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August 2016 - coolibri Ruhrgebiet

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K U L T U R N E W S

K U L T U R N E W S Pixelprojekt_Ruhrgebiet: Neuaufnahmen 2015/16 Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln/Chargesheimer Karl Hofer, Zwei Mädchen, 1946. Zu sehen im Märkischen Museum Witten Foto: Märkisches Museum Witten, Tanja Murczak Ausschnitt Werner Nöfer, Landschaft nach der St.V.O., 1970 Foto: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr | © 2016 VG Bild-Kunst, Bonn Seit Ende Juni ist das Märkische Museum Witten wieder geöffnet. Der Anbau an das neue Bibliotheksgebäude ist erfolgt, das Museum sicherer und digitaler geworden: Es gibt jetzt freies WLAN. Die Wiedereröffnung wird mit der Ausstellung „Befreite Moderne – Kunst in Deutschland 1945 bis 1949“ gefeiert, die das Märkische Museum Witten in Kooperation mit dem Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr präsentiert. Bis Januar 2017 sind Werke aus der unmittelbaren Nachkriegszeit in Deutschland zu erleben. Darunter Gemälde und Zeichnungen sowie ausgesuchte grafische Werke, die nach langer Zeit wieder öffentlich gemacht werden. Der Entstehungszeitraum der Arbeiten steht für eine Neuordnung Deutschlands auf allen Ebenen und markiert die Zeit vor Gründung der BRD und DDR: eine Zeit zwischen wiedererlangter gestalterischer Freiheit und neuen politischen Spannungen. Vom 1.8. bis 31.10. findet in Hamm, Dortmund, Essen, Hagen und Herten das Urban Fine Art Meeting Ruhr 2016 statt. Das Projekt fokussiert zunächst den Dialog zwischen urbaner und traditioneller Kunst im öffentlichen Raum. Außerdem können sich die teilnehmenden Akteure vorgestellen und vernetzen. Es werden Wandbilder in den jeweiligen Kreativquartieren entstehen, dauerhafte Projektflächen etabliert sowie Partizipationsmöglichkeiten für die Bewohner geschaffen. Eine Ausstellung und eine Dokumentation bilden die entstandenen Interventionen ab und laden zum Dialog ein. Zum Redaktionsschluss stand fest: In Herten-Süd wird die Ewaldstraße bespielt. 46 Das „Pixelprojekt_Ruhrgebiet“ ist ein regionales Gedächtnis des Ruhrgebiets mit den Mitteln der Fotografie. Seit 2003 ist die Initiative von 32 auf 456 Fotoserien von insgesamt 281 Fotografinnen und Fotografen gewachsen. Das sind mehr als 8500 Einzelbilder. Somit liefert Pixelprojekt_Ruhrgebiet einen einzigartigen Überblick über die Region und bildet gleichzeitig aktuelle fotografische Entwicklungen ab. Noch bis zum 17.9. läuft die Ausstellung der Neuaufnahmen 2015/2016 im Wissenschaftspark Gelsenkirchen. Bis zum 31.10. können sich Fotografinnen und Fotografen um eine Neuaufnahme bewerben. Ein Raum, von außen einsehbar, ein hellgrün gestrichener Boden, weiß bezogene schlichte Betten, Neonröhren an der Decke. Was ist das? Ein Mehrbettzimmer im Krankenhaus? Eine Art Asyl? Ein liebloses Hostel? Die erste Assoziation bleibt dem Betrachter überlassen. Erst, wenn man auf den Betten Platz nimmt und die QR-Codes darauf aktiviert, wird die Tiefe der Rauminstallation „Ein weiteres Beispiel für einen Versuch, sich möglicherweise mit etwas abzufinden“ deutlich. Hinter den Codes verbergen sich medienbasierte Arbeiten und Videos. Sie entstanden als Semesterarbeiten an der Hochschule der Künste Bremen für die Ausstellung, die noch bis zum 11.9. im Kunstverein Ruhr in Essen zu sehen ist. „Pop Art USA / Germany“: Im Grafikraum des Kunstmuseums Mülheim an der Ruhr werden Siebdrucke von Werner Nöfer den Landschaftsdrucken der amerikanischen Pop-Art-Künstler Roy Lichtenstein und James Rosenquist gegenübergestellt. Bis zum 28.8. zeigt die Ausstellung Waldstücke künstlerische Fotografien von zehn Studierenden und Absolventen der Freien Akademie der bildenden Künste (fadbk) im Bürgermeisterhaus in Essen-Werden. Aktuelle Arbeiten von Tony Oursler sind noch bis zum 27.8. in der Galerie Hans Mayer in Düsseldorf zugänglich. sr

L I T E R A T U R V O N H I E R 279 S., 12,80 swb-verlag.de Das Essener Magdalenenheim inspririerte Doro May zu ihrer Geschichte Die Heckenreiterin. Magdalenenheime waren ab dem Mittelalter „Heime für gefallene Mädchen“, die ehemaligen Prostituierten zurück auf den rechten Weg helfen sollten. Mays Geschichte erzählt von der jungen Frau Marlith, deren Tochter auf die andere Seite der Hecke schauen kann. Die Essener Autorin bringt geschickt Elemente von Fantasy, Fiktion und historischen Fakten zusammen, hält sich nicht mit Nebensachen auf und punktet vor allem mit ihrem selbstbewussten und klaren Erzählstil. 160 S., 14,90; freya.at Shia Su aus Bochum hat im September 2014 beschlossen, „Zero Waste“ zu leben. Das heißt: Müll zu vermeiden, wann immer es geht. Shia ist inzwischen Expertin und gibt ihre Tricks in ihrem gleichnamigen Buch weiter. Es geht darum, verpackungsfrei einzukaufen, Reinigungsund Pflegeprodukte selbst herzustellen und sich das gewohnheitsmäßige Neukaufen von Kleidung abzugewöhnen. Ständige Leitfrage: Wie groß ist der Nutzen eines Produkts im Verhältnis zu dem angerichteten Schaden? 302 S., 10,99 drosteverlag.de Hochzeiten dienen in der Popkultur meistens als Setting, um dramatische Ereignisse noch dramatischer zu machen. Bei Cool im Pool setzt Lotte Minck dagegen auf absurden Pott-Humor. Hauptfigur Loretta Luchs muss sich mit ihrer leicht hysterischen Freundin im Brautkleid rumschlagen, während ein Toter nackt im Pool schwimmt. Auf den hätte die Ermittlerin gern verzichtet – aber die Sache auf sich beruhen zu lassen, ist natürlich keine Option. Die leicht-lustige Erzählweise kommt an manchen Stellen etwas gewollt daher, die rasante Handlung macht aber einiges wieder gut. 48 S., 12,- egmont-vg.de „Wat wäre, wenn man dat legendäre Asterix- Ahmteuer ‚Tour de France‘ einfach mah frech und kackendreist anne Ruhr verlegen tun täte?“ Pott-Komiker Hennes Bender hat’s gemacht und schon quasselt der Gallier Ruhrdeutsch, futtert Currywurst und klappert auf seiner Tour de Ruhr Pott-Städte ab. Damit wurde schon der dritte Original-Asterix-Comic in pott’sche Mundart übersetzt. Asterix wettet darin mit dem Römer Lucius Nichtsalsverdrus, dass er trotz Römer-Palisade rund ums gallische Dorf das ganze Land bereisen kann. Bender-Lesung: 30.8. Mayersche, Dortmund

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