Events, Trends und Reportagen für die Rhein-Ruhr-Region
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August 2017 - coolibri Oberhausen, Duisburg, Mülheim

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DUISBURG, MÜLHEIM,

DUISBURG, MÜLHEIM, OBERHAUSEN R U H R G E B I E T O B E R H A U S E N D U I S B U R G Neues Kampagnenplakat Spruch der Sprüche Das Ruhrgebiet will sich mal wieder neu erfinden. Weltgewandt nennt es sich schon längst Metropole Ruhr. Und eben jene Metropole hat sich eine neue Standortkampagne gegönnt. Die läuft bis 2019 und kostet satte zehn Millionen Euro. Im Preis mit drin ist ein schicker Spruch. „Stadt der Städte“ heißt das Motto, unter dem sich die Region nun überregional anpreist und sie wirbt mit: „5 Millionen Menschen, 53 Städte, 1 Metropole“. „Als ,Stadt der Städte‘ zeigen wir die Region so, wie sie ist: Ein urbaner Raum mit vielen Zentren und lebenswerten Quartieren, der Weltoffenheit und unendliche Möglichkeiten bietet – für Unternehmen ebenso wie für ihre Mitarbeiter“, erklärt Karola Geiß-Netthöfel. Die Regionaldirektorin des Regionalverbandes Ruhr (RVR) ergänzt: „In Zeiten des Fachkräftemangels müssen Unternehmen dorthin gehen, wo ihre Mitarbeiter gerne leben. Junge Menschen, die ihr Leben frei und spannend gestalten wollen, können das bei uns in der Metropole Ruhr viel besser als anderswo.“ Die neue Kampagne soll vorwiegend Investoren und Unternehmen aus Deutschland sowie China, USA, Niederlande, Großbritannien, Türkei und Polen anlocken. Das ist bitter nötig. Laut RVR hat eine Studie 2016 nämlich ergeben, dass die Metropole Ruhr von Führungskräften als wenig jugendlich, dynamisch und innovativ wahrgenommen wird. SeRi metropole.ruhr; facebook.com/stadtderstaedte Foto: RVR Die Figuren des Films erwachen zum Leben. Im Bann der Macht Den Spuren der Macht können die Fans von Darth Vader und Luke Skywalker am 19. und 20. August folgen und zwei Tages lang in das Star Wars-Universum eintauchen. Die Veranstalter der Power of the Force-Convention in der Turbinenhalle Oberhausen erwarten zahlreiche Star- Gäste aus der Saga, die nicht nur Autogramme schreiben, sondern auch Fragen beantworten und für Fotos zur Verfügungs stehen.In der Cosplay-Zone können die Besucher sogar selbst in die Rolle ihrer Lieblingsfiguren schlüpfen und zentrale Filmszenen nachstellen. Die besten Kostüme konkurrieren in einem Wettbewerb um die intergalaktische Vorherrschaft. Neben Lesungen, Vorträgen und Workshops erwartet die Besucher auch eine außergewöhnlich Ausstellung. Sie zeigt mehr als 30 Modelle von Raumschiffen aus verschiedenen Star Wars-Filmen. Darunter ein EF76 Nebulon-B mit einer Gesamtlänge von fast vier Metern. Die Zeichnerin Angelina Benedetti präsientiert ebenfalls ihre Arbeiten in Oberhausen und bringt auch vor Ort verschiedene Charaktere zu Papier. Figuren, Filmplakate, Masken, Magazine und andere begehrte Sammlerobjekte bieten diverse Händler, die zum Fantreffen aus ganz Europa anreisen. ds Weitere Informationen gibt es im Netz unter poweroftheforce.net Foto: Marc Lorenz Auf diesem Gelände ist das DOC geplant. Bürger stimmen ab Der Widerstand gegen das größte Designer Outlet Center Deutschlands in der Duisburger Innenstadt wächst. Einen ersten Etappensieg hat das Bündnis Ja zu Duisburg – kein DOC bereits errungen: Über die Pläne können die Bürger bei der Bundestagswahl am 24. September abstimmen. Zuvor hatten die Gegner rund 22 000 Unterschriften gesammelt und an die Stadtverwaltung übergeben. Etwa die Hälfte wäre nötig gewesen, um einen Bürgerentscheid durchzusetzen. Der Rat der Stadt beschloss in einer Sitzung Anfang Juli zwar mehrheitlich, dem Bürgerbegehren nicht zu entsprechen, muss die Abstimmung aber zulassen. Gerd Schwemm, Fraktionsgeschäftsführer der Grünen sieht in der großen Resonanz auf die Unterschriftensammlung ein deutliches Zeichen für mehr und direktere Demokratie. „Die Duisburger wollen selbst über die Gestaltung ihrer Stadt entscheiden.“ Dirk Uhlig vom gleichnamigen Foto-Fachgeschäft betont, alle sollten sich die Frage stellen, welches Gesicht Duisburg in Zukunft bekommen solle und um ein rein konsumbasiertes Konzept wie ein Outlet Center dazu gehören sollte. „Diese Ausrichtung darf nicht nur von ein paar Wenigen bestimmt werden.“ Viele Einzelhändler befürchten massive Einbußen, wenn das geplante Einkaufszentrum mit 10 000 Quadratmetern Fläche und 65 Geschäften auf dem ehemaligen Loveparade-Gelände tatsächlich gebaut werden sollte. ds Foto: Stadt Duisburg/Bernd Uhlen Power of the Force-Convention 19. +20. August Turbinenhalle Oberhausen Sa 10-20.30 Uhr, So 10-18 Uhr 22

DUISBURG, MÜLHEIM, OBERHAUSEN B O T T R O P Lies dies! Unser Literatur-Special kommt im Oktober. Kartoffelsalat kommt künftig nicht mehr aus Bottrop. Das Bottroper Werk ist gegessen Der Müller Milch Konzern will vier Werke der Feinkosttochter Homann schließen: Auch das in Bottrop. 2020 sollen sich die letzten Packungen Feinkostsalat schließen – zusammen mit den Toren des Werks. Dann stehen die 210 Bottroper Mitarbeiter auf der Straße. Foto: Dominique Schroller Zwar solle sich bis es 2020 so weit ist, an der Arbeit im Bottroper Werk nichts ändern, wie der Konzern erklärt. Doch die Schließung sei unumstößlich beschlossen. Den Schritt begründet Müller mit dem Wunsch der Kunden nach hoher Qualität für einen geringen Preis und dem Druck der Konkurrenz, der sie zu einer größeren Rentabilität in der Produktion dränge. Und das sei in Bottrop einfach nicht möglich. Der Ruhrstadt fehle das Entwicklungspotenzial. „Für die Stadt Bottrop ist die zukünftige Entwicklung der Homann-Fläche von großer Bedeutung“ Das empfinden viele der Mitarbeiter anders. Laut der Homann-Betriebsratvorsitzenden Suzann Dräther sehen die meisten Angestellten ihre Zukunft ganz klar in Bottrop. Das Angebot des Konzerns, im neuen, zentralen Werk unterzukommen, sei für die Mehrheit durch Familie und soziales Umfeld keine Option. Während Müller mit der Zusammenlegung der Werke nach eigenen Angaben eine Unternehmenskrise abwenden will, ist die Krise für die Mitarbeiter längst eingetreten. „Es ist eine Katastrophe“, findet Dräther deutliche Worte. „Für die Region ist das sehr schlecht, da ja bereits der Bergbau weggebrochen ist“, erklärt Dräther. Nach ihrer Einschätzung besonders bedauerlich ist der Wegfall einer Ausbildungsstelle für die Region. In den letzten Jahren seien die Azubis nach ihrem Abschluss in der Regel übernommen worden. Für sie muss nun ein anderes Unternehmen eine Perspektive schaffen. Doch eine Hoffnung bleibt – denn der Standort soll auch weiterhin genutzt werden. Ab Mitte 2018 will sich die Stadt auf die Suche nach geeigneten Nachfolgern für Homann machen. „Für die Stadt Bottrop ist die zukünftige Entwicklung der Homann-Fläche von großer Bedeutung“, sagt Oberbürgermeister Bernd Tischler. Müller sichert der Stadt zu, sich bei der Vermarktung des Bottroper Standortes eng mit der Stadt abzustimmen. Aber auch wenn dort eines Tages ein neuer Arbeitgeber seine Pforten öffnet, sei längst nicht gesagt, dass dieser auch die Müller-Arbeiter übernehme – und zu welchen Bedingungen, sagt Dräther. Aktuell liefen die Verhandlungen darüber, ob und wie hoch die Abfindung für die 210 Mitarbeiter am Standort Bottrop 2020 ausfallen soll. Bis dahin gilt es für die Mitarbeiter, sich eine neue Zukunft in Bottrop aufzubauen. Ines Eckermann LITE LITL L coolibri special Erscheinung: coolibri-Ausgabe Oktober 23

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