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April 2016 - coolibri Düsseldorf

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Carolin Kebekus über lustige Frauen, Rita McBride über Kunst zum Anfassen, der Record Store Day im Überblick

K Ö L N I N G A N Z K

K Ö L N I N G A N Z K Ö L N Mit auf Expedition: Pitterman Lust auf einen Schnupperkurs bei den Drogenspürhunden? Auf eine Reise durch die Gepäcksortieranlage des Flughafens? Oder auf einen Besuch im Maschinenraum der RheinEnergie? Vom 4. bis zum 23. April machen sich die Kölner wieder auf „Expedition Colonia“. Foto: Expedition Ma Auf dem Drahtseil Warum die Idee eines Stadtentdeckungsfestivals noch keiner geklaut hat? Weder in Berlin noch in Hamburg, auch nicht in Paris oder New York? Ina Heup vom Organisationsteam der Expedition Colonia weiß es nicht. „Bevor wir diesen Satz ‚Das einzige Festival seiner Art‘ in die Pressemitteilung geschrieben haben, haben wir natürlich gründlich recherchiert. Aber wir haben nirgends etwas Vergleichbares gefunden.“ 22 Dabei hat die Idee – 2005 von Achim Rohde initiiert, dem im vergangenen Jahr verstorbenen Gründer des „Köln Comedy Festivals“ – seit dem Auftakt funktioniert. „Die Stadt aus anderen Perspektiven zeigen“, war sein Versprechen, das die Veranstalter bis heute halten. Beispielsweise von unten bei einem Spaziergang durch den Fernwärmetunnel, der Deutz (rechtsrheinisch) mit der Innenstadt (linksrheinisch) verbindet. Oder von oben bei einer Wanderung über die Dächer des Doms. Oder aus der Sicht des Schäfers, der mit seiner Herde die Rheinauen abgrast. „Die Expedition Colonia war von Anfang an groß“, sagt Heup. Bis heute haben die Organisatoren in mehr als 2 900 Führungen rund 55 000 Besucher gezählt. 2016 kommen 90 weitere Führungen hinzu, verteilt auf 180 Termine. Vielleicht schreckt potenzielle Nachahmer ja die Tatsache ab, dass die Stadtverantwortlichen diesen etablierten Fixpunkt im Kölner Kalender bisher bestenfalls mit warmen Worten, aber nie mit Zuschüssen unterstützt haben. Die Finanzierung ist deshalb – trotz einer verlässlichen Auslastung von 90 Prozent – Jahr für Jahr ein Drahtseilakt. „Schade, dass aus dieser Richtung nicht mehr Wertschätzung kommt“, sagt Heup. Dieser Umstand blockiert auch Überlegungen, selbst mit der Expedition in andere Städte zu expandieren. Ein bisschen Wachstum ist aber doch. In den Osterferien gibt’s „Köln für Kinder“, unter anderem mit Pelemele, einem Tag als Fußballprofi und einer Ostereiersuche unter Wasser. Sebastian Züger Expedition Colonia: 4.–23.4., diverse Veranstaltungsorte, Köln; expedition-colonia.de

K Ö L N M A X - E R N S T - M U S E U M Das Max-Ernst-Museum in Brühl zeigt eine große Werkschau des ungebrochen einflussreichen Grafik-Pioniers M.C. Escher. M.C.Escher, Hand mit spiegelnder Kugel, 1935, Lithografie, 31,8 x 21,3 cm, Collection Gemeentemuseum Den Haag © 2016 The M. C. Escher Company – The Netherlands. All rights reserved. www.mcescher.com Foto: www.mcescher.com Optische Irrungen Wie gegenwärtig die Kunst des Niederländers Maurits Cornelis Escher (1898-1972) noch immer ist, belegt eine kleine Randhandlung in der aktuellen dritten Staffel der TV-Serie „House of Cards“. Der amerikanische Präsident Frank Underwood (Kevin Spacey) lümmelt sich mit seinem Tablet-Computer auf die Couch, um eine Runde „Monument Valley“ zu zocken. Dabei lotst der Spieler die kleine Prinzessin Ida durch eine Welt voller logischer und visueller Irrungen und Wirrungen – „M.C. Escher could only grasp at in a dream state“ (O-Ton Underwood). Ähnlich wie Franz Kafka für eine bestimmte „kafkaeske“ Form der Literatur steht, ist Escher die Referenz für eine grafische Kunst, die Dinge zeigt, die sich vermeintlich nur im Traum denken lassen. Da schließen sich Treppen zu einem Kreis, obwohl sie immer nach oben verlaufen, da speist sich ein Wasserfall aus dem Lauf eines Aquädukts, in den er stürzt, da werden Vögel eins mit einer Landschaft, die sie gerade überfliegen. Der Bedarf an grafischen Illustrationen war wohl noch nie so groß wie heute, da sich zahllose Internetseiten, Computerspiele, Filme und Printerzeugnisse zuallererst über ihr äußeres Erscheinungsbild im Hier und Jetzt verorten. Insofern also ist es nur konsequent, dass das Max- Ernst-Museum in Brühl bei Köln eine Ausstellung mit mehr als 110 Arbeiten Eschers mit umfangreichem Rahmenprogramm auflegt. Dabei knüpfen die Macher schon im Prolog das Band von Escher zur Gegenwart und präsentieren neben dem eingangs erwähnten „Monument Valley“ von 2014 weitere stark Escher-inspirierte Games wie „The Bridge“ (2013), „Back to Bed“ (2014) und „hocus.“ (2015). Ganz in Eschers Sinne dürfte auch das gemeinsam mit dem Cologne Game Lab entwickelte Virtual Reality-Projekt sein, das Prinzipien der optischen Täuschung in einer begehbaren 360- Grad-Umgebung erlebbar macht. Abenteuerlustige Kinder sind am 11. März, 18 Uhr, zur Taschenlampenführung geladen, im Anschluss gibt’s den Film „Das geheimnisvolle Grabmal“. Für alle Generationen ab vier Jahren bis ins hohe Alter empfiehlt sich ein Blick aufs umfangreiche Workshop-Angebot. SZ „M.C. Escher“: bis 22.5. Di–So (11–18 Uhr) Max-Ernst-Museum, Comesstr. 42, Brühl,; maxernstmuseum.lvr.de

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