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August 2016 - coolibri Düsseldorf

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Meet the Squad! Wer

Meet the Squad! Wer glaubt, dass DC nach der brennenden Müllhalde von einem Film namens „Batman V Superman“ seine Karten für ein funktionierendes Filmuniversum verzockt hätte, der weiß wohl nicht, dass da noch ein spielveränderndes Ass im Ärmel lauert – das Suicide Squad. Suicide Squad | Start: 18.8. Foto: Clay Enos, Warner Bros. Entertainment Inc. Das Suicide Squad ist eine Gruppe inhaftierter Schwerverbrecher, die von der Regierung auf Selbstmordkommando geschickt wird. Zusammengesetzt aus einigen von Batmans ikonischen Widersachern und anderen obskuren Nebencharakteren aus der Unterwelt Gothams, könnte die bunt zusammengewürfelte Truppe aus Halunken den nötigen Humor und die vermisste Verspieltheit in das Filmuniversum des Comicgiganten DC einbringen. Dass Zuschauer nicht mehr ganz so arg auf die weißwestigen Überhelden stehen, sondern mehr zu den skurrilen, derben und gerne auch verdorbenen Figuren tendieren, zeigte schon der Erfolg von „Deadpool“ und „Guardians of the Galaxy“. Apropos Guardians: Ähnlich wie diese Truppe Sonderlinge zum absoluten Überraschungshit des Sommers 2014 wurde, könnten auch die schrägen Halunken vom Suicide Squad mit rohem Charme, rücksichtloser Haudraufmentalität und irrem Verstand die Herzen des Kinopublikums als Geiseln nehmen. 42 Als maßgeblicher Magnet der Truppe gilt zweifelsohne die von Margot Robbie dargestellte Harley Quinn, ihrerseits Handlanger und Liebschaft des Überbösewichts Joker. Populär wurde Fräulein Quinn durch die immer noch von Fans brennend geliebte animierte Batmanserie, für die ihr Charakter extra erfunden wurde und schnell dem Joker höchstpersönlich in Beliebtheitsrankings die Luft dünn machte. Besagtem Joker leiht wiederum Popstar und Charakterschauspieler Jared Leto seinen Körper– im wahrsten Sinne des Wortes, zeigt er sich doch volltätowiert, mit grünen Haaren und silbernem Zahnersatz. Hinzu kommen wohlbekannte bis kuriose Übeltäter aus den Straßen Gothams, wie Killer Croc, Deadshot, Captain Boomerang, Enchantress, Katana oder El Diablo. Allesamt gespielt von Hollywoodprominenz von Cara Delevingne bis Will Smith. In den üblen Ecken Gothams fehlen darf natürlich auch Ben Affleck als Batman nicht – der hier hoffentlich einen stringenter erzählten und spaßigeren Film als besagten „Batman v Superman“ als Spielfläche geboten bekommt. Ähnlich wie „Deadpool“ spielt „Suicide Squad“ mit der Attraktivität des Verdorbenen, der Faszination mit den Schatten. Psychologisch betrachtet sind Charaktere wie Harley Quinn und der Joker anziehend, weil sie in einer systemhaft durchstrukturierten Gesellschaft, die sich mit ihren Regeln und Normen für jeden mal so eng wie eine Zwangsjacke anfühlen kann, Anarchie und Widerstand symbolisieren. Auf verdrehte Weise stellen sie den Status quo infrage – ein Status, der uns heutzutage immer öfter als fraglich erscheint. Alles was das Suicide Squad also noch braucht, ist ein solider Film mit viel bitterbösem Humor und einigen guten Einblicken in die Köpfe dieser kranken Charaktere. Für mehr Humor hat man extra Szenen nachgedreht, für den Rest sollten der actionversierte Regisseur David Ayer und die sternenfunkelnde Schauspielerriege sorgen. USA 2016, R: David Ayer D: Margot Robbie, Jared Leto, Will Smith, Jai Courtney, Viola Davis coolibri verlost 3x2 Tickets + je ein T-Shirt auf coolibri.de Lukas Vering

K I N O Pets | Start: 28.7. Foto: © Universal Pictures Ja, wer bist du denn? Kaum etwas bewegt den Menschen so sehr, wie sein Haustier. Über Katzen und Hunde wird gemeinhin mehr gesprochen, als über Politik, Geschichte und Umweltschutz zusammen. Da ist es eigentlich fast verwunderlich, dass es bis zum Jahr 2016 gedauert hat, bis ein Film die einzig wirklich relevante Frage der Menschheitsgeschichte beantwortet: Was macht mein Tier, wenn es allein Zuhause ist? Beantworten wollen dieses brennende Mysterium nun die Minions-Macher, die hoffentlich etwas mehr Substanz in ihre Haustiergeschichte stecken, als in den sinnbefreiten Minions-Streifen. Bleibt zu erwarten, dass Jung und Alt gleichermaßen wie die Bescheuerten in die Kinos rennen, um die knuffigen, drolligen, ach so putzigen Flohbälle bei ihren geheimen Abenteuern zu bestaunen. USA 2016, R: Chris Renaud D: Jan Josef Liefers, Dietmar Bär, Martina Hill, Jella Haase, LeFloid Jason Bourne | Start: 11.8. Foto: © Universal Pictures Ja, er lebt noch! Einst waren Agenten im Film schmierige Pierce-Brosnan-Verschnitte. Dann kam ein gedächtnisloser Mann namens Jason Bourne daher und krempelte das Genre auf links. Mit rücksichtloser, handfester Action, komplexer Story und düsterer Hauptfigur setzte man sich von den sonst so überzogenen Spionagestreifen ab. Das funktionierte in allen Fortsetzungen, teils sogar im vierten Teil, der ohne Matt Damon auskommen musste. Zum Glück ist dieser jetzt zurück, um Action mit einem Pulsschlag jenseits der 200 zu servieren und noch ein bisschen mehr über seine mysteriöse Vergangenheit herauszufinden. Wer seinen sommerlichen Actionfilm mit gut abgewogenen Anteilen Thriller, Drama und Intelligenz mag, bekommt hier ein sättigendes Menü. Jason Bourne lebt – immer noch! USA 2016, R: Paul Greengrass D: Matt Damon, Julia Stiles, Tommy Lee Jones, Alicia Vikander 43

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