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April 2016 - coolibri Düsseldorf

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Das

Das Düsseldorfer zakk ist ein spartenübergreifender Veranstaltungsort. An der Fichtenstraße treten Bands ebenso auf wie Kabarettisten und Comedians. Es darf politisch diskutiert und vergleichsweise selten auch getanzt werden. Nicht zuletzt sind Literaten gern gesehene Gäste im soziokulturellen Zentrum. Allen voran der von vielen sehr verehrte Max Goldt, der mittlerweile gefühlt im Halbjahrestakt sein Honorar abkassiert. Benjamin von Stuckrad-Barre kommt am 26.4. ins zakk Foto: Julia Zimmermann Mehr als Max Goldt Dafür dass es trotzdem nicht langweilig wird, bürgt seit vielen Jahren Programmplanerin Christine Brinkmann. Sie ist für den Bereich Literatur verantwortlich und hat für April einmal mehr einen guten Job gemacht. Gleich vier hochkarätige Lesungen gehen in dem Monat über die Bühne. Alexandra Wehrmann mit einem Überblick. Den Auftakt macht am 5.4. eine Dame aus einer vermeintlich seriösen Branche. Linda Zervakis liest seit 2013 die Hauptausgabe der Tagesschau. Dass sie neben dem ersten auch das komödiantische Feld beherrscht , hat die 39-Jährige nicht zuletzt in diversen Talkshows, in denen sie zu Gast war, unter Beweis gestellt. Gerne erzählt die Tochter griechischer Einwanderer dort über ihre zusammengewachsenen Augenbrauen, die in Kombination mit Zahnspange, Brille und Pottschnitt ihren Aufstieg zum weiblichen Klassenschwarm zu verhindern wussten. Wären da nicht die bunten Tüten gewesen, die die kleine Linda ihren Mitschülern kredenzte. 16 Sie stammten aus dem Kiosk der Eltern. In Hamburg-Harburg, wo der Wind rauer weht als anderswo in der Hansestadt, brachte die Familie Zervakis Zigaretten, Dosengerichte, Wassereis und natürlich Alkohol an die Kundschaft. Auch die Kinder hatten – neben der Schule – regelmäßig Schicht im Kiosk. Linda schien das nicht weiter zu stören. Bis sie Ende 20 war, griff sie den Eltern in der Bude unter die Arme. Ihre Erinnerungen an die Zeit hat sie mittlerweile zu einem Buch verarbeitet: „Königin der bunten Tüte“ erschien im vergangenen Herbst und schaffte es auf die Spiegel- Bestsellerliste. Und natürlich geht es nicht nur um Süßigkeiten. Sondern auch um Heimat, kulturelle Unterschiede und Chancen durch Bildung. Während Zervakis in Sachen Buch Debütantin ist, kann man Heinz Strunk mittlerweile schon einen alten Hasen nennen. Seit seinem Überraschungserfolg „Fleisch ist mein Gemüse“ aus dem Jahr 2004 wartet „Heinzer“ regelmäßig mit neuen Druckwerken auf. Das Jüngste heißt

S Z E N E „Der goldene Handschuh“. Darin kommt der Autor zum ersten Mal ohne autobiografische Züge aus. Stattdessen borgt er sich eine reale Figur als Protagonisten: den Serienmörder Fritz Honka, der in den Siebzigerjahren seine Opfer in der Hamburger Absturzkneipe „Zum goldenen Handschuh“ mitnahm. Was für ein armes Würstchen Honka war, schildert Strunk am 14.4. im zakk. Der Umfang der gesamten Lesetour weist ihn eindeutig als arbeitswütig aus: 34 Termine hat der Autor auf der Liste. Und da sind die Auftritte mit seiner Band Fraktus noch nicht eingerechnet. Von Benjamin von Stuckrad-Barre hat man, zumindest literarisch, länger nichts mehr gehört. „Auch Deutsche unter den Opfern“, sein letztes Buch, stammt aus dem Jahr 2010. Danach hat Stuckrad-Barre Fernsehen gemacht. Bei Spartensendern wie Tele 5 oder ZDF Neo, also quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Seit Mitte März ist nun „Panikherz“ auf dem Markt. Darin erzählt der Mann, der einst als personifizierter Popliterat herhalten musste, seine eigene Geschichte von frühem Ruhm, Realitätsverlust und Drogenabhängigkeit. Aufgeschrieben hat er all das an einem legendenumwobenen Ort: dem Hotel „Chateau Marmont“ in Hollywood. Während um ihn herum der Rausch tobte, blieb BSB diesmal nüchtern. Das Ergebnis gibt ihm recht, findet Schriftsteller-Kollege Ferdinand von Schirach. Der sagt: „Ich habe lange nichts gelesen, was mich so berührt hat. Es ist klug, schnell, poetisch, komisch und vor allem ist es wahr.“ Über Frank Goosen hat von Schirach sich noch nicht geäußert. Aber auch der Mann aus dem Ruhrgebiet hat ein neues Buch, das es auf Lesung zu präsentieren gilt: „Förster, mein Förster!“ heißt es und erzählt von einem Schriftsteller, der ein gravierendes Problem hat. Von dem Roman, den er zu schreiben versucht, existiert lediglich der erste Satz. Und das schon seit geraumer Zeit. Andere haben andere Probleme und schon bald steht der Entschluss: ein gemeinsamer Trip ans Meer. Ob der die Schreibblockade des Herrn Förster lösen kann? Auch das ist im April im zakk zu erfahren. Vielleicht. Lesungen im zakk: 5.4. (20 Uhr) Linda Zervakis; 14.4. (20 Uhr) Heinz Strunk; 19.4. (20 Uhr) Benjamin von Stuckrad-Barre; 26.4. (20 Uhr) Frank Goosen, zakk, Düsseldorf; zakk.de Second Hand Fashion Ackerstr. 125 · 40233 Düsseldorf info@elementarteilchen-secondhand.de Di – Fr 10:30 – 19:00 Uhr Sa 10:30 – 16:00 Uhr NLP-Einsteiger Seminar im April 2016 Die Techniken des Neurolinguistischen Programmierens (NLP) sind weltweit berühmt geworden, weil Sie nicht nur als geistige, sondern auch als kommunikative Werkzeuge zur Verbesserung des persönlichen Wohlbefindens funktionieren. Als NLP-Practitioner kannst Du Dich neu entscheiden: - Was treibt Dich an ? - Was hindert Dich ? Finde Deine Motivatoren und Bremsklötze - Mit gutem Willen unterwegs im Hamsterrad ? - Wie Du alte Muster knacken kannst - Wirksam Ziele setzen und im Alltag absichern Du bist dran ! Linda Zervakis am 5.4. Foto: Marcus Höhn Anmeldung unter: anmeldung@pamelaluckau.de oder pamela.luckau.de oder Tel: 0174 930 9703 (Frank Porstmann) 17

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