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August 2018 - coolibri Recklinghausen, Gelsenkirchen, Herne

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KINO Harte Welt In

KINO Harte Welt In theMiddle of theRiver |Start:16.8. Trailerpark,Indianer-Reservat, Drogengeschäfte, Alltagsgewalt, NewMexiko –das istdas Settingfür Damian John Harpers„In theMiddle of theRiver“,dessenDrehbuchauf Beobachtungenund echtenGeschichten basiert. Diesem Erzählansatz getreu sindauchdie Darstellerkeine ausgebildetenSchauspieler,sondern Laien, dieeigeneErfahrungenverarbeiten. ErzähltwerdendreiHandlungsstränge.Zentral istdabei dieGeschichte desjungenIrak-VeteranenGabriel,der nach demTod seiner Schwesterin dieHeimatzurückkehrt,seinengewalttätigen Großvaterverantwortlich macht unddessenMordplant.Nebenbeilaufendie GeschichtenseinerExfreundin Dana,die mitden Folgen einerVergewaltigungkämpftund seinesBruders,für denDrogenund Schusswaffen ganz normaler Alltagsind. Fotos (2): Weydemann Bros GmbH ©Bogumił Godfrejów „In theMiddleofthe River“ hantiertmit heftigen Themen und wirft unmittelbare Blicke in ein schwierigesMilieu, dasdurchdrungenist vonAggression, Rassismus undBrutalität.Authentizität erreicht derFilm dabeidurch eine dynamischeKamera, diewie eineigener Protagonistmitteninder Handlungsteht undden Blick desZuschauers lenkt,als wäre er selbst Teil derSzene.Roh unddringlich wirkt dasLeinwandgeschehen so,die schnittarmen,langenEinstellungen tun ihr Übriges. DieAmateurdarsteller bringendazu teilweiseüberwältigende Emotionenauf denBildschirm,inanderen Fällen wirken Textzeilen aber auch arggestelltund gewollt, so dass dievorheretablierteGlaubwürdigkeit bröckelt. „Inthe Middle of theRiver“will keinbequemerFilm sein.Eigentlich will mannicht malwirklich einFilm sein,sondern mehr ein(wenn auch nachgestellter)sehrehrlicher Blickineineharte,unfaire Welt,inderjeder Tag einKrieg ist. AlsZuschauer wirdman schnellTeildieserWelt, nichtnur, weil dieKameraeinem mitten insGeschehen spuckt, sondernauch weil dasdurchausclevere Drehbuch perfekttaktiert,wann Details über Charakterepreisgegebenwerdenund wanneinfachrohe Emotionendie Erzählungtreiben.Damian JohnHarperhat hier einintensivesDrama aus wahren Geschichtenzusammengepuzzelt,dasszwar genEnde erzählerisch deutlich gestellter wird, aber nichtsdestotrotz dieRealitäteinfängt, wieesseltenimFilm gelingt. LukasVering R: Damian John Harper,D:EricHunter, NikkiLowe,Max Thyer DestinationWedding |Start:2.8. Eigenartige Chemie Die„Stranger Things“-Mutti undder „JohnWick“-Ballermann in einerromantischen Liebeskomödie?Alsodie hibbelige Winona Ryderund der grummelige KeanuReevesals Liebespaar? Klingt absurd!„Destination Wedding“ hatdie beiden unwahrscheinlichenAkteure aber mitblanker Absichtgecastet, geht es hier doch um zwei miesepetrige Einzelgänger, die zusammen aufeiner übel-romantischenHochzeitinden WeinbergenKaliforniens stranden.Ein bisschen Klischee istder Plot schon (zweiFremde treffensich, könnensichnicht ab,haben dasgleiche Reisezielund vergucken sich letztendlich doch ineinander), dennochwirdder Film nieleidig. Vielmehrsprühtervor Komik,lebtvon dereigenartigenaberexistenten Chemie derHauptdarsteller undüberzeugt mitechtemCharme. EinprächtigerEintrag fürdas sonstschnell fahrige Genre derLiebeskomödien. R: Victor Levin,D:WinonaRyder,Keanu Reeves,DjDallenbach, GregLucey 42 Foto: Robb Rosenfeld Safari –Match Me If YouCan |Start:30.8. Sex imWeb Rund um diefiktive,abergar nichtsounrealistischeDating-App„Safari“ erzählt dergleichnamige Film in verschiedenenEpisodendiverse Storys rund um Liebe, Sex, Intimitätund BeziehungenimOnline-Zeitalter. Dabei istesteilweise schon amüsantmit anzusehen, wieMenschensichvor ihrenHandysund Sexualpartnernzum Affenmachen, so richtigzündenwill derHumor aber nicht. „Safari“ istweder schreiendkomisch noch werden besonders erschütternde Erkenntnisse über dieEinsamkeitunseres Daseinsals Online-Wesenineiner Welt, in deralles irgendwieFakeist,gefunden. Letztendlich istder Film genausounaufregend wieder weichgespülte Pop-Soundtrack.Ein bisschen witzig,ein bisschen nachdenklich, einbisschen gewagt –die Ansätzesindda, in derSumme ergibtdas aber leider keinweltbewegendesErgebnis. R: Rudi Gaul, D: JulianeKöhler, Justus vonDohnányi, Friederike Kempter Foto: ©2018 Concorde Filmverleih GmbH /Marc Reimann

IN CONCERT 6.8. ROTUNDE,BOCHUM 13.8. ROXY, WITTEN 14.8. FZW, DORTMUND Foto: Selma Grönlund Foto: Veranstalter Foto:Marion Costentin INVSN Schonseitden frühen 00erntreibtsichdiese schwedische KomborundumRefused-und The InternationalNoise Conspiracy-MusikerDennis Lyxzén durchdie linkslastigenRockszenerien derWelt. Anfangsmusizierteman noch unter demNamen TheLostPatrolBand, heute stellt mansichals INVSNvor undmacht Postpunk, dersichgerne in Experimentierfreude ergeht unddabei überraschend eingängig, teilsgar poppigklingt –sichdeshalb aber nichtinMainstream-Konformität verliertoderetwas vonder langen Ideengeschichteder Band einbüßt. lv Sean Koch AusSüdafrikawehtder lockerflockige Folkpop vonSeanKochwie eine Sommerbrisedurch den Pott.Mit markanterStimme, zotteliger Mähne, Dauerlächeln undgrenzenloserLiebe fürdie Musikzaubertder gitarrenschwingende Surferbube einverklärtes Schmunzeln aufjeden Mund.SeinKlangkaleidoskopschwingtdabei zwischen intimerLagerfeuermusik undsonnenverwöhntem Radio-Folk –ist dabeiabernie belanglos, sondern immervollerSeele.Mitreisenderauf derEuropatourist dasfrisch erschienene Debütalbum „YourMindisaPicture“. lv The Soft Moon Wer2015den KlangkonstrukteurLuis Vasquez akaThe Soft Moon beim WayBackWhenFestivalerleben durfte,weiß, aufwelche musikalischenReisender Exilkalifornier undWahl-Berlinerseine Zuhörernimmt.Düstere Sphären werdendaangesteuert,indenen Elemente aus Darkwave undKrautrock schweben.Livesorgen diedichten undhypnotischenKompositionen in Verbindung mitvisuellen Elementenfür körperverfremdende undwirklichkeitsverzerrende Trips. DerschönsteSoundtrackzum graduellen Wandelder Welt hinzur Dystopie. lv 23.9. DON‘T PANIC, ESSEN 28.8.TURBINENHALLE,OBERHAUSEN 1.9. WARSTEINERMUSIC HALL,DORTMUND Rogers DassDüsseldorfnicht nurHandtaschentragen aufder Kö ist, vergisst derRestder Welt gerne. Doch dieStadt am Rheinist auch Geburtskanal desdeutschen Punks. Ausgebrütetwurdenhier auch dieRogers, dieinden letztenfünfJahren mitdreiAlben,melodischem Punkrocksound undsopersönlichen wiepolitischen Texten von sich Hörenmachten.Thematisch wiemusikalisch sprichtdie Band eine neue,junge Generation an,für diePunk auch malstadiontauglich sein darf ohne dafür rotzigeWiderspenstigkeit über dieKlinge springenzulassen. lv Foto: Kay Özdemir coolibri präsentiert Sum 41 Zugegeben: ZurHochphase desspaßlastigen US-Poppunks für 14-jährige Skater rund um die Jahrhundertwende warenSum 41 hierzulande höchstenseineNebenzeile. Machtnix, denn internationallief es für dieKanadierseitdem Durchbruchalbum „All Killer No Filler“konstant gut. Alle paar Jahre warfman einAlbum aufden Markt undein Bandmitglied raus underzielte respektableErfolge.Mit demjüngstenund immernochstiltreuenWerk„13 Voices“ kommen dieJungs nunnachDeutschland. lv coolibri verlost3x2 Ticketsauf coolibri.de Foto:Jonathan Weiner coolibri präsentiert Flogging Molly Fiddle,Mandoline, TinWhistleund Lieder über Saufen,Frauenund Kloppe im Pub–Flogging MollymachenkeinenHehlaus ihrenirischen Wurzeln. DietraditionellenKlängevon derGrünenInsel mischt dieinLAresidierendeTruppe mitrastlosen Punknoten. Zusammen ergibtdas densogenannten CelticPunk,der sich am bestenlive, mitBier, in großen Massen undguten Tanzschuhengenießenlässt.Und nach so einemAbend mitder Mollyweißman,warum das neuste Album„Life is Good“ betitelt wurde. lv coolibri verlost3x2 Ticketsauf coolibri.de 43 Foto: Richie Smith

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