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April 2016 - coolibri Düsseldorf

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Carolin Kebekus über lustige Frauen, Rita McBride über Kunst zum Anfassen, der Record Store Day im Überblick

M U S I K

M U S I K coolibri präsentiert Kreative Ventile Für TV-Moderatorin Ina Müller ist die Sängerin Tina Dico etwas ganz Besonderes. Schon mehrfach hat Müller die Dänin als Gast in ihre Unterhaltungsshow „Ina’s Nacht“ eingeladen. Zwischen Folk und Songwritertum zelebriert die elfenhafte Sängerin eine berührende Welt aus bittersüßen Melodien, die mal leise tänzeln und mal die ganz großen Gefühle sichtbar machen. Termine: 20.4. Lichtburg, Essen 21.4. Capitol Theater, Düsseldorf Tina Dico Foto: Mathilde Schmidt Ihre Musik ist für die Sängerin mit der feinsinnigen Beobachtungsgabe etwas Heiliges. Zusammen mit ihrem Mann, dem Musiker Helgi Jónsson, lebt sie in Island und betreibt dort ein eigenes Studio. Über die Entstehungsphase ihrer Songs sagt sie: „Ich bin immer auf der Suche nach den richtigen Worten. Das ist im Hier und Jetzt vielleicht meine wichtigste Antriebsfeder. Ich brauche Themen, über die ich etwas schreiben kann. Irgendwann stolpere ich dann über was und denke: Wow! Das ist ja genau das richtige Motiv für mich.“ 30 „Ich höre wirklich gerne Menschen zu.“ Wenn sie sich reflektiert, wirkt sie nicht wie eine Prinzessin auf der Erbse. Sie ist eine uneitle Person, die mit ihren 29 Lebensjahren problemlos zwei kleine Kinder und große Konzertreisen unter einen Hut bekommt. Bereits im Alter von 15 Jahren startete sie in ihrer Heimatstadt Aarhus mit ihrer ersten Band „Fester Kester“. Mit 20 unternahm sie Ausflüge ins Fernsehen und gründete ein eigenes Label: „Es ist etwa zehn Jahre her, da habe ich Kontakt zu ein paar Labels in Dänemark aufgenommen. Niemand wollte mich so recht haben, aber ich war schon immer von meiner Musik besessen. Ich wollte das unbedingt und ohne Kompromisse herausbringen. Ich wollte nicht mehr mit bärtigen Männern verhandeln, warum sie ausgerechnet meine Lieder veröffentlichen sollen. Dann habe ich probiert, das selbst in die Hand zu nehmen.“ So gründet sie das Label „Finest Gramophone“, parallel folgt ein Studium der Religionswissenschaften. „Kann sein, dass mich das beeinflusst hat. Ich höre wirklich gerne Menschen zu. Denn das bringt mich auf neue Ideen. In Unterhaltungen muss ich mein Gegenüber manchmal stoppen, wenn derjenige mich auf einen guten Einfall gebracht hat. Dann krame ich schnell mein Smartphone raus, um dort ein paar schnelle Notizen rein zu tippen.“ Das Tingeln macht ihr zudem auch sehr viel Spaß: „In einem Auto herumfahren und von Bühne zu Bühne zu ziehen – das ist für mich ein perfektes Leben. Oder mit dem Flugzeug oder der Eisenbahn anzureisen. Du sitzt da und bist in deiner Gedankenwelt. Außer aus dem Fenster zu schauen, hast du sonst nicht viel zu tun.“ Diese Träumerei hat Tina vor ein paar Jahren nach London geführt. Hier arbeitete sie erstmals als Teil eines größeren Projekts. In der britischen Pop-Metropole sang sie für das Elektronik-Projekt Zero 7 und konnte elegant ihre Popularität damit ausbauen. Denn für die Soundtracks von Serien wie Dr. House oder Sex and the City wurden immer wieder Songs von Zero 7 verwendet. „Es ist schön“, so resümiert Tina, „wenn man viel vom Leben aufsaugen kann und über kreative Ventile einen Weg findet, um daraus etwas Schöpferisches zu gestalten.“ Peter Hesse

M U S I K 12.4. ZECHE CARL, ESSEN; 18.4. ZAKK, DÜSSELDORF coolibri präsentiert Jochen Distelmeyer Hinter der Musik Mit zwölf exemplarischen Cover-Stücken hat sich Jochen Distelmeyer durch die Geschichte „seiner“ Musik gehört und gecovert. Persönliche Säulenheilige, wie etwa Folklegende Pete Seeger oder Soulsänger Al Green, sind bei diesem Dutzend selbstverständlich an Bord. Warum er ausgerechnet „Toxic“ von Britney Spears aufgenommen hat, erklärt der ehemalige Blumfeld-Chef ganz einfach. „Damit sie auch mal eine Säulenheilige wird.“ Ein Satz, der wie aus der Pistole geschossen kommt und direkt ins Schwarzhumorige trifft. Doch es geht auch ernsthafter. Denn besonders gelungen ist seine Interpretation vom Dancefloor-Smasher „I Could Be The One“ von Avicii. Distelmeyer konzentriert sich dabei auf die Entkernung der Lyrics und entfaltet mit sparsamer Instrumentierung eine zauberhafte Tragweite. „Ich habe dieses Lied im Urlaub gehört und die Musik hat mich einfach angesprungen“, sagt er zur Wahl. Dann checken wir seine Favoriten von Nick Lowe bis Ivor Cutler. Richtig, es sind bei dieser individuellen Werkschau nur Interpreten aus dem englischen Sprachraum vertreten. Als Jochen anfing Musik zu hören, stammten seine musikalischen Helden auch aus dem deutschsprachigen Gebiet: „Die Fehlfarben und Ton Steine Scherben müssen da erwähnt sein, aber auch S.Y.P.H oder DAF. Es gibt viele, die wichtig waren. Es war eine Grundstimmung zu einer bestimmten Phase mit Punkrock und dem Beginn der Neuen Deutschen Welle.“ Aktuell zieht er mit kleinem Besteck über die Bühnen: „Mit Daniel Florey, der aus der Band zu meinem Soloalbum „Heavy“ stammt, werde ich dann auf Tour kommen. Der begleitet mich am Klavier und an der Gitarre.“ Nach der Tour will er sich wieder verstärkt seinem kommenden Solo- Album widmen. Konkrete Pläne für einen neuen Roman hat er noch nicht. „Aber irgendwann wird schon einer kommen.“ Kürzlich wurde Distelmeyer von Spotify gebeten eine Liste mit zehn Coverversionen zusammenzustellen. Seine Auswahl war hier punkiger und er verneigt sich vor Motörhead: „Bei Lemmy habe ich nie den Eindruck gehabt, dass er ein altes Zirkuspferd ist. Sondern das Erste, was mir bei ihm in den Sinn kommt, ist seine sehr ehrenwerte, schlaue und aufrechte Art, sich als Rock’n’Roll-Künstler zu sehen und sich auch so zu inszenieren. Bei Opernsängern ist ab einem bestimmten Alter Schluss, aber ich denke für Rock-Musiker ist das Live- Spielen eine körperliche Notwendigkeit. Sie müssen auf Tour sein. Da spielen Fragen wie ‚Ist das jetzt noch cool oder altersgemäß?‘ keine Rolle. Selbst bei so schalen Beispielen wie den Rolling Stones merkst du einfach: die brauchen den Spaß und die Konzerte. Rock’n’Roll halt!“ PH „Für Rock-Musiker ist das Live-Spielen eine körperliche Notwendigkeit.“ Foto: Sven Sindt präsentiert das Blues ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ 25 Festival Schöppingen Münsterland Fr 13. - So 15. Mai 2016 ★★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ Ruthie Foster & Band (USA) Jon Cleary & (USA) The Absolute Monster Gentlemen Toronzo Cannon & Band (USA) Henrik Freischlader Trio (D) Jason Ricci & (USA) Bad Kind Christone „Kingfish„ Ingram (USA) Larkin Poe (USA) Jeff Jensen Band (USA) Jamell Richardson (USA) the Golf Coast Blues Boy Hats Fitz & Cara (AUS/GB) Betty Fox Band (USA) Shook Twins (USA) Mountain Men (F) Roland Tchakounte & Band (KAM/F) Das 3-Tagesticket (Begrenztes Kontingent) wird im Vorverkauf nur 69,- € (inkl. Vvk-Gebühr) kosten. Es kann nur über die Homepage „www.kulturring-schoeppingen.de“ gebucht werden. 15.07.16 SparkaSSenpark Mg 12.08.16 SparkaSSenpark Mg 09.07.16 SparkaSSenpark Mg 23.07.16 königpalaSt krefeld 30.07.16 SparkaSSenpark Mg 16.07.16 SparkaSSenpark Mg 02.11.16 MitSubiShi halle d‘dorf 14.08.16 freilichtbühne eSchweiler 21.04.16 capitol düSSeldorf TickeTs unTer: sparkassenpark.de 23.07.16 SparkaSSenpark Mg 08.06.16 königpalaSt krefeld Jean-Michel Jarre 21.11.16 halle MünSterland 31

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