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April 2018 - coolibri Dortmund

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BLICKPUNKT FESTIVALS

BLICKPUNKT FESTIVALS Vogelperspektive vom Deichbrand-Festivalgelände Foto: Mario Schwedler Hoch im Norden... Jedes erfolgreiche Festival hat sein Alleinstellungsmerkmal: Das Summerjam hat nen See, das Juicy Beats eine verwinkelte Parklandschaft, das Eier mit Speck inkludiertes Frühstück für alle, das Hurricane stets schweinekaltes Sauwetter, Rock am Ring ungemütlichen Betonuntergrund – und das Deichbrand? Das hat ne Nordseeküste am plattdeutschen Strand, an dem man sich die langen Morgenstunden bis zum Erklingen der ersten scheppernden Gitarren von den Festivalbühnen vertreiben kann. Shuttles steuern die unweite Küste an, wo man sich den Kater im Watt aus dem Körper wandern, Seehundbänke per Bootsfahrt besuchen oder gar ne Runde Kitesurfen kann. Auch Wakeboarding, Stand-up-Paddling und zwei Freibäder sorgen für sinnvollere Festivalfreizeit als das lange Lungern im Campingstuhl. Geht das Bühnenprogramm dann endlich los, ...wo die Sonne hinterm Deich untergeht, ist es lauter, viel lauter, als man glaubt. Denn hoch im Norden, da rockt das Deichbrand-Festival! Und spielt längst mit den ganz großen Musikveranstaltungen der Nation in einer Liga. öffnet sich eine bunte Tüte voll festivaltauglicher Acts. Jahr um Jahr beweist das Deichbrand dabei ein geschicktes Händchen im Booking und sahnt fette, internationale Bühnenkracher ab. Dieses Jahr gehören dazu etwa Bands wie Editors, Wolfmother, The Hives oder The Killers. Aus dem Pool landeseigener Spezialitäten fischt das Deichbrand dabei gleichsam erfolgreich: Klassiker wie Clueso und Bosse spielen neben Frischlingen wie Milky Chance, SDP, Bilderbuch, Von Wegen Lisbeth, Giant Rooks oder Chefboss. Mit Freundeskreis, Kettcar und Fünf Sterne Deluxe sind zudem Evergreens der hiesigen Festivalhistorie geladen. Seit Jahren baut das, in 2005 erstmals mit unter tausend Besuchern ganz bescheiden abgehaltene, Festival dabei auf Expansion. Und das nicht nur beim Bandkatalog, kommen doch inzwischen um die 60.000 Festivalfans hoch in den Norden, um dem Deich beim musikalischen Abbrennen zuzuschauen. Und auch der Festivalluxus zieht inzwischen ein: In der Comfort Village pennt man in nobeln Stätten wie Iglus oder Tipis und zum ersten Mal lädt ein Pop-up-Aldi zum Shoppen ein. Das zugpferdstarke Line-up sowie die stetig wachsende Größe und Beliebtheit legen Zeugnis ab: Das Deichbrand muss sich vor den großen Playern im Festivalbusiness längst nicht mehr verstecken. Ahoi! Lukas Vering Deichbrand: 19.-22.7., Seeflughafen Cuxhaven/Nordholz; deichbrand.de 8 Foto: Christian Alsan Foto: Rahi Rezvani Casper Editors Die Toten Hosen Mando Diao The Killers Amy MacDonald Foto: Paul Ripke Foto: Charli Ljung Foto: AccuSoft Co Foto: Diana Gomez

BLICKPUNKT FESTIVALS Foto: Veranstalter Rock Hard Festival Nur die Harten komm‘ in Garten – oder ins Amphitheater! Das Rock Hard begrüßt an Pfingsten die Festivalsaison und gibt ihr mit lautstarker Unterstützung von Bands wie Sodom, Traitor, Saxon oder Tiamat (Foto) einen kräftigen Anschub. Das Festival begeistert stets mit starkem Line-up in den Farben Metal und Hard Rock. coolibri verlost 2x2 Tickets auf coolibri.de 18.-20.5., Amphitheater, Gelsenkirchen Foto: Warner Music Foto: Franziska Hitzel, www.musikiathek.de Foto: Katja Ruge 1LIVE Popfest Eine neue Sause für die Region! Das Popfest wird von 1LIVE abgehalten und trommelt internationale Größen des aktuellen Popgeschehens zusammen. Schon bestätigt: Rap-Superstar Macklemore aus Seattle und die britischen Elektropopper mit Cello und Händchen für Hits: Clean Bandit (Foto). Die perfekte Dosis Festival destilliert zu einem poptastischen Tag. 27.5., Event-Area/Veltins-Arena, Gelsenkirchen Bochum Total Ausnahmezustand im Bermuda3Eck! Einmal im Jahr stehen Bochums Straßen für ein Wochenende komplett Kopf, wenn auf drei Außenbühnen Acts aus Rock und Pop für lau aufspielen. Das facettenreiche Line-up des riesigen Straßenfestes beinhaltet dabei so manche bekannte Größe und etliche Lieblingsbands in spe, die entdeckt werden wollen. Zum Beispiel auf unserer hauseigenen coolibri-Stage, die ihr auch 2018 wieder im Riff findet. Die einzige Bühne mit Dach und Nachtprogramm. Kommt vorbei! 19.-22.7., Innenstadt und Riff, Bochum Traumzeit Festival Der Preis für die schönste Festival-Location NRWs kann nur an das Traumzeit Festival gehen. Gelegen im pittoresken Landschaftspark Duisburg-Nord stehen hier Indiedarlings, hippe Newcomer und verträumte Klangkünstler auf den Bühnen zwischen Industrieruinen. 2018 etwa Faber, Gisbert zu Knyphausen, Lilly Among Clouds (Foto), Woman, Mogli und Mighty Oaks. 22.-24.6., Landschaftspark, Duisburg Vielleicht ist ja das Summerjam eure große Festival-Liebe? Der Festival-Matchmaker „Welches ist das richtige Festival für mich?“, fragt sich mancher Musikfreund angesichts der anstehenden Freiluft-Konzert-Saison. Statt elaborierter Psychotests bieten wir einfach einen Überblick, welche Festivals in der Region steigen und welche Geschmäcker sie bedienen. Immerhin eine kleine Hilfe bei der Wahl des richtigen. Ihr seid eher so die Experimentierfreudigen und probiert gern Neues? Dann wäre vielleicht das jazzige Moers Festival (18.-21.5., Moers) etwas für euch. Eher bluesig unterwegs? Ab zum Grolsch Blues Festival (19.+ 20.5., Vechtebad, Schöppingen)! Wer sich gerne von kontemporären Popklängen verwöhnen lässt, sollte sein Auge auf das Open Source Festival (14.7., Galopprennbahn, Düsseldorf) werfen oder zum c/o pop (29.8.-2.9., Köln) pilgern. Oder einfach auf den Saisonschließer warten: Das Way Back When ist eine Wonne für Indiekinder (28.-30.9. ,Dortmund). Oder mögt ihr es hart und heftig? Dann empfiehlt sich ein Ritt auf dem punklastigen Ruhrpott Rodeo (6.-8.7., Flughafen Schwarze Heide, Hünxe/Bottrop), gemeinsames Grölen beim brandneuen Punk in Drublic (17.6., Veltins-Arena, Gelsenkirchen) oder ein rockiger Ausflug zum Vainstream (30.6., Am Hawerkamp, Münster). Wer fürs Rocken nix zahlen will, muss sich dafür beim Nord Open Air (27.+28.7., Viehofer Platz, Essen) und Turock Open Air (17.+18.8., Viehofer Platz, Essen) nicht mal genieren. Oder bleibt ihr gerne zum Frühstück? Beim Eier mit Speck (27.-29.7., Viersen) ist das inklusive. Wer sich lieber zurücklehnt und entspannt, findet sein Glück beim Ruhr Reggae Summer in Dortmund (31.5.-2.6., Revierpark Wischlingen) und Mülheim (10.-12.8., Ruhrstadion) oder in den Armen des Königs aller Chiller: dem Summerjam (6.-8.7., Fühlinger See, Köln). Foto: summerjam.de Foto: Vanessa Leißring Juicy Beats Das Juicy Beats reift seit Jahren immer weiter heran. Inzwischen sorgt es neben feisten Elektrotunes auch für dicke Hip-Hop-Beats und brachiale Rockklänge. In der riesigen Park-Location warten diesmal auch Autoscooter, Skaterampe, Kletterturm, Bällebad und zum zweiten Mal ein coolibri-Floor. Im bunten Line-up stehen bereits Kraftklub, Editors, 257ers (Foto) und RIN. 27.+28.7., Westfalenpark, Dortmund No strings attached! Folgende Festivals wollen keinen Eintritt, spendieren aber trotzdem ne dicke Hose voll Bands: Pfingst Open Air Werden (21.5., Löwental, Essen), EselRock (8.+9.6., Heubergpark, Wesel) und Olgas Rock (10.+11.8., Olgapark, Oberhausen). Flexibel halten es auch die Allrounder der Festival-Landschaft, die euch zu Einzelterminen laden. Wie die Hildener Jazztage (13.-18.6., Hilden), das Fantastival (20.-28.7., Burgtheater, Dinslaken) , der Kunstrasen (29.6.-20.8., Gronau, Bonn) oder das Zeltfestival Ruhr (17.8.-2.9., Kemnader See, Witten). Wer sich gar nicht entscheiden kann, singt beim !Sing – Day of Song (30.6., Ruhrgebiet) einfach seine Lieblingslieder im Chor. Denn zusammen ist man ja bekanntlich weniger allein – auch auf Festivals! lv 9

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