Events, Trends und Reportagen für die Rhein-Ruhr-Region
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April 2018 - coolibri Recklinghausen, Gelsenkirchen, Herne

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SZENE G E L S E N K I R

SZENE G E L S E N K I R C H E N „Besucher soll VR erleben“ Virtual Reality ist längst kein Begriff mehr, den nur Entwickler hinter verschlossenen Türen andächtig flüstern. Ganz im Gegenteil: Computergenerierte Wirklichkeit ist in unserem Alltag angekommen. Zeit also für eine Veranstaltung, die den Durchschnittskonsumenten mit dem Techniker und dem Unternehmer zusammenbringt. Das neue kostenfreie Festival „Places“ in Gelsenkirchen-Ückendorf soll genau das ermöglichen. Irmine Estermann hat mit dem Veranstalter Roman Pilgrim von den Insane Urban Cowboys gesprochen. Zu allererst: Wer sind die Insane Urban Cowboys? Wir sind ein Zusammenschluss aus Kreativen, die die Aktivität in der Stadt und das Netzwerk in der Region fördern wollen. Dabei sind ganz unterschiedliche Menschen: Ich bin freischaffender Künstler, wir haben auch Architekten, Journalisten, Social Media Berater oder Musiker im Verein. Mit Veranstaltungen wie dem Festival wollen wir bei den Menschen nicht nur Aktivität erzeugen, sondern sie auch für den Stadtteil interessieren. Und falls das Festival funktioniert, wollen wir es jährlich veranstalten. Welche Zielgruppe hat Places? Das ist eine philosophische Frage, die wir uns am Anfang auch gestellt haben. Wir haben beschlossen, keine festzulegen. Es gibt bei dem Festival unterschiedliche Ansatzpunkte, einiges ist interessant für Consumer, einiges für den B2B-Bereich oder für Entwickler. Es ist auch etwas für junge Start-ups, die nach guten Leuten in dem Bereich suchen. Wir sind gerade in der Phase, wo VR die breite Masse erreicht. Deshalb verschwimmt die Grenze zwischen den Zielgruppen. Wie ist euer Konzept für Places? Unser Konzept gibt es in dem Bereich eher selten. Normalerweise finden zu dem Thema Konferenzen irgendwo auf der grünen Wiese statt, für die man sich teure Tickets holen muss, um Fachvorträgen zu lauschen. Unser Festival ist kostenfrei und für jeden zugänglich. Wir bespielen mehrere ,Places‘ – unter anderem auch daher der Name. Wir werden Stationen zum Beispiel in leerstehenden Ladenlokalen und in Wohnungen leerer Mietshäuser aufbauen. Der Besucher kann selbst alles erkunden, sich aber auch gerne in die Vorträge setzen, die für das Fachpublikum angeboten werden. Ückendorf wird zum virtuellen Erlebnis sind. Schüler designen zum Beispiel in einer virtuellen Umgebung und drucken ihre Ergebnisse mit einem 3D-Drucker. Am Freitag laufen bis 14 Uhr die Fachvorträge. Da kann sich jeder gerne anschließen. Es geht nicht nur um Fachspezifisches sondern auch um einen allgemeinen Überblick über Virtual Reality. Ebenfalls am Freitag ist die Einweisung zum Hackerthon, bei dem junge Teams 24 Stunden lang Anwendungen entwickeln. Um 15 Uhr öffnen die Locations, wo unsere Programmpartner ihre Anwendungen präsentieren. Die Locations sind auch am Samstag und Sonntag offen. Alle sind so ausgelegt, dass der Besucher selbst aktiv werden kann oder einbezogen wird. Er soll VR erleben. Der niederschwellige Einstieg in das Thema ist bei solchen Spielstationen ja am einfachsten. Foto: P. Malinowsk Wie sieht das Programm aus? Am Donnerstag wird es Workshops geben, die zum Teil nicht öffentlich Places: 19.-22.4. Gelsenkirchen-Ückendorf Das gesamte Programm gibt‘s auf places-festival.de www.theater-an-der-ruhr.de NEUER FREITAG- ABEND! Activity Lifestyle Music Circus thEatErLandschaft 26. – 30. april 2018 MittelMeer Ur- Und ErstaUfführUngEn aUs tUnEsiEn, Libanon, irak, syriEn. in arabischEr sprachE mit dEUtschEn übErtitELn. Infos unter allrounder.de unterstützt durch 18

SZENE E S S E N SO 8. April 2108, 20 Uhr Niyazi Kuyuncu&Band Fr 13. April 2018, 19 Uhr Looping ist wieder da. SA 14.April 2018, 20 Uhr SO 29. April 2018, 19 Uhr Die 12 Geschworenen FR 20. April 2018, 20 Uhr Hasan Yükselir –ISTANBULER WIND SA 21. April 2018, 20 Uhr SCHRÄGLAGE Ehrlich charmant Das Lumpenpack zieht durch die Lande: Max Kennel und Jonas Meyer haben sich auf den Poetry-Slam-Bühnen der Republik kennengelernt und sind seit 2013 als Duo unterwegs. Mit der Gitarre in der Hand und der Wahrheit auf den Lippen besingen sie das Leben, kratzen dabei auch an unangenehmen Stellen. Spätestens seit ihr Lied „Guacamole“ in den sozialen Netzwerken die Runde gemacht hat, erfreuen sie sich einer stets wachsenden Fangemeinde. Tossia Corman hat die beiden getroffen. Foto: Fabian Stuertz SO 22. April 2018, 18 Uhr Yedi Renk Halk Müziği Korosu Do.26. April 2018, 20 Uhr FELIX LEOΠOLD FR 27. April, 20 Uhr Transaesthetics Trio und Gäste SA 28. April 2018, 22 Uhr ROCK’n KARA KEDi Jeden Mittwoch! 20 Uhr! “Jazz forthe PeoPle” Jeden Freitag ab 23 Uhr! fIeStaDeSalSa www.katakomben-theater.de Ihr behauptet, zu unlustig für Comedians und zu unmusikalisch für Musiker zu sein – würdet ihr gerne einem Genre komplett angehören? Das wäre auf jeden Fall einfacher. Es ist manchmal schwierig für Leute, die uns nicht kennen, uns einzuordnen. Und auch für uns, das Publikum einzuschätzen. Kommen die jetzt, weil es ein Konzert gibt oder weil sie eine Comedy-Show erwarten? Wir würden schon eher in Richtung Band gehen und versuchen, bei unseren Shows ein bisschen Konzert-Atmosphäre zu schaffen. Wir haben zum Beispiel die Stühle rausgeschmissen. präsentiert Und wie schreibt ihr eure Lieder? Wir fahren einmal im halben Jahr gemeinsam weg, vorher sammelt jeder für sich Ideen. Manchmal steht am Anfang nur ein schöner Satz, manchmal schon ein ganzes Konzept. Wie beim Song „Eva P.“ – da haben wir uns überlegt, wie doof es wäre, sich ausgerechnet in die Tochter von Frauke Petry zu verlieben. Wir schreiben aber hautsächlich über Dinge, die wir selber erleben, alles andere wäre ja auch vermessen. Im Kreativ-Exil wird dann die Gitarre ausgepackt, wir überlegen uns ein paar Riffs und probieren die Texte darüber aus. Und im besten Falle fahren wir mit einem neuen Programm nach Hause. Sind manchmal Leute aus eurem Freundeskreis böse, wenn sie sich in euren Songs wiedererkennen? Wir versuchen immer, mitschwingen zu lassen, dass wir alles nicht zu ernst meinen. Wenn wir zum Beispiel über langweilige Partys singen: Wir sezieren die Zustände und überspitzen sie ein wenig. Zur Unterhaltung aller, und hoffentlich auch der Betroffenen. Das wissen unsere Freunde mittlerweile. Und kommen manchmal sogar mit Ideen an, worüber wir mal schreiben sollten. Das Lumpenpack:25.4. Zeche Carl, Essen 4. bis 29.4.2018 Gelsenkirchen – Kennedyplatz T ickets: Musiktheater im Revier, webshop.musiktheater-im-revier.de oder w ww.cirque-bouffon.com 19

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