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April 2018 - coolibri Düsseldorf

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SZENE © Konstantin Yuganov - Fotolia.com C A R L S T A D T / O B E R K A S S E L Herzlich willkommen im eigenen Laden! Bei uns bekommen Sie den Schlüssel für Ihre Träume. www.ladenlokale-in-krefeld.de Sich von alten Zöpfen trennen und dabei Gutes tun: Aktion Rapunzel. Lass dein Haar herunter Es ist nie zu spät, gute Vorsätze in die Tat umzusetzen: mehr Sport treiben, nicht mehr rauchen, den Job kündigen oder die Langhaarfrisur gegen einen Kurzhaarschnitt eintauschen, der einen um Jahre jünger macht. Wer gesunde lange Haare hat, kann sie spenden und damit Gutes tun. Foto: Alex Suprun Gepflegte, glänzende Haare gelten seit jeher als Zeichen für Gesundheit und Schönheit. Bei Frauen symbolisiert eine volle Mähne zugleich die Weiblichkeit, aber auch Männer halten eine Glatze oder schütteres Haar meist nicht für den idealen Look. 50 bis 100 Haare verliert jeder Mensch pro Tag, das ist ganz normal. Fallen jedoch mehr Haare aus oder finden sich morgens büschelweise Haare auf dem Kissen, spricht man von Haarausfall. Dieser kann vielfältige Ursachen haben: erblich oder medikamentös bedingt (z. B. bei Chemotherapiepatienten), Stoffwechselstörungen oder Mangelerscheinungen. So oder so – für die Betroffenen geht der Haarverlust (ob komplett oder partiell) mit hohem psychischen Leidensdruck und nicht selten mit sozialer Isolation einher. Die einzige Lösung, um ein halbwegs normales Leben zu führen, ist ein individueller Zweithaarersatz. Vor acht Jahren rief der Bundesverband der Zweithaar-Spezialisten (BZV) die Charity-Aktion „Rapunzel“ ins Leben. Abgeschnittenes Echthaar wird gesammelt und jährlich im April auf der Messe „Die Zweithaar“ an den meistbietenden Haarwarenhersteller versteigert. Dieser fertigt daraus Haarintegrationsteile oder Perücken für Menschen, die krankheitsbedingt unter Haarausfall leiden. In Düsseldorf unterstützt der Friseursalon LUPO (mit Filialen in der Carlstadt und Oberkassel) ganzjährig das Rapunzel-Projekt und leitet die abgeschnittenen Zöpfe an den BZV weiter. Voraussetzung für die Spender: Man trennt sich von mindestens 30 cm Haarlänge und die Haare müssen komplett unbehandelt sein, weder gefärbt, gesträhnt noch dauergewellt. Damit tut man gleich in doppelter Hinsicht Gutes, denn auch der Erlös der Auktion wird gespendet: In diesem Jahr wird Eckhardt von Hirschhausens gemeinnützige Stiftung „Humor hilft heilen“ unterstützt, die etwa Clownsvisiten in Kliniken und medizinischen Einrichtungen organisiert. Vielleicht fällt es vor diesem Hintergrund leichter, sich von alten Zöpfen zu trennen? bk Charity-Aktion Rapunzel: bzv-rapunzel.de, salon-lupo.de 16

SZENE D Ü S S E L D O R F Musik und Erdkunde Ziemlich genauvor einemJahrhat Jörn Quade die „Weltkarte derMusik“veröffentlicht. Diese vereintInstrumente undMusikstilealler Kontinenteund dient dermusikpädagogischen Arbeit.Seitdem Frühjahr zeichnet Quadeaußerdemfür eine neue DüsseldorferSession verantwortlich. DieSonne scheintauf demFlohmarkt Aachener Platz, aus demZeltist Jazz zu hören.JörnQuade sitztauf einerHolzbank,vor ihm ausgebreitetliegt dieWeltkarte derMusik. „Eigentlich wollte ichsie auch für mich haben“, erklärt er seineMotivation, eine Landkartezu Unterrichtszwecken zu gestalten. Acht Jahre lang arbeitete er neben seinem Jobals Sozialpädagoge daran. Wenn er nichtgerade selbst in derDüsseldorfer Jörn Quade Band Foto: Iris Merten Hervidero musiziert oder Bandworkshops in Schulenund Berufscenterngibt, reistergerne. Am liebsten mitdem Zelt. „Musik undErdkunde haben mich schonimmer interessiert“, erzählt Quade. In Nicaragua, CostaRica, Marokko, Palästina,Israel, Guatemalaoder„sehr ausgiebig“in denMittelmeerländern war der37-Jährige bereitsunterwegs.Immer dabei: seineGitarre. Grenzüberschreitend An allen Ecken derWeltmachteQuade Straßenmusik –mit denunterschiedlichsten Leuten in denunterschiedlichsten Ländern. „Man braucht nichtreden.Man macht zusammen Musikund versteht sich“, beschreibterdie grenzüberschreitende Wirkungvon Musik. Genau diese wollte er auch in seinen Unterrichtsstundenvermitteln. AlsomachteersichimInternetauf die Suchenacheiner musikalischen Weltkarte– vergebens. Mitreichlich Fachliteraturund praktischenErzählungenimGepäckerarbeitete Quadezusammen mitDirk Bachem einenStatus Quoaus 1900 Musikstilen, Instrumenten, Gesängen undTonleitern. Eine Aufnahme in den Lehrplan wäre einWunschdes Musikers. „Die Karteist länderübergreifendzuverstehen“, sagt Quade, „alles beeinflusstsichgegenseitig.“ So wirdmancherortsdas „Seelenholz“ geschwungen, in Tibetdient eine Doppeltrommel Blick in die musikalische Weltkarte aus Menschenschädelnals Rhythmusinstrument undauch dieMythen, woherdie Musikeigentlich kommt,fallen unterschiedlichaus:In Afrika glaubtman an einenWaldgeist,der die Klänge gebracht hat, in Chinasollein Wundervogel6Halbtönegesungenhaben.Stundenlang könnte manzuhören, wenn QuadeüberMusik unddie Welt erzählt. Alternativ empfiehltes sich,zueiner seiner AfroOrient-Sessionszu kommen.Dahat er allerleiinternationales Klanggeschirr im Gepäck. Nadine Beneke Kobago Weltkarte derMusik:Lehrerselbstverlag, 14,90Euro AfroOrient Session:5.4., 19-21.30 Uhr, musikwerkstudio,Düsseldorf; 19.4., 19-21.30 Uhr, Solarise.V., Düsseldorf Foto: Nadine Beneke

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