich dasehernicht ergeben, weil es schnellkitschiggeworden wäre.Viele Lieder, dieich jetzt aufdem Albumhabe, hättenauf Deutschauch einenganz anderenCharakter gehabt. Ichhöre beim Schreiben schondie Chöre,andere aber manchmal noch nicht. Ichmussdaimmer an mir dranbleiben, aufmichvertrauen.Ich habeunter anderemmit Hannah Vzusammengearbeitet.EineLondonerin,die schon mitJessie Jund RihannaSachengemacht hat. Siehat einenChorins Studioeingeladen, selbst Klaviergespielt undich warliveper Video vonder Couchdabei,wie meinebeiden alleingeschriebenenSongs aufeinmal groß wurden. Mich hatder Momentsogerührt. Alsich dieSongs mitden Chören gehört habe, habeich gedacht, dass dasgenau so ist, wieich es im Kopf hatte, es dasGanze nur nochmal übertrifft.Das war derbeste Beweis,dassman an seineIdeenglauben muss. Wenn Ideenwiederkommen, sollte manesmachen, auch wenn andere sagen, es istnicht gut.Obesgut ankommt,sieht manspäter. Dingeeinfachzumachen, istein gutesStichwort.Duhastmoderiert,gecoacht,gesungen, geschauspielert. Wo fühlstdudichamwohlsten? DieModerationhat mir schon Spaß gemacht, aber daswar nichtsomein Ding. Ichhatte zwar Anfragenund habedaeinigesanErfahrunggesam-

THEMA U P D A T E melt, aber heute weiß ichgar nichtmehr, wieich dasdamals gemacht habe.Das mussmichvielÜberwindung gekostet haben.Man mussbei manchen Projektionen vonanderen aufpassen. Wasdie gerneineinem sehen möchten –zum Beispiel diegroße Entertainerin –, siehtman vielleicht selbst überhauptnicht.DaschwapptenIdeenvon anderenauf mich,wodurch ichgar nichtmehrsichtbarwurde.Heute schauspielere ich, zum Beispielin„Wolfsland“, oder singeebendas,was mir gefällt. In diesem Jahr war ichauch einfachvielprivatund habewiederein bisschen angefangen zu malen, wasich alsKindgerne getanhabe. Bei„TheVoice of Germany“ wirst du mitvielenunbekanntenMusiker:innendes Landes konfrontiert.Wie betrachtestdudie Nachwuchsszene? Beimir entsteht da ganz viel Unverständnis,weilessoviele Leutegibt, die keinerhörtoderandenen diePlattenfirmen kein Interessehaben. Deutschlandist einschwieriges Land,was dasangeht. Im Auslandgehtes häufigerdarum,die besten Künstlerzufinden–hier geht es mehr um das Package, Connection oder Glück. Es istmanchmal mehr Durchschnitt gefragtals wirklichguteLeute,die echtwas können. Wenn ichinder Show gefragtwerde,obderjenige aufDeutsch oder Englischsingensoll, sage ichimmer,dassman sich nichtnachdem aktuellen deutschenTrend richtensoll, sondernman aufs Bauchgefühlhörenmuss. Undwennich anderendas rate,sollteich dasselbstgenausotun,ummir treu zu bleiben. Zwischen 2003 und2005war einriesiger Hype um dich. Danach wurde es entspannter. Blickstdugerne zurück oder wardas mehr Stress? Es istnicht so, dass ichesnegativverbinde, aberich blende die Zeit etwas aus,daich nichtinder Vergangenheitlebe. Wenn,erinnernmicheherandere daranund sagenmir,was ichschon alles erreicht habe. Mirgehtes nichtdarum,berühmt zu sein.Vordergründigwar für mich immer,das Potenzialauszuschöpfen.Ich weiß,dassich nichtimmer glücklich war,nur weil ichzuder Zeit supererfolgreichwar,weilich eben immerwusste, dass ichmehrPotenzial habe. Genaudas habeich dann an „The Voice“geliebt, weil ichindem Coachingtotal aufgegangenbin –auch mehr außerhalb derKameras.Ich habeauch jedemgesagt, dass es für manche besser ist, am Ende nichtzugewinnen,sondern es unsglücklich undstolz macht,wennwir ‘nesuper Performancehingelegt haben. Wassinddenndann deinepersönlichen Highlights deiner Karriere? „The Voice“und „SingmeinenSong“ sinddefinitiv Highlights.Einfachzu sehen, dass ichsowas kann.Ich binein sehr kritischerMenschund traue mir nichtimmer alles zu,wie zumBeispiel „The Voice“. Ichmusstemich selbst dafür auch coachenlassen, um dann sicher dranzugehen. Aber auch jedesAlbum istein Meilenstein. Daranzuschreiben,zuarbeiten, es einzusingen. BeidiesemAlbum war es wohl dieschönsteArbeitüberhauptbisher. JedeZusammenarbeitmit anderenKünstlern istauch toll. MeineLieblingsgeschichte:Ich habemit 16 vormeinemE-Piano gesessen undMariah-Carey-Songsgespielt. Da standimmer derName„Walter Afanasieff“, MariahsSongwriter undProduzent.Den habeich später beimeinemManager malerwähnt, dervölligerstauntwar,dassich denNamen überhauptkannte.Erwar zufälligerweise mitWalterbekannt, hatden Kontakt zu mir hergestelltund wir haben unsinBerlin kennengelernt.Ich standdann sogarinLAbei ihm im Studio vorm Mikro, wo auch Mariah Careywar,und daswar derMoment, in demetwas völlig Unmögliches real wurde.Umzingelt vongoldenenPlatten. Undwie geht es weiter,wenndas Albumdraußen ist? Ichlasse mich vondem,was passiert,überraschen,treiben undmitreißen. Ichhabevor,einekleine, akustische Tour zu machen. Nurdie drei Gospelsänger,meinGitarristund ichvielleichtmal am Klavierwäre wundervoll, auch wenn ichbeimKlavierspielenins Wasser springenmüsste, wo wir wieder bei„Cold Water“ wären. Do.27.01.2022|Essigfabrik,Köln THEDRIVER ERA Sa.29.01.2022|Live |LiveMusic Hall,Köln CALLEJON special guests: The Disastar Area &AsEverythingUnfolds Di.15.02.2022|CarlswerkVictoria, Köln THENOTWIST Sa. 19.02.2022 |Carlswerk Victoria, Köln KIEFER SUTHERLAND Di.22.02.2022|Zeche, Bochum BATTLE BEAST Do.03.03.2022|Matrix,Bochum KVELERTAK special guests: Planet of Zeus &Blood Command prime entertainment www.prime-entertainment.de.de Sa.05.03.2022|Live Music Hall,Köln SCOTT STAPP Do.10.03.2022 |E-Werk, Köln JXDN Mo.21.03.2022|E-Werk,Köln FUTURE ISLANDS special guest: DEHD BLIND GUARDIAN Mi.23.03.2022|Turbinenhalle, Oberhausen Mi.23.03.2022|Mitsubishi Electric Halle, Düsseldorf WITHIN TEMPTATION WITH EVANESCENCE special guest: Verida Mi.23.03.+Do.24.03.2022|Palladium, 24.03.2022|Palladium, Köln TASH SULTANA Fr.25.03.2022|König-Pilsener-Arena, Oberhausen THE AUSTRALIAN PINK FLOYDSHOW Mo.28.03.2022|Palladium, Köln NOTHINGBUT THIEVES Mi.30.03.2022 |Palladium, Köln SKUNK ANANSIE Do.31.03.2022|Palladium, Köln RAG‘N‘BONE MAN Fr.01.04.2022|Lanxess Arena,Köln SABATON +veryspecialguests: The Hu+openingact:Lordi Mo.04.04.2022|Lanxess Arena,Köln JAMES BLUNT Do.07.04.2022|Palladium, Köln FRANZ FERDINAND Fr.08.04.2022|E-Werk,Köln TOCOTRONIC Sa.09.04.2022|Palladium, Köln BOSSE Mo.11.04.2022|Palladium, Köln THE KID LAROI Mi.13.04.2022|Palladium, Köln PAROV STELLAR Mi.13.04.2022|Tonhalle, Düsseldorf MAX MUTZKE 29

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