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coolibri CAMPUS No 07

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TAKE- O VER Take-Over

TAKE- O VER Take-Over für mehr Transparenz Fotos: @uni_wittenherdecke Wie so manche Hochschule ist auch die UniversitätWitten/Herdeckeauf Instagrammit vielen quadratischenBildchen vertreten.Doch dieFotoflut des Wittener Streams istweit entferntvon „alleanderen“.Der Clou:Immerfür eine Woche dürfen Menschen ausdem Uni-Umfeld den Accountübernehmen und zeigen, wie sie leben, studieren und arbeiten.Ein Projekt, dasfür weit mehr alsSelbstdarstellung sorgt. „Marketingheißt beiuns oft, Geschichtenvon Menschen zu erzählen, dieunsereUni prägen undlebendigmachen“, erklärt MalteLanger, Marketingreferentder UniWitten/Herdecke und zuständigfür dieBereicheContent Marketing undSocialMedia.„Aber anstattüberdie spannendenCharakterevon außenzuberichten,erzählendie Leuteüberunseren Instagram-AccountihreGeschichten einfachselbst.“Take- Over nenntsichdiese freundlicheÜbernahme. Mitmachendürfen allePersonen, dieirgendwie im Bezugzur UniWitten/Herdecke stehen,also Studierende,Dozierende,Ehemalige oder Menschen, dieinirgendeinem Bereichrundumdie Uniarbeiten. Eine Wochelanggehörtder Kanal aufdem sozialen Medium dann ganz alleinihnen. „Wer beim Take-Over mitmacht,kann ganz eigenständigberichten.Von unsgibtesnur eine kleine Einführungins Medium,etwazuden wichtigstenHashtags. Wassie dann sagenund zeigen,bleibtihnen überlassen.“ Zu sehenwar bereitseineerstaunliche Bandbreite an Teilnehmern,die EinblickeinunterschiedlichsteFacettendes Unialltags gewährten. VomSchnappschuss aus demWG-Leben über EindrückeeinesAlumnus vomEhemaligen-Treffenund seinerArbeitimBerlinerBundestag biszuganz persönlichenPostingsdes Vize-Präsidentender UniJan Ehlers. MalteLangerweißt:„Wirhaben so vieleguteGeschichten,weilwir eine Unimit unglaublichspannendenStudiengängen, studentischen Initiativen undArbeitsbereichen sind.Diese Diversität machtdie Universitätaus. Unser Ziel ist, dieseVielfaltdurch unserenInstagram-Kanal abzubilden.Sodassein großes Tagebuchder Unientsteht, durch dasman in all dieseverschiedenen Bereiche undLebensweltenreinschnuppern kann.“ DasswirklichalleBereichedes großen Wesens Unidie Hüllen fallen lassen,bewiesimMärzdiesesJahresVize-PräsidentJan Ehlers.ZehnTage lang postet er Bilder aus seinem Büro,von Sitzungen oder sogaraus demeigenen Garten. „Ich finde dieIdee einfachstark“,erklärtEhlers. „Ich finde es gut,wennwir vonder Uni-Leitung auch zeigen,wie unserLeben aussiehtund was beiuns so passiert.Außerdemwar ichneidisch aufalle, diebeimTake-Over schon mitmachen durften.“Dabei seierganzspontan vorgegangenund habeohnegroßesPlaneneinfachgepostet,worauferLusthatte. „Ich wollte einfach zeigen: Werbin ichund wiebin undund wasmacheich eigentlich.Wichtig war mir aber auch, dass Medium nichtnur zur Selbstdarstellung zu verwenden, sondernauch zurKommunikation.“ DirekteFragenpostete Ehlers in dasNetzwerk undbekam überraschende Antworten.„Ichwollte zumBeispiel wissen, weruns denn beiInstagramüberhaupt folgt. DieAnnahmewar vorher, dass es überwiegend unsere Studierenden sind,tatsächlich gabesabervielFeedback von 10 Sommersemester2018

MalteLanger(links) undJan Ehlers Leuten aus derRegion, diehierstudierenwollen, dieüberihreTräume, aber auch Probleme mitdem Wunschstudienplatzberichtet haben.“ FürJan Ehlerserfülltdie Take-Over-Idee eine wichtige Funktion. „Das klingtvielleichtdoof, weil dieUni an sich ja eine Institutionist,aber ichglaube, dieses Projektschafft es,die Uni menschlicher darzustellen.Einfachdadurch, dass es dieMenschenhinterdiesemschwer greifbarenBegriff Institutionzeigt–unddiese Menschen mitihren Ideen, Träumen, Wünschen undErwartungen sind ja,was dieUni ausmachen.“ Sich selber als Person mitoffiziellemAmt an derUniversität sprichwörtlich so „nackig“ zu machen, warfür Ehlers dabeikeinProblem. „Klarhabeich da langeüberlegt, wasich preisgeben soll undwas nicht. Aber letztlich binich einfachein offener TypMensch, derprivatauch malmit pinken Turnschuhenrumrennt. Eigentlich finde iches viel mutigervon derUni,sichsoeinenVizewie mich zu leisten.“ Angstvor Schamhat deraus HannoverZugezogenenicht.„Bisschen nackig istdochgut! Man mussnatürlichimmer beobachten, wieweitman geht, aber wenn einerdas peinlich findet, mussich dasaushalten.“ Im GegenteilfindetEhlers, dass Menschen in Führungspositionendurchaus mehr vonsichpreisgebensollten,weilsie dadurchsympathischer würden.„Mansollteimmer versuchen,auf Augenhöhezukommunizieren und sich nichtzuverstecken. Aber noch viel wichtiger, als mein Privatleben transparent zu machen, finde iches, meineArbeitund meine Entscheidungenoffen zu legen.“ Das Konzeptgehtauf.Malte Langerberichtet vonvielpositivem Feedback,vor allem vonStudierenden, dieselbermal denAccount übernehmen wollen,um TAKE- O VER ihre Sichtoderihr aktuellesProjekt zu präsentieren. „Das Projekt wird an derUni immer populärer.“Und auch vonaußerhalb gebe es Reaktionen, vorallem vonLeuten, diesich vonder dargestellten Atmosphäre am Campusbegeistert zeigen. „Genau dieseMenschen, dieeinen Ort findenwollen, wo sie ihre Ideenauslebenkönnen, wollen wir damit begeistern.“ Viele derAnfragenmussMalte Langer aber erst malauf dieWartebank verweisen. „Die nächstenzweiMonatesindtatsächlich schondurchgeplant.“Ab4.Juni übernimmt Studentund Unternehmensberater undMotivationscoach Janis McDavid denAccount undgibtEinblickeinseinenAlltag, denerseitseinerGeburtohneArme undBeine bewältigt.„Ichbin sehr gespanntauf Janis Take-Over“, erzählt Malte. „ImVorgesprächwirkteersehr symphytischund er geht mithoherMotivation an dieSache heran,was gut zu seiner generellen Einstellung passt.“Außerdem übernehmen Studierende denAccount, diedas Modell desumgekehrten Generationenvertrages nachzum BeispielAfrikabringen.Dabei handelt es sich um einsolidarisches,vom Einkommen unabhängigesFinanzierungsmodell für einStudium,das sich Studierende der UW/Hausdachten. Und mitProfessorDoktorStraußvon derWirtschaftsfakultät zumerstenMal auch einDozent. „Auch daswird interessant“,meinLanger„immerhin geht beiuns an derUni ja dasGerücht um,dassStudierende dieDozentengerne malinihreWG einladen,umbeimWeininden Gedankenaustausch zu gehen. Malschauen…“ Und auch Vize-PräsidentJan Ehlersist gespanntauf diekommenden Übernahmen –auf eine ganz besonders:„Manmunkeltja, dass unserPräsidentden Accountdemnächst malübernehmenwird… dermussjetzterst maleinen drauflegen! Ichhoffe, dassonachund nach jederLust hat, mitzumachenund quasiTeil derFamiliewird.“ LukasVering Foto: 2018 João Romeiro Hermeto DieUniversität Witten/Herdeckeauf instagram: @uni_wittenherdecke Folgtuns auf Instagram: @coolibrimagazin …aus dem Büro. …aus der Szene. …aus der Region. Sommersemester2018

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